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    Rieneck

    Wasserbüffel beim "Löwen": Verführung mit nicht alltäglichen Genüssen in Rieneck

    Der Hauptgang: Rosa gebratener Rücken des Wasserbüffels mit Wirsing und Sellerie-Kartoffelstampf.
    Der Hauptgang: Rosa gebratener Rücken des Wasserbüffels mit Wirsing und Sellerie-Kartoffelstampf. Foto: Heidi Vogel

    Unter dem Motto "Zauberhafter Genuss" stand das Fünf-Gänge-Menü, zu dem Horst Wirth seine Gäste im voll besetzten Saal seines Gasthauses "Zum Löwen" in Rieneck begrüßte. "Ich möchte Sie verführen mit nicht ganz alltäglichen Dingen", meinte der Gastronom zu Beginn der kulinarischen Reise durch Main-Spessart.

    Und wie es sich für die Gastronomen der Aktionsgemeinschaft "Frische aus Main-Spessart" gehört, kamen die Zutaten, mit Ausnahme des Rosenkohls und des Feldsalats, allesamt aus dem Landkreis. Wer Horst Wirth kennt, weiß freilich, dass seine Kreationen immer mit einer außergewöhnlichen Note versehen sind. So auch bei den zarten Hähnchenbrüstchen auf Trockenfrüchteragout und dem Mäusöhrlichsalat, wie der Feldsalat in Rieneck genannt wird. "Das ist ein Rezept aus der Karibik. Die Schärfe habe ich herausgenommen, weil ich die Gäste ja nicht gleich erschlagen will", verriet Wirth in der Küche, während sein Servicepersonal bereits das Rahmsüppchen vom fränkischen Rosenkohl servierte.

    Rudolf May hatte für das Menü die Weine ausgesucht und ließ zum Määzander an Gersten-Risotto, dem der Küchenchef mit Schwarzkümmel einen exotischen Hauch verliehen hatte, einen 2018er Silvaner trocken einschenken. "Das ist ein leichter, mineralischer Wein, der perfekt zum Zander harmoniert", erklärte der Winzer aus Retzstadt, der 15 Hektar Rebfläche anbaut und vor zwei Wochen für den besten Silvaner Deutschlands ausgezeichnet worden war.

    Zum Hauptgang hatte er einen trockenen Spätburgunder aus dem heißen Sommer 2018 gewählt. Hier hatte sich Horst Wirth für Wasserbüffel von Familie Tausch aus dem Hafenlohrtal entschieden. Der rosa gebratene Rücken des Wasserbüffels zerging auf der Zunge und wurde umspielt vom Geschmack des Wirsings. Denn der Rienecker hatte das Gemüse nicht auf die herkömmliche fränkische Art zubereitet, sondern spielte mit den Aromen von Kurkuma, Garam Masala, Ingwer, Chili und Sesam. "Der ist zu 100 Prozent vegan", verriet Wirth mit einem Schmunzeln.

    Und auch der Sellerie-Kartoffelstampf, der in ausgefallener Zopfform auf dem Teller angerichtet war, überraschte die Gäste. Denn unter den Kartoffelbrei hatte der Küchenchef, der von den Frischekollegen Paul Feser und Eberhard Imhof unterstützt wurde, Stückchen von frittiertem Kartoffelbrei gemischt.

    Magie zwischen den einzelnen Gängen

    Doch nicht nur das ausgefallene Menü verzauberte im Löwen, sondern auch Frank Zick zog zwischen den einzelnen Gängen mit seiner Magie die Besucher in den Bann. Für Staunen sorgte er besonders, als er Alois, einen der Gäste, des Mordes an einem Piraten überführte. So half das Alibi von Alois, der angegeben hatte, mit seiner Frau verreist gewesen zu sein, nicht viel. Denn der Zauberer machte an der linken Hand des Täters nicht nur das verräterische Tattoo aus, sondern wies auch die Gravur des Namens in der Pistole vor. Und so rätselten die Feinschmecker noch über die Künste des Magiers, während sie sich das Dessert schmecken ließen. Hierzu hatte Horst Wirth einen hauchdünnen Crêpes mit Kompott vom Rienecker Kürbis gefüllt. Die Zartbitter-Schokoladenmousse hatte er galant in einen rund fünf Zentimeter hohen Schokorand gefüllt.

    Das Hotel "Mainpromenade" in Karlstadt lädt am Freitag, 24. April unter dem Motto "Frisch in den Frühling" zur nächsten Station der aktuellen Staffel ein.

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