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    LOHR

    Wenn sich kleine Zecken mit schlauen Füchsen duellieren

    Die knapp 200 Kinder aus Lohrer Grundschulen hatten sichtlich Spaß an den Wettkämpfen beim Waldschultag der Forstschule Foto: Frank Zagel

    Knapp 200 Schüler aus neun Klassen aller Grundschulen in Lohr trugen am Mittwoch im Garten der Forstschule beim Waldschultag ihre Wettkämpfe mit Naturmaterialien gegeneinander aus.

    Bereits seit über zehn Jahren findet das Turnier alle zwei Jahre statt. Ausgetragen wird es traditionell von den Forsttechnikschülern, die gerade ihre Ausbildung an der Forstschule beendet hatten. Nicht nur den voll motivierten Kindern der dritten und vierten Klassen war der Spaß anzumerken, auch die frisch gebackenen Forsttechniker, die als Wettkampfleiter und Klassenpaten fungierten, hatten sichtlich ihren Spaß an dieser für sie außergewöhnlichen Aufgabe.

    „Da merkt man schon, dass die Kinder den Wettbewerb total ernst nehmen“ schilderte Forstschüler Daniel Rauch aus Stuttgart das Treiben auf den Rasenflächen um die Forstschule herum. Schwitzende Kinder mit roten Köpfen balancierten über wackelnde Baumstämme, maßen sich im Holzscheit-Präzisionswurf oder mussten gemeinsam eine große Holzscheibe durch ihre Reihen bugsieren. Gefragt war bei den insgesamt sechs Wettkämpfen vor allem der Teamgeist. Nur gemeinsam in Staffeln oder in Gruppen konnten die kniffligen Aufgaben gelöst werden.

    Auch die Inhalte des schulischen Heimat- und Sachunterrichtes wurden getestet. Es galt, einen ausgestopften Waschbär von einem Dachs zu unterscheiden oder beispielsweise einen Waldkauz von einem Eisvogel. Auch Blätter mussten ihren Baumarten zugeordnet werden.

    Arne Bartsch, der als Referendar seine dritte Klasse aus Wombach begleitete, zeigte sich von der Idee des Turniers begeistert. „Wir wussten nicht, was da alles auf uns zu kommt“ sagte der 26-jährige angehende Lehrer, der als einer der ganz wenigen männlichen Klassenleiter sein Team zur Höchstleistung anfeuerte.

    „Das Thema Umwelt und Holz soll von den Kindern verinnerlicht werden“ erklärte Robin Ihle, der Klassensprecher der Forsttechniker. „Gerade im Spessart sollten wir einen Bezug zu diesem Naturstoff vermitteln.“

    Für den neunjährigen Noah Sinner aus Wombach war der Tag „eine super Abwechslung zur Schule.“ An „spaßigen Wettbewerben, die wir draußen machen“ erfreute sich die Drittklässlerin Malen Karl von der Lohrer Grundschule. „Die Quizfragen über Tiere und Bäume habe ich gewusst“, berichtete die Schülerin Ida Hauptmann. Meisterlich absolvierten die Gruppen mit Namen wie „kleine Zecken“, „freche Wiesel“ und die „schlauen Füchse“ ihre Aufgaben.

    Lohrs stellvertretende Bürger meisterin Ruth Steger bedankte sich in ihrer kindgerechten, kurzen Ansprache bei allen Beteiligten und verlieh die Preise in Form von riesigen geschnitzten Pilzen an die glücklichen Siegerklassen.

    Die lauthalsen Anfeuerungsrufe von Lehrer Arne Bartsch führten letzten Endes zum verdienten Erfolg. „Die schlauen Füchse“ seiner dritten Klasse aus Wombach erreichten den ersten Platz. Platz zwei erkämpften sich die „Sackenbacher Holzmacher“, knapp vor den „frechen Wieseln“ der Lohrer Grundschule.

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