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    Lohr

    Wem gehören die vielen Bilder unserer Welt?

    Das Stattkino Lohr zeigt den Essayfilm "Der illegale Film" am Mittwoch, 4. September, um 18 und 20.15 Uhr in Anwesenheit des Regisseurs Martin Baer. Foto: Filmwelt Verleih

    Das Stattkino Lohr zeigt den Essayfilm "Der illegale Film" am Mittwoch, 4. September, um 18 und 20.15 Uhr in Anwesenheit des Regisseurs Martin Baer.

    Martin Baer war neben Hussen Ibrahim, der eine Woche später in den Keller kommt, einer der wenigen, die für das geplante Filmwochenende zugesagt hatten. Statt ihnen abzusagen, hat das Stattkino-Team beschlossen, sie trotzdem nach Lohr einzuladen und an einem Mittwoch ihre Filme vorzustellen.

    Das Stattkino Lohr zeigt den Essayfilm "Der illegale Film" am Mittwoch, 4. September, um 18 und 20.15 Uhr in Anwesenheit des Regisseurs Martin Baer. Foto: Filmwelt Verleih

    Martins "Der illegale Film" hatte letztes Jahr in Hof eine gefeierte Premiere und er hat daraufhin mit "Filmwelt" einen der ältesten deutschen Arthouse Verleiher als Vertriebspartner gewonnen. Die Stattkino-Macher haben ihn kurz nach dem Kino-Start bei der Vorstellung seines Films im Berliner Acud Kino getroffen. Sie waren laut ihrer Pressemitteilung beeindruckt vom Film und von Martin und es gab eine spannende und intensive Diskussion nach der Vorstellung. Diese erhoffen die Veranstalter natürlich auch im Keller, denn das Thema "Bilderflut" und "Wem gehören die Bilder ?" ist aktueller denn je.

    Die Menschheit filmt und fotografiert so viel wie nie zuvor. Zwei Milliarden Bilder werden Tag für Tag in die Netzwerke hochgeladen – und diese Zahl wächst weiter. Über 45 Milliarden Kameras werden uns und die Welt im Jahr 2020 voraussichtlich filmen und fotografieren. Wem gehören all diese Bilder? Wenn wir verwenden, was wir überall um uns herum sehen, dann ist das eigentlich illegal. Denn jedes einzelne Bild gehört schon jemandem. So viele Bilder. Und so viele Bilderverbote.

    Der wahre Wert der Bilder liegt natürlich in der Vielzahl der Bilder von uns allen. Wenn wirklich alles zu einem Produkt wird – Kunst, Ideen, Farben, die Bilder unserer Umgebung und sogar unsere „Selfies“ –, wem gehören dann die Bilder, die wir von uns machen – und von unserer Welt?

    Martin Baer hat dieses sperrige Thema jahrelang recherchiert und daraus zusammen mit Co-Regisseur Claus Wischmann einen spannenden philosophisch-essayistischen Exkurs über Entwicklung und Bedeutung von Bildern von der Frühgeschichte bis heute geschaffen. „Ihre Reflexionen über die Kollision zwischen Copyright und Kreativität, Datenschutz und technischer Machbarkeit kommen zur richtigen Zeit“, hat Manfred Riepe in epd Film bemerkt und Dokumentarfilm Kollege und Journalist Thomas Giefer hat es so auf den Punkt gebracht: "Kein programmatischer Film, kein Agitationsstück für die 'richtige' Lösung des Problems. Stattdessen ein fast philosophischer Diskurs voller Überraschungen und Entdeckungen.“

    Bearbeitet von Andreas Köster

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