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    Thüngen

    Wolfgang Heß (Freie Wähler) will Bürgermeister in Thüngen werden

    Wolfgang Heß will für die Freien Wähler Bürgermeister in Thüngen werden. Foto: Günter Roth

    Die kommenden Bürgermeisterwahlen könnten in der Marktgemeinde Thüngen wieder einmal recht spannend werden. Noch ist zwar der amtierende Bürgermeister Lorenz Strifsky nicht offiziell von seiner Partei nominiert, doch haben sich für die Wahl im März schon zwei weitere Kandidaten in Stellung gebracht. Neben Sebastian Heidenfelder von der CSU hat nun auch Wolfgang Heß seinen Hut in den Ring geworfen. Bei der Aufstellungsversammlung der Freien Wählern wurde er einstimmig als Kandidat nominiert. Außerdem wurde auch die Liste für die Gemeinderatswahl bestimmt.

    "Was können die Thüngener von mir erwarten?" In seiner Vorstellungsrede stellte Heß seine Persönlichkeit, seine Kompetenzen und kommunalpolitischen Erfahrungen in den Mittelpunkt. Vom Typ her sei er keine "Rampensau", also kein Mensch, der im Mittelpunkt stehen müsse, sagte er. Grundsätzlich werde er als Bürgermeister vielmehr auf Präsenz und Kommunikation und strukturierte, konstruktive Führung setzen. Mit ihm werde es keine Schnellschüsse wie die umstrittene "Rote Kreuzung" in der Retzstadter Straße oder die kürzlich abgeholzten Bäume in der Mittelgasse geben.

    Aufgrund seiner beruflichen Erfahrungen als IT-Fachmann werde er verstärkt digitale Medien einsetzen und ausnutzen. Bei der täglichen Arbeit als Bürgermeister will der Kandidat mehr Präsenz zeigen und sich im Vorfeld von Entscheidungen und Gemeinderatssitzungen intensiver vorbereiten. Anstelle von punktuellen Problemlösungen will er ein umfassendes Problemmanagement setzen.

    Für die Marktgemeinde Thüngen bekannte er sich uneingeschränkt für die Sanierung der Grundschule und das Projekt Jugendzentrum, das auf einem guten Weg sei. Der Kindergarten leiste gute Arbeit, doch müsse man wegen der vorhandenen Kapazität vorsichtig sein. Insbesondere sei auf das Neubaugebiet "Am Kies II" zu achten, denn durch starke Zuzüge von auswärtigen Neubürgern, könnte der Kindergarten schnell an seine Grenzen kommen.

    Problemfelder sieht Heß in der Versorgungssituation des Ortes. Im Augenblick gibt es nur noch die Bäckerei in der Neuen Gasse und den Blumenladen in der unteren Hauptstraße. Als neueste Hiobsbotschaft wurde im Dorf bekannt, dass auch der Metzger am Planplatz zum Jahreswechsel seinen Betrieb in Thüngen aufgibt. Fehlanzeige sind ebenso Gaststätten, nachdem auch die Pächter in den Schlossstuben schon vor einiger Zeit aufgegeben haben und die "Sonne" nicht mehr geöffnet hat. Ansonsten gebe es in Thüngen eine Vielzahl von Betrieben, die eine solide Basis für Arbeitsplätze und Steuereinnahmen seien. Schwierig auch der Zuspruch der Märkte an den vier Sonntagen. Diese sollten aber wegen der Vorteile für die dann geöffneten Geschäfte erhalten bleiben.

    Großes Lob hatte der Bürgermeisterkandidat für das ehrenamtliche Engagement der Thüngener. Bei der Feuerwehr, in der Bücherei, beim Backhaus-Team und vor allem in den Abteilungen des Sportvereins hersche reges Leben und sollte weiterhin aktiv unterstützt werden.

    Bei der Aufstellungsversammlung der Freien Wähler für die Gemeinderatswahlen in Thüngen wurden neben dem Bürgermeisterkandidaten Wolfgang Heß auch die Vorschläge für den Gemeinderat bestimmt. Es sind dies Kathrin Schilling, Werner Trabold, Nadja von Thüngen, Christopher Heafey, Dirk STeiger, Michael Hildenbrand, Patrick Druschel und Ralf Reuter.

    Bürgermeisterkandidat Wolfgang Heß
    Wolfgang Heß ist 55 Jahre und verheiratet. Abgesehen dreier beruflicher Jahre in München wohnte er immer in seinem Heimatort. Der Wirtschaftsinformatiker arbeitet in einer Schweinfurter Firma für den Bereich Energie und Digitalisierung. Heß ist seit 1990 freier Mitarbeiter der Mainpost, er konzeptionierte und erstellte 2002 die Homepage der Marktgemeinde und betreut sie seitdem. Im Jahr 2008 wurde er in den Gemeinderat gewählt und ist seit 2014 Zweiter Bürgermeister. Im Falle seiner Wahl will er sich ausschließlich dem Amt widmen. Heß ist Mitglied im FC Thüngen, beim Diakonischen Werk Würzburg, der Eigenheimervereinigung und passives Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr. Seine Hobbys sind neben dem Journalismus das Radfahren, Wergwandern, Fußball, sowie die "Unterwasserwelt" im Urlaub und zuhause Natur und Garten.
    Der Bürgermeisterkandidat Wolfgang Heß (Mitte) und seine Mannschaft treten für die Gemeinderatswahl in Thüngen an. Foto: Günter Roth

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