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    Homburg

    Winzer lässt modernen Weinkeller bauen

    Mit dem ersten Spatenstich in der Maintalstraße für einen modernen Weinkeller unternahm das Homburger Weingut Huller einen weiteren Schritt für den Betriebsausbau. Foto: Günter Reinwarth

    Er betreibt Weinbau in der dritten Generation: Nach Großvater Andreas und Vater Lothar hatte sich Michael Huller vor Jahren in der Maintalstraße mit dem Kauf des Fey-Hofes zum Aufbau eines eigenen Betriebes entschlossen und sich an der Veitshöchheimer Landesanstalt zum Weinbautechniker ausbilden lassen und Auslands-Praktiken in Italien und Kalifornien absolviert.

    Seit dem ersten Schritt in die Selbständigkeit ist der junge Betrieb Jahr für Jahr weiter gewachsen. Mittlerweile kann Huller von der Lese bis zur Flaschenfüllung alle Arbeitsschritte in eigener Regie bewerkstelligen. Der Kauf eines Scheunengebäudes gegenüber seines Fey-Hofes war ein weiterer Schritt auf dem Weg in eine berufliche Zukunft auf eigenen Füßen. Anstelle der teilweise abgerissenen Scheune soll nun ein modernes Kellergebäude entstehen, in dem Michael Huller, der dem örtlichen Weinbauverein vorsteht, später auch mit seiner Familie einziehen wird.

    Der Ausbau des Weingutes Huller ging im vergangenen Jahr mit einer weiteren zwei Hektar großen Rebfläche einher. Schließlich konnte sich der Winzer mit einem 1,2 Hektar großen denkmalgeschützten Terrassenweinberg bei Collenberg im Landkreis Miltenberg einen "langjährigen Traum" erfüllen. Mit seinem beruflichen Ausflug an den Untermain möchte er nach 100 Jahren wieder einen aus historischen fränkischen klassischen Rebsorten bestehenden "Alten Satz" pflanzen und sich eine eigene Betriebsphilosophie auf die Fahnen schreiben.

    Danke sagte Huller am Mittwochnachmittag beim Spatenstich dem Triefensteiner Bürgermeister Norbert Endres für die rasche Bearbeitung des Bauantrags nach den Plänen von Architekt Johannes Hettiger. Endres gratulierte Michael Huller zu seinem neuen Projekt und äußerte die Hoffnung für eine zeitnahe Realisierung der Baumaßnahme. Das Weingut Huller möchte ein "handwerklicher Betrieb bleiben", sagte der Winzer vor geladenen Gästen. Sein Entschluss, einen modernen Weinkeller zu errichten, sei stets auch von seiner Frau Isabella mit besonderen planerischen Ideen begleitet worden.

    Das das jetzt auch von der Europäischen Union geförderte Projekt nicht die letzte Maßnahme des Homburger Winzers ist, verriet er seinen Gästen des Spatenstichs, als er die Zukunft seines Fey-Hofes in der Maintalstraße andeutete. In diesem Gebäude sollen nämlich einmal zehn Ferienzimmer entstehen - eine Maßnahme, die Huller auch mit weiteren Tourismus-Aktivitäten verbinden will.

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