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    Karlstadt

    Weihnachtsgruß des Landrats: Wir wollen Lebensumstände erhalten

    ÖPNV, Familienstützpunkte oder moderne Abfallwirtschaft: Der Landkreis habe in diesem Jahr einiges geleistet, sagt Thomas Schiebel. Es gebe jedoch noch große Herausforderungen.
    Landrat Thomas Schiebel Foto: Foto-Studio Müller

    Landrat Thomas Schiebel sieht den Landkreis Main-Spessart vor mancher Herausforderung stehen. Viel wurde im vergangenen Jahr geleistet, stellt Schiebel in seinem Grußwort zu Weihnachten und zum neuen Jahr 2020 fest, doch würden die Aufgaben nicht weniger. Schiebel schreibt:

    Liebe Bürgerinnen und Bürger, was wird uns von dem Jahr 2019 in Erinnerung bleiben? Die massiven Schneefälle mit Lawinen in Bayern und Österreich, die verheerenden Brände im Regenwald Südamerikas, die unendliche Brexit-Geschichte oder das Attentat in Christchurch in Neuseeland? Leider ist auch das zurückliegende Jahr wieder mit vielen Negativ-Schlagzeilen überschrieben. Umso dankbarer müssen wir sein, dass wir hier in Main-Spessart ein Leben in Frieden, Freiheit und gesicherten Verhältnissen leben dürfen.

    Bürger sollen verbesserten ÖPNV nutzen

    Diese guten Lebensumstände zu erhalten und den Landkreis für die Zukunft zu rüsten, das ist das Ziel der Kreispolitik. Neue Möglichkeiten zur Gestaltung bietet hier der öffentliche Nahverkehr, der nun seit Kurzem in unserer Zuständigkeit liegt. Mit einem deutlich verbesserten Angebot möchten wir den ländlichen Raum stärken und eine Alternative zum eigenen Auto bieten. Wir hoffen, dass viele Menschen davon Gebrauch machen und wir diese klimafreundliche Mobilität weiter ausbauen können.

    Für einen Landkreis, der besonders vom demographischen Wandel betroffen ist, ist die Familienfreundlichkeit ein wichtiges Thema. In Marktheidenfeld haben wir den vierten Familienstützpunkt eröffnet, der Anlauf- und Beratungsstelle für Eltern ist. Der erste landkreisweite Familientag in Karlstadt stieß mit seinem breiten Angebot an Vorträgen - von Erziehungsfragen bis zur Ernährung - auf großen Zuspruch. Auch die vielen Veranstaltungen und Freizeitangebote des Jugendamtes wurden wieder gut angenommen.

    Senioren sind eine wichtige Zukunftsaufgabe

    Neben den Familien sind die Senioren eine wichtige Zukunftsaufgabe, denn in den nächsten Jahren wird der Anteil an älteren und hochbetagten Menschen in Main-Spessart deutlich zunehmen. Welche Weichenstellungen für deren gute Versorgung nötig sind, zeigt das „Seniorenpolitische Gesamtkonzept“ auf, das aktuell fortgeschrieben wird. Zwei Expertenworkshops gaben hier viele wertvolle Anregungen. Mit dem Netzwerk „Demenz und Pflege“, das seine Arbeit aufgenommen hat, unterstützen wir Pflegende und deren Angehörige. Das Netzwerk ist ein Zusammenschluss von verschiedenen Einrichtungen und Diensten und gibt vielfältige Informationen und Hilfestellungen an die Hand. Eine moderne hochwertige medizinische Versorgung für Jung und Alt wird das zukünftige Zentralklinikum in Lohr bieten, dessen Planung unter unserem neuen Klinikreferenten weiter voranschreitet.

    Auch im Bildungssektor haben wir große Baumaßnahmen zu stemmen. Das Gymnasium in Gemünden wird gerade grundlegend saniert und erweitert und in Marktheidenfeld suchen wir noch nach der besten Lösung für die Modernisierung von Realschule und Gymnasium. Fertiggestellt wurde das Schülerwohnheim der Berufsschule in Karlstadt, das im Januar eröffnet wurde und sehr gut angenommen wird.

    Eine logistische Herausforderung war die Umstellung in der Abfallwirtschaft auf landkreiseigene Müllgefäße. Mehr als 80 000 Bio- und Restmülltonnen mussten ausgetauscht werden. Die neuen Tonnen sind jetzt mit einem Datenchip ausgestattet. Damit sind wir wiedereinen Schritt weiter auf dem Weg zu einer zukunftsfähigen Abfallwirtschaft.

    Landkreisverwaltung will Lebens- und Wirtschaftsraum weiter stärken

    Liebe Bürgerinnen und Bürger, Sie können sich sicher sein: Unsere Landkreisverwaltung mit ihren Gremien wird weiter daranarbeiten, Main-Spessart als Lebens- und Wirtschaftsraum zu stärken. Natürlich können seitens des Landkreises nur die Rahmenbedingungen dafür geschaffen werden. Jeder Einzelne ist gefordert, das Beste daraus zu machen – für sich, aber auch für das Gemeinwohl. Nur miteinander lässt sich eine lebendige Gesellschaft verwirklichen. Nur gemeinsam können wir ein lebenswertes Umfeld gestalten – eine Region, in der man gerne zu Hause ist. Deshalb danke ich allen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern für ihr Engagement sich einzubringen. Ganz gleich, wo sie das tun: Sie werden überall gebraucht!

    Der gelebte Gemeinsinn in unserem Landkreis und das gezeigte Verantwortungsbewusstsein lässt mich optimistisch nach vorne blicken, und so wünsche ich Ihnen und Ihren Familien ein schönes Weihnachtsfest und ein gesundes und glückliches, neues Jahr.

    Bearbeitet von Martin Hogger

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