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    Marktheidenfeld

    Wolfgang Gmelch: der richtige Mann am richtigen Fleck

    Abschied und Neuanfang bei der Polizeiinspektion in Marktheidenfeld (von links): Bürgermeisterin Helga Schmidt-Neder, Polizeipräsident Gerhard Kallert, Erster Polizeihauptkommissar Wolfgang Gmelch mit Ehefrau Christiane, Polizeioberkommissar Nicolas Rumpel und Landrat Thomas Schiebel. Foto: Joachim Spies

    "War die Berufswahl wohl die richtige?", stellte sich Wolfgang Gmelch am Dienstag im Keller des Franck-Hauses die rhetorische Frage, um sie dann so zu beantworten: "Ich habe nie daran gezweifelt und es bis heute nicht bereut." Der Erste Polizeihauptkommissar hat offenbar alles richtig gemacht, nicht nur 1977 zu Beginn seiner Laufbahn, sondern in den folgenden fast 42 Jahren auch auf seinen weiteren Stationen, die ihn 2009 schließlich als Leiter der Polizeiinspektion nach Marktheidenfeld führten. "Für mich war Polizei nie nur ein Beruf, sondern auch stets Berufung", sagte der 61-Jährige bei der Feierstunde zum Amtswechsel vor den zahlreichen Ehrengästen aus Politik, Kirche, Schulen, Hilfsorganisationen und natürlich von anderen Polizeiinspektionen. 

    Routiniert habe Gmelch das Schiff der PI Marktheidenfeld geführt, bilanzierte Polizeipräsident Gerhard Kallert in seiner Festansprache, in der er besonders drei Eigenschaften des scheidenden Chefs hervorhob: "Verlässlichkeit, Menschlichkeit und Offenheit".  Stets habe Gmelch seine 30 Köpfe zählende Mannschaft mitgenommen. Kallert: "Hier ziehen alle an einem Strang." Die Marktheidenfelder Truppe glänze durch hohe Eigeninitiative und Arbeitsbereitschaft, lobte der Polizeipräsident. In Sachen Prävention sei man hier "auf der Höhe der Zeit", was unter anderem die 127 Drogenaufgriffe 2018 zeigten, aber auch die Arbeit in den Schulen und mit den Kindergärten oder das Projekt "Fairplay – fit ohne Drogen". 

    Gutes Sicherheitsnetz geknüpft

    Polizeipräsident Gerhard Kallert überreicht Wolfgang Gmelch die Urkunde der Entlassung in den Ruhestand. Foto: Joachim Spies

    "Hier herrscht Sicherheit und die kommt nicht von Ungefähr", stellte Gerhard Kallert fest. Für PI-Chef Gmelch sei es stets ein Anliegen gewesen, ein Sicherheitsnetz zu knüpfen, alle Einrichtungen, Kommunen und relevanten Stellen mit ins Boot zu holen. 1989 habe Wolfgang Gmelch zu den Gründungsmitgliedern der Arbeitsgemeinschaft Sucht gezählt. Nie habe er den Blick für das Wesentliche verloren, egal mit welchen Aufgaben er betraut gewesen sei.

    Zu den beruflichen Stationen zählten nach dem Eintritt in die Polizei 1977 für jeweils mehrere Jahre unter anderem die Polizeiinspektionen Lohr, Würzburg-Ost und Würzburg-West, das Kommissariat Betrugsdelikte der Kripo Schweinfurt und schließlich Marktheidenfeld. Kallerts besonderer Dank galt Gmelchs Ehefrau Christiane und den Kindern Nathalie und Frederik, der selbst auch im Polizeidienst steht.  

    "Meine Leute haben mir das Leben hier wirklich leicht gemacht."
    Der scheidende PI-Chef Wolfgang Gmelch

    "Meine Leute haben mir das Leben hier wirklich leicht gemacht", stellte Wolfgang Gmelch fest und betonte: "Wir haben in Marktheidenfeld eine außergewöhnlich gute Polizei." Eines seiner größten Anliegen legte er auch seinen Nachfolgern ans Herz: das Unterstützen und Fördern der jungen Kräfte. Neben seiner Ehefrau, ohne die er seine Arbeit nicht so gut hätte machen können, dankte er auch seinem Stellvertreter Michael Kleinfeller und wünschte dem Interimschef Nicolas Rumpel alles Gute. "Mit dieser Dienststelle hast du einen guten Fang gemacht."

    Landrat Thomas Schiebel, von Jugendjahren an mit Gmelch befreundet, bescheinigte ihm einen gelungenen Spagat bei dem, was jede Amtsperson leisten müsse: die gestellten Aufgaben bestens zu erfüllen und zugleich menschlich und authentisch zu bleiben. Für den Ruhestand wünschte er Gesundheit und dass sich die Erwartungen erfüllen mögen . Nachfolger Rumpel bot er die gute Zusammenarbeit des Landratsamtes an, mahnte zugleich aber den Polizeipräsidenten, mit einer längerfristigen Besetzung nicht zu lange zu warten. "Wir brauchen Kontinuität auf diesen Posten." 

    "Im allerbesten Sinn stets Freund und Helfer"

    Bürgermeisterin Helga Schmidt-Neder  dankte für die ausgezeichnete Zusammenarbeit in den vergangenen zehn Jahren, die sich unter anderem bei Großveranstaltungen oder in der Präventionsarbeit bewährt habe. Wolfgang Gmelch sei "im allerbesten Sinn stets Freund und Helfer" gewesen. 

    Der alte und der neue Leiter der PI Marktheidenfeld: Wolfgang Gmelch und Nicolas Rumpel. Foto: Joachim Spies

    Dank im Namen der anderen Polizeiinspektionen sagte der Lohrer Polizeichef Wolfgang Remelka und überreichte Gmelch einen Gutschein für ein Krimi-Dinner. Nicolas Rumpel bot er die Unterstützung der Kollegen an. Dieser dankte in seiner Antrittsrede für das herzliche Willkommen und sagte, dass er seinen Beitrag dazu leisten wolle, dass auch weiterhin gelte: "Marktheidenfeld – da geht's dir gut." Das Grundbedürfnis der Sicherheit sei eine wichtige Voraussetzung für das Wohlbefinden der Menschen; dies wolle die PI Marktheidenfeld gewährleisten. 

    Durch das Programm des Amtswechsels führte souverän der stellvertretende Dienststellenleiter Michael Kleinfeller, der seinem Chef für den neuen Lebensabschnitt alles Gute wünschte und bescheinigte: "Dein Wirken in den zehn Jahren in Marktheidenfeld hat tiefe Spuren hinterlassen." Mit tollem Sound begleitet wurde die Feier vom Schulorchester des Balthasar-Neumann-Gymnasiums Marktheidenfeld unter der Leitung von Verena Hein-Schmitt.

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