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    Frammersbach

    Was die Absage des Garten- und Blumenmarkts in Frammersbach bedeutet

    Auf Halde: Bestellte Ware für den Markt kann teilweise nicht mehr storniert werden.
    Auf Halde: Bestellte Ware für den Markt kann teilweise nicht mehr storniert werden. Foto: Helena Karl

    Das Coronavirus macht auch vor dem geplanten Garten- und Blumenmarkt in Frammersbach nicht halt. Der nun abgesagte Markt sollte eigentlich am Sonntag, 5. April, zusätzlich mit einem verkaufsoffenen Sonntag stattfinden.

    In Frammersbach fällt nun ein wichtiger Teil des Ortsgeschehens weg, meint Lorena Rüppel im Gespräch mit dieser Redaktion. Die 28-Jährige ist Geschäftsführerin der Frammersbacher Marketinggenossenschaft (Framag), die den Markt für die Gemeinde organisiert. "Für uns ist die Absage sehr schade, da wir schon viel organisiert haben", sagt Rüppel. Die Aussteller seien fast vollständig gewesen, auch Plakate gebe es schon, die nun nicht mehr zu gebrauchen sind.

    Die Planungen liefen seit Weihnachten. Besonders in der Kombination mit dem verkaufsoffenen Sonntag ist es nicht nur für die Marktaussteller, sondern auch für lokale Läden und Betriebe ein großer Verlust. Dennoch gehe Sicherheit momentan natürlich vor, so die 28-Jährige.

    32 Aussteller eingeplant

    Bis zur Absage waren bereits 32 Aussteller aus dem Blumen- und Gartenbereich eingeplant, die teilweise auch eine längere Anreise aus Hessen auf sich genommen hätten. Als sich die Entwicklungen rund um das Coronavirus in der vergangenen Woche zuspitzten, hätten die Organisatoren bereits selbstständig eine Absage erwogen und auch die Aussteller hätten sich teilweise schon an sie gewandt, berichtet Lorena Rüppel. Mit dem offiziellen Verbot von größeren Veranstaltungen durch die Regierung wurde ihnen die Entscheidung schließlich abgenommen.

    Da die Absage an die Aussteller einen Monat im Voraus erfolgte, sei der finanzielle Verlust für Warenbestellungen eventuell noch tragbar, so Rüppel. Besonders zeitaufwendig seien die Absagen nicht gewesen und die Framag sei dabei ausschließlich auf Verständnis von allen Seiten gestoßen.

    Dies bestätigen auch Gerhard Trabold und seine Frau Sabine Többe-Trabold, die Inhaberin von "Blumen Többe" in Gemünden. Das Floristikfachgeschäft mit Gärtnerei stellt seit vier Jahren auf dem Frammersbacher Markt aus. "Ich habe volles Verständnis für die Absage, die momentane Situation erfordert die Vermeidung von sozialen Kontakten und das geht vor", sagt Gerhard Trabold.

    Es wird abgewartet

    Hierfür passen sich die Betreiber beispielsweise durch das Angebot von Bestellungen per Telefon und kontaktloser Lieferung an. Die bestellten Pflanzen für den Markt seien teilweise schon angekommen und schwierig zu stornieren. Für die Betreiber des Geschäfts bedeute das vor allem ein Platzproblem, berichtet der 56-Jährige. "Die Pflanzen werden nicht weggeworfen, es wird natürlich versucht, sie weiterzuverkaufen", sagt Trabold. Dadurch werde im Gewächshaus teilweise der Platz belegt, der für Sommerpflanzen zum Wachsen gedacht sei.

    Auch Dagmar Weis, die zweite Vorsitzende der Frammersbacher Garten- und Blumenfreunde, zeigt sich enttäuscht über die Absage. Der Verein hatte für den Markt schon einige Vorbereitungen getroffen, beispielsweise für das geplante Ostereierfärben mit Kindern, die Erstellung von Flyern oder einen Vortrag. Dennoch habe man auch seitens des Vereins Verständnis.

    Ob der Garten- und Blumenmarkt in irgendeiner Form nachgeholt wird, ist unklar. Konkret planten die Organisatoren momentan nichts, da zunächst die Entwicklungen abgewartet würden, berichtet Lorena Rüppel. Sobald die Beruhigung der Lage abzusehen ist, werde das Thema noch einmal aufgegriffen.

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    Bearbeitet von Helena Karl

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