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    Burgsinn

    Wochenmarkt Sinngrund kann im April starten

    Die Lenkungsgruppe der Sinngrundallianz unter der Regie von Manager Lukas Weis (vorne links) bringt das Projekt "Wochenmarkt Sinngrund" auf den Weg. Foto: Jürgen Gabel

    Das von der Lenkungsgruppe der Sinngrundallianz initiierte zarte Pflänzchen "Projekt Wochenmarkt Sinngrund" mit regionalen Anbietern könnte ab April 2020 starten. Die seit dem ersten Treffen im Juli 2019 im gesamten Allianzgebiet gestartete Umfrage lieferte wichtige Ergebnisse über die Zahl potentieller Verkäufer, Produktwünsche, Markrhythmus, Markttag oder beliebtester Ort, berichtete Allianzmanager Lukas Weis beim jüngsten Treffen der Lenkungsgruppe in der Bäckerei Kleespies.

    Das Versprechen, die Bürger mit ins Boot zu nehmen, habe man mit der Umfrageaktion ernst genommen, sagte Weis. Insgesamt haben sich 153 Bürger beteiligt, die sich für einen festen Standort ausgesprochen haben. Es soll ein Bauernmarkt sein, auf dem nur zertifizierte Händler verkaufen dürfen. Dies begründet sich mit den relativ hohen Auflagen, besonders bei Lebensmitteln.

    Der beliebteste Ort für Käufer ist Burgsinn, während die Verkäufer Burgsinn und Hohenroth favorisieren, machte die Umfrage deutlich. Von den 20 möglichen Verkäufern kommen allein zwölf Stände aus der Dorfgemeinschaft Hohenroth.

    Freitag favorisiert

    Als möglicher Markttag kristallisierte sich der Freitag heraus und das Angebot sollte Obst, Gemüse, Fleisch, Fisch, Käse, Handwerksprodukte und Backwaren umfassen. In Burgsinn haben sich in der nicht verpflichtenden Umfrage allein 60 Personen die Mithilfe bei einem Bauernmarkt vorstellen könnten.

    Der Bereichsleiter Arbeit von der Dorfgemeinschaft Hohenroth, Alexander Seith, stellte die Variante des Marktes in seinem Dorf vor. So würde der Platz vor dem Café Platz für die neun eigenen Verkaufshütten bieten, sämtliche Infrastruktur für einen Markt ist vorhanden, es gibt Parkplätze, es könnte auch ein Verkauf in Werkstätten erfolgen und man liege im Einzugsbereich von Gemünden.

    Burgsinns Bürgermeister Robert Herold bezeichnete den Parkplatz vor dem VG-Gebäude als idealer Platz für den Markt. Ein weit gefächertes Angebot fände auch im anschließenden Jahnweg Platz oder man könnte ganz auf den Schulhof ausweichen.

    Allianzvorsitzende Zita Baur könnte sich monatlich zwei Markttage vorstellen: Am Monatsanfang in Burgsinn und Monatsmitte in Hohenroth. Dies könnte Synergieeffekte für beide Tage liefern.

    Deutlich sprach sich Alexandra Kreuzer-Hofmann für das attraktivere Burgsinn aus, die Blumen anbieten möchte. Auch Metzger Christoph Schreiber machte in Burgsinn einen größeren Publikumsverkehr aus. Renate Küber berichtete von einem Besuch des Gemündener Wochenmarktes, zu dem laut Händlern rund 80 Besucher kommen. "Hohenroths Nachteil ist die fehlende Laufkundschaft", merkte Bürgermeister Wolfgang Blum an. In Hohenroth sei aber die Zahl von 160 Bewohnern sowie den Mitarbeitern ein nicht zu unterschätzendes Kundenpotential.

    Zehn Stände je Ort hielt Lukas Weis für realistisch. Damit wäre alles abgedeckt, was sich Besucher wünschen. Als sich Burgsinn als möglicher Marktort immer stärker herauskrsitallisierte, relativierte Seitz seine Zusage für eine dortige Teilnahme. Er machte jedoch deutlich, dass jederzeit ein Verkauf von Hohenrother Produkten in Kommission in Burgsinn möglich wäre. Zur Frage, ob der Markt als Konkurrenz für die Burgsinner Geschäftswelt wahrgenommen werden könnte, sagte Robert Herold: "Die Bürger rufen immer nach einer fußläufig erreichbaren Innerortsversorgung".

    Ein einziger Markttag pro Monat sollte am Anfang genügen, stellte Renate Küber fest. Mit der Feststellung Seiths, mit einem Standort Kontinuität zu garantieren und sich auf Burgsinn festzulegen, war das Eis gebrochen. Ebenso war man sich mit dem Verkaufstag Freitagvormittag schnell einig. Ein Fisch- und ein Käsehändler sollten noch zur Angebotsabrundung akquiriert werden.

    Veranstalter des Bauernmarktes wird die Sinngrund-Allianz sein. Als Start legten die 16 Teilnehmer den April 2020 fest. Im Januar treffen sich nochmals die potentiellen Verkäufer, um die genauen Öffnungszeiten festzulegen. Als Zeitfenster wurde 10 bis 16 Uhr favorisiert.

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