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    Rieneck

    Wo soll dieGedenktafel hin?

    Auch die Stadt beteiligt sich am Projekt DenkOrt Aumühle mit einer Erinnerungstafel und zwei Erinnerungsstücken, die an einem zentralen Ort in Rieneck zum Gedenken an die während der Shoah ermorderten Juden aufgestellt werden sollen. Als Vertreter des örtlichen Geschichtskreises erläuterte  Hans-Joachim Wirth dem Stadtrat einige Vorschläge für die Infotafel.

    "Viele der 1933 in unterfränkischen Städten und Gemeinden lebenden deutschen Bürger mit jüdischem Religionsbekanntniss mussten vom Güterbahnhof Würzburg-Aumühle die Reise in den Tod antreten", erinnerte er an die Vergangenheit. Auch die jüdischen Mitbürger der Stadt Rieneck wurden im Frühjahr 1939 enteignet und mussten in ein jüdisches Wohnviertel nach Frankfurt umziehen, erläuterte er.

    An Hand von zwei Schicksalen Rienecker Bürger aus der Schulklasse des Jahrgangs 1927 zeigte er, wie diese von Frankfurt aus ab Oktober 1941 mit der gesamten Familie zum einen in das Ghetto Lodz und zum anderen nach Kaunas (Litauen) "umgesiedelt" wurden. Die sei eine  weitere Information, die zur Erinnerung auf der Gedenktafel Platz finden könnte.

    Zum Ort und Termin, an dem die noch zu erstellende Gedenktafel und die vorhandenen "Gepäckstücke" aufgestellt werden, wollte sich das Gremium noch nicht festlegen. Zielstandort sollte der später umgestaltete Parkplatz in der Ortsmitte werden. Bis dahin sind mehrere vorübergehende Standorte im Gespräch. Da wäre zum einen der vordere Teil im Heimatmuseum, zum anderen das Foyer im Bürgerzentrum. Andere Räte sprachen sich für einen Standort am Parkplatz aus.

    Bearbeitet von Helmut Hussong

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