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    Zellingen

    Zellingen überstützt Wasserwacht in Thüngersheim finanziell

    Einen freiwilligen Zuschuss von 5000 Euro für den Neubau des Wasserwacht-Hauses in Thüngersheim wird der Markt Zellingen in seinem Haushalt 2020 einplanen. Der Gemeinderat entschied sich mit neun zu vier Stimmen für diesen Betrag. Hintergrund der Entscheidung ist auch, dass Zellingen mit dem Ruderclub einen Verein hat der Wassersport auf dem Main betreibt, aber keinen eigene Wasserwacht-Stützpunkt mehr. Von dieser ist nur noch eine Garage am Schwimmbad geblieben, in der einst das Boot untergebracht war.

    Bisher nutzte auch die Wasserwacht in Thüngersheim Garagen in der Nähe des Maines. Doch der Mietvertrag dafür wurde gekündigt. Jetzt baut die Wasserwacht ein eigenes Gebäude. Wie Gemeinderat Matthias Günther zu berichten wusste, laufen die Bauarbeiten oberhalb der Jet-Tankstelle im Gewerbegebiet schon. Das Wasserwacht-Haus wird also relativ weit vom Main entfernt liegen.

    Diskussion um Zuschuss für die Wasserwacht

    Der Antrag des BRK-Kreisverbandes Würzburg, zu dem die Wasserwacht Thüngersheim gehört, für einen Zuschuss stand schon Anfang November auf der Tagesordnung des Zellinger Gemeinderates. Damals baten die Räte um konkrete Unterlagen. Nun lag ihnen eine Power-Point-Präsentation vor, aus der hervorgeht, dass die Baukosten für das Gebäude mit Erd- und Obergeschoss 525 000 brutto betragen. Der Gemeinderat in Thüngersheim bewilligte der Wasserwacht am 14. November einen Zuschuss von 30 000 Euro und zusätzlich ein Darlehen von 200 000 Euro.

    Aufgrund der Entscheidung in Thüngersheim war im Zellinger Rat zunächst von 3000 Euro einmaligen Zuschuss die Rede, weil Jürgen Keller zehn Prozent des dortigen Zuschusses vorgeschlagen hatte. Rudi Röder zeigte sich ob der finanziellen Belastung skeptisch, sprach aber auch von einer symbolischen Beteiligung und sogar von einem Leuchtturmprojekt. Stefan Wohlfart erinnerte daran, dass es durchaus schon eine Zusammenarbeit und einen Nutzen in den letzten Jahren gab, diese wäre ihm bis zu 50 Prozent (also 15 000 Euro) wert gewesen. Schließlich betrage die Entfernung nur drei Kilometer stromaufwärts.

    Abstimmung über Zuschuss fand keine Mehrheit

    Diskutiert wurde auch, ob die Wasserwacht Thüngersheim im Zellinger Freibad mit Aufsichten aushelfen könnte. Das war bislang aber nie nötig, weil Schwimmmeister Jan Deckert immer studentische Aushilfen gewinnen konnte. Der zweite Bürgermeister Werner Küffner erinnerte daran, dass die Thüngersheimer Wasserwacht auch schon in Würzburg im Einsatz war als ein Ruderboot mit einem Frachtschiff kollidiert war.

    Bürgermeister Wieland Gsell bemerkte, vielleicht könne Zellingen ja auch ein Signal für Zell, Margetshöchheim, Erlabrunn, Veitshöchheim und Himmelstadt setzten. Er ließ zuerst über einen Zuschuss von 10 000 Euro abstimmen, nachdem sich 15 000 Euro als chancenlos abgezeichnet hatten, doch auch das fand mit vier zu neun Stimmen keine Mehrheit.

    Zuschüsse für drei Insitutionen

    Auch für drei Institutionen aus dem Markt Zellingen beschloss das Gremium freiwillige Leistungen die in den Haushalt 2020 aufgenommen werden sollen. Auf Antrag des St.-Georgs-Verein aus Zellingen wurde der Zuschuss für Investitionsmaßnahmen aus dem Jahr 2018 in den beiden Kindergärten im Ortsteil Zellingen St. Georg und St. Sebastian von zehn Prozent auf zwei Drittel erhöht. Die zehn Prozent Zuschuss der förderfähigen Gesamtkosten von über 19 800 Euro hatte der Gemeinderat am 8. Oktober 2018 beschlossen, danach aber am 6. November 2018 der Übernahme von zwei Dritteln der Kosten aufgrund eines Feuchteschadens im Kindergarten Duttenbrunn zugestimmt. Mit dem neuen Beschluss steigt der Zuschuss an die Zellinger Kindergärten von knapp 2000 auf 13 215 Euro.

    Für die Sanierung der Einfriedungsmauer der Kirche "St. Margareta" in Duttenbrunn beschloss der Gemeinderat dagegen einen Baukostenzuschuss in Höhe von zehn Prozent der nachgewiesenen Baukosten. Bisher gibt es eine Kostenschätzung von 74 750 Euro und eine von der Diözese versprochene Beteiligung von 10 000 Euro.

    Den Rückschnitt von Hecken an Flurwegen in Richtung Leinach und die Aussiedlerhöfe bezahlt der Markt Zellingen zur Hälfte. Die Jagdgenossenschaft Zellingen gab dafür rund 4000 Euro aus.

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