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    Lohr

    Woehrnitz-Stiftung verteilt 20 000 Euro

    Die drei Vorstände der Woehrnitz-Stiftung (von rechts) Joachim Herrmann, Josef Herr und Wolfgang Schmitt übergaben am Donnerstag jeweils 5000 Euro an die Lohrer Tafel, die Lebenshilfe Main-Spessart, die Sozialstation St. Rochus und das Goldene Herz, vertreten durch (von links) Hubert Beck und Michael Donath (beide Tafel), Herbert Schuhmann (Lebenshilfe), Joachim Salzmann und Heike Wenisch (hinten, beide Sozialstation) sowie Ulla Menzel (vorne, Goldenes Herz). Foto: Wolfgang Dehm

    Insgesamt 20 000 Euro verteilte die Lohrer Gustav-Woehrnitz-Stiftung am Donnerstag in den Räumen der Lohrer Tafel an vier Einrichtungen. Über jeweils 5000 Euro freuten sich die Lohrer Tafel, die Caritas-Sozialstation St. Rochus, die Lebenshilfe Main-Spessart und das Goldene Herz.

    Wolfgang Schmitt, der zusammen mit Josef Herr und Joachim Herrmann den Stiftungsvorstand bildet, betonte, dass alle vier Einrichtungen "einen unschätzbaren Beitrag" für Menschen in Lohr und Umgebung leisteten; sie engagierten sich für Menschen, die nicht auf der Sonnenseite des Lebens stünden. Das sei ganz im Sinne des Stiftungsgründers Gustav Woehrnitz.

    Da die Stiftungserträge in Zeiten von Niedrig- und Negativzinsen nicht mehr so üppig seien wie früher, habe man in diesem Jahr einige durchaus unterstützenswerte Projekte negativ bescheiden müssen, sagte Schmitt. Betroffen war seinen Worten nach in erster Linie der kulturelle Bereich.

    Lohrer Tafel: Laut Projektleiter Michael Donath versorgt die Lohrer Tafel mit aktuell 120 bis 130 ehrenamtlichen Mitarbeitern derzeit 757 Personen mit Lebensmitteln, darunter 321 Kinder und Jugendliche. Man sei auf Spenden, insbesondere auch auf regelmäßige Großspenden wie die von der Woehrnitz-Stiftung angewiesen. Ein dickes Lob sprach der stellvertretende (ehrenamtliche) Projektleiter Hubert Beck den Lohrer Geschäften aus, die viel Ware abgäben. "Wir sind in der Beziehung sehr zufrieden."

    Sozialstation St. Rochus: Zwar zahlten die Sozialversicherungsträger die Leistungen an Patienten, sagte stellvertretender Vorsitzender Joachim Salzmann. Wenn eine Schwester sich aber mal fünf Minuten Zeit für ein Gespräch nehme, befinde man sich schon in einer Grauzone. Aber auch vor dem Hintergrund anstehender Investitionen im EDV-Bereich, die zur Bewältigung des "extremen Dokumentationszwanges" notwendig seien, tue die Spende gut. Die Sozialstation versorgt aktuell rund 750 Menschen und macht im Jahr etwa 80 000 Hausbesuche.

    Lebenshilfe Main-Spessart: Laut Schatzmeister Herbert Schuhmann stand die Lebenshilfe in den letzten beiden Jahren kurz vor dem Untergang, weil nach der Schließung der Nikolausschule in Wombach Fördergelder im siebenstelligen Bereich an die Regierung von Unterfranken zurückgezahlt werden sollten. "Das haben wir so hingekriegt, dass es für uns ein erträgliches Maß ist", beschrieb er die aktuelle Situation. Auch mit der Einquartierung der offenen Hilfen und der Ferienbetreuung der Firma Rexroth in das ehemalige Schulhaus sehe man "wieder Licht am Ende des Tunnels". Allerdings hätten die notwendigen Umbauten einen sechsstelligen Betrag verschlungen, so dass man die 5000-Euro-Spende gut gebrauchen könne.

    Goldenes Herz: Der ausschließlich spendenfinanzierte Verein unterstützt laut seiner zweiten Vorsitzenden Ulla Menzel unschuldig in Not geratene Menschen, die sich in ihrer jeweiligen Lebenssituation nicht aus eigener Kraft helfen können. "Wir unterstützen nicht alles", betonte sie, aber auf keinen Fall sollten Kinder darunter leiden, wenn daheim die Finanzen knapp seien. Es gebe viel Elend auf der ganzen Welt, meinte sie, "aber bei uns ist das soziale Netz auch nicht so geknüpft, dass jeder aufgefangen wird". In solchen Fällen versuche das Goldene Herz zu helfen.

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