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    Karlstadt

    Wie man mit Hoch- und Tischbeeten garteln kann

    Hochbeete eignen sich auch bei wenig Platz, um eigene Lebensmittel anzubauen.
    Hochbeete eignen sich auch bei wenig Platz, um eigene Lebensmittel anzubauen. Foto: Wolfgang Dehm

    Sie haben keinen Garten, aber einen Balkon oder Terrasse oder Sie möchten erst einmal die ersten "Gehversuche" mit einzelnen Gemüsearten in Ihrem Garten starten und noch nicht gleich eine größere Fläche dafür bereitstellen? Kein Problem, schreibt das Landratsamt in einer Pressemitteilung.

    Hoch- oder Tischbeete oder größere Kisten eignen sich hervorragend für die Pflanzung von frischen Salaten, Radieschen, Kräutern, Tomaten oder Gurken. Hochbeete gibt es inzwischen aus verschiedensten Materialien als fertige Bausätze in vielen Gartenmärkten oder im Internet. Für Selbstbauer bietet sich Holz als Baumaterial an. Die Auswahl der Holzart bestimmt auch die Langlebigkeit des Hochbeetes. So ist zum Beispiel Fichte kurzlebiger als Lärche. Grundsätzlich sollte man auf eine Behandlung des Holzes verzichten. Die Hochbeete kann man ohne großes Schreinerwissen selbst herstellen.

    Die Beetbreite sollte 1,20 Meter nicht überschreiten, so ist eine Bearbeitung von beiden Seite sehr gut möglich. Bei der Länge ist man flexibel. Für die ersten Anbauversuche reicht eine Beetgröße von 1,20 mal zwei Meter aus. Laut Mitteilung hat sich eine Höhe von 90 Zentimetern bewährt. Neben den vier Eckpfosten sollte auf den Längsseiten noch einmal ein zusätzlicher Pfosten eingebracht werden, damit sich die Bretter durch den Druck der Erde nicht durchbiegen. Die Kant- oder Rundhölzer werden zu einem Drittel im Boden versenkt.

    Als Nagetierschutz wird ein Hasendraht am Hochbeetboden ausgelegt und die Seitenwände des Hochbeetes zum Schutz vor Nässe mit einer Noppenfolie verkleidet. Danach ist das Füllen des Hochbeetes an der Reihe. Zuerst beginnt man am Boden mit Gehölzschnitt, danach kommen Laub, Stroh, eventuell vorhandene Rasensoden (mit den Wurzeln nach oben in das Hochbeet einlegen) in den Hochbeetkasten. Das eingefüllte Material sollte nach oben hin immer feiner werden.

    Hochbeet braucht jedes Jahr frische Erde

    Zum Schluss wird eine rund 20 Zentimeter dicke Schicht aus Mutterboden, der mit Kompost verbessert wird, eingefüllt. Der Nachteil des Hochbeetes besteht darin, dass durch die einsetzende Verrottung der in unteren Bereich eingefüllten Materialien die Sackung des Beetes sehr stark ist und man jedes Jahr frische Erde zur Auffüllung einbringen muss.

    Bei einem Tischbeet umgeht man diese Problematik. Für die meisten Gemüse- und Kräuterkulturen reicht eine Substratdicke von 20 Zentimter aus. Nur Gurken und Tomaten als Starkzehrer brauchen mehr Substratvolumen (rund 15 bis 20 Liter). Bei Tischbeeten ist das Substrat von wesentlicher Bedeutung. Es muss strukturstabil sein und sollte eine gewisse Wasserspeicherkapazität haben. Dachgartensubstrate haben sich hierzu bewährt.

    Außerdem haben Tischbeete den Vorteil, dass man unter den Pflanzflächen noch einen Stauraum für Gartengeräte oder Gießkannen hat. Bei Tischbeeten muss man wegen der geringen Aufbauhöhe ein besonderes Augenmerk auf das Wässern und Düngen der angebauten Pflanzenkulturen richten. Während mediterrane Kräuter mit wenig Düngung und Wasser auskommen, benötigen zum Beispiel Salate eine größere Aufmerksamkeit vom Gärtner.

    Bäckerkisten aus dem Baumarkt

    Eine weitere günstige und schnelle Alternative für Balkon oder Terrasse sind Bäckerkisten und Mörtelkübel aus dem Baumarkt. Bei den Mörtelkübeln müssen Wasserabzugslöcher in den Boden gebohrt werden, die Bäckerkisten sind durch ihre Gitterstruktur schon genügend wasserdurchlässig. Hier verhindert eine Lage Pappe am Boden das Durchrieseln des Substrates. Die Seitenwände der Bäckerkisten werden mit einer Lage Plastikfolie abgedichtet.

    Wer es natürlicher haben will, verwendet Weinkisten aus Holz. Die Kisten kann man gut übereinander stapeln. So schafft man ganz individuelle Arbeitshöhen. Der Boden der Kisten wird mit einer rund zehn Zentimeter dicken Drainageschicht aus Kies abgedeckt, darüber kommt ein Vlies, den Rest des Gefäßes füllt man mit Kompost vermischter Erde auf. Die Kisten eignen sich auf Grund einer höheren Aufbauhöhe als die Tischbeete auch gut für den Anbau von Tomaten und Gurken. Mit den diesen Möglichkeiten kann man auch auf kleinstem Raum seine eigenen Kräuter oder sein eigenes Gemüse anbauen und damit den Speiseplan bereichern, schreibt das Landratsamt abschließend in der Pressemitteilung.

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    Bearbeitet von Katrin Amling

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