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    FELLEN

    Wassergaudi, Stockbrot und Spiele

    Stolz präsentierten die 45 Ferienspaßkinder Fellens gemeinsam mit ihren Betreuern ihr selbst gebautes Insektenhotel und ... Foto: Jürgen Gabel

    Zum elften Mal waren Fellener Kinder zum viertägigen Zeltlager eingeladen. Das zwölfköpfige Organisationsteam war erstaunt, dass 45 Kinder zwischen fünf und 13 Jahren bei der Ferienspaßaktion am Waldfestplatz im Zelt dabei sein wollten.

    Wer glaubt, Kinder können ohne Computer, Fernseher oder Handy nicht leben oder brauchen im Ferienspaß eine aktionsgespickte Reise, der wird in Fellen eines Besseren belehrt. Ein Zeltlager mit Wassergaudi, Stockbrot, Spielen und Leben in der Natur steht bei den Kindern auf der Wunschliste ganz oben. Auch für die erwachsenen Betreuer, die sich extra eine Woche Urlaub nahmen, zählt inzwischen das Zeltlager zum Abenteuerspielplatz.

    Auf der großen Wiese, an der die Küchen- und Sanitäreinrichtungen vom Waldfest stehenblieben, bauten die Kinder mit ihren Eltern die 14 Unterkünfte zu einer kleinen Zeltstadt auf. Als Vorbilder verzichteten die Betreuer heuer wegen der akuten Waldbrandgefahr auf das große Lagerfeuer. Das obligatorische Stockbrot wurde auf dem Grill der Waldfestküche gebräunt. Der selbst gebaute „Bautafeln-Pool“, den die Rengersbrunner Feuerwehr mehrmals mit jeweils elf Kubikmetern Wasser füllte, sorgte bei den heißen Temperaturen für Abkühlung, und die täglichen Wasserspiele und -schlachten durften nicht fehlen.

    Es wurde ständig draußen gespielt. Während im Gemeinschaftspavillon die Spielkarten bei Schafkopf, „Mau-Mau“ oder „Schnauz“ flogen, amüsierten sich andere bei Gesellschaftsspielen. Der fünfjährige Paul hatte eigene Arbeitshandschuhe dabei und klopfte den ganzen Tag Steine oder fällte kleine Bäume. Ein Betreuer avancierte zum Chefkoch und zauberte leckere Spaghetti, Hamburger, Grillwürste oder Chicken Nuggets auf die Teller. Zum „Essen fassen“ oder für eine Ansage erklang die alte Gemeindeschelle. Für vier Kids war es Ehrensache, täglich die Frühstücksbrötchen beim Bäcker im Dorf zu holen.

    Hauptprojekte des Lagers waren heuer der Bau eines Insektenhotels und eine Textilwerkstatt. Im Wald sammelten die Kids Holz, Baumrinde, Tannenzapfen. Unter Mithilfe der Männer wurde mit Begeisterung gemessen, gesägt, gebohrt, geschraubt, sodass langsam das Hotel Form annahm. Geschickt bohrten die Kids Löcher in die Rundhölzer und mitgebrachte Ytongsteine. Die kleinen Baumeister wünschen für „ihr Haus“ einen zentralen Standort im Dorf.

    Wer mochte, durfte in der Textilwerkstatt seine schöpferische Ader ausleben: Jedes der Kinder war über sein selbst kreiertes T-Shirt mächtig stolz, und die Mädels fertigen kunstvolle Kulturtäschchen und Kuschelkissen.

    Für den Abend hatten sich DJ Holger und sein Nachwuchs-DJ Felix auf der Waldfestbühne zur Disco angesagt. Besonders die Mädels hatten sich schick gemacht. Sie rockten zu Wunschhits, und bei heißer Musik und Lichtgestöber schmeckten leckere Saftcocktails und das Naschbuffet hatte geöffnet. Auch die Betreuer waren sich als Zielscheibe für Wasserbomben nicht zu schade. Abends waren die Kids spätestens um 22 Uhr so kaputt, dass sie sich müde in ihre Zelte zurückzogen.

    Die meisten Kinder beurteilten auf Nachfrage das selbst kreierte T-Shirt als die coolste Aktion, und für die siebenjährige Nelly sowie Johannes und Melvin (beide 11) waren die Wasserschlachten im Pool echt stark. Während für Emil (6) die Werkzeugkiste die Erfüllung schlechthin war, ging es für Lilly (10) an ihrem Shirt nicht ohne Fransen, und für Mika war der Hit „Jonny Däpp“ das höchste.

    Dank vieler Spenden konnte die Teilnehmergebühr gering gehalten und den Kids ein „4 Tage-Rundum-Sorglos-Paket“ geboten werden.

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