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    Gambach

    Wildunfall mit kuriosem Ende: Polizei findet Marihuana im Blumentopf

    Symbolbild Wildunfall. Foto: Dieter Radziej

    Diese Folgen hatte der Unfallverursacher wohl nicht auf dem Schirm: Jetzt muss er sich wohl auf eine ganze Reihe von Anzeigen einstellen.

    Kurz vor Mitternacht teilte am Mittwoch ein Verkehrsteilnehmer bei der Polizei in Karlstadt mit, dass auf dem Verbindungsweg zwischen Eußenheim und Gambach, kurz vor Gambach, ein totes Reh liegen würde. Dort seien auch Betriebsstoffe eines Fahrzeuges auf der Fahrbahn. Bei der Nachschau durch die Beamten bestätigte sich die Meldung. Bei den Betriebsstoffen handelte es sich um Kühlerflüssigkeit. Der verunfallte Wagen hatte beim Weiterfahren nach dem Unfall mit der auslaufenden Flüssigkeit auch eine Spur gezogen, welche die Beamten zu einem in Gambach vor einem Haus stehenden, offensichtlich durch einen Wildunfall beschädigten Pkw führten.

    In dem Haus konnte ein 30-jähriger Mann angetroffen werden, welcher die Unfallbeteiligung auch einräumte. Da den Beamten aus der geöffneten Wohnungstür ein deutlicher Marihuana-Geruch entgegenwehte, wurde eine Wohnungsnachschau durchgeführt, welche zum Auffinden mehrerer dort in Blumentöpfen wachsender Marihuanapflanzen führte. Die Pflanzen mit einer Größe von etwa 30 bis 105 Zentimeter wurden sichergestellt. Ein Drogenvortest bei dem Mann verlief positiv, dieser räumte dann auch ein, Drogen konsumiert zu haben. Er musste die Beamten zur Blutentnahme begleiten.

    Im Nachgang teilte der von den Beamten verständigte Jagdpächter dann noch mit, dass es sich bei dem verunfallten Reh um eine Geiß handle, welche wohl erst frisch geworfen habe. Die Suche nach den verwaisten Rehkitzen sei bislang noch nicht erfolgreich gewesen und dauere noch an.

    Bearbeitet von Joachim Spies

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