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    Langenprozelten

    Zu viele Lastwagen und Falschparker in Langenprozelten: Verkehrsüberwachung soll ran

    Hauptsächlich Verkehrsprobleme brachten Langenprozeltener in der Bürgerversammlung vor. Bürgermeister Lippert kann sich rechtliche Anordnungen vorstellen.
    Zu viel Lastwagenverkehr in der Ortsdurchfahrt und im Sandweg sowie Falschparker waren die Hauptkritikpunkte von Langenprozeltenern in ihrer Bürgerversammlung.

    Foto: Helmut Hussong

    Die allgemein nachlassende Verkehrsmoral und die Rücksichtslosigkeit von Fahrern waren die Hauptkritikpunkte in der Bürgerversammlung am Mittwochabend in Langenprozelten. Da die Polizei angeblich nicht oder zu wenig kontrolliert, stellte Bürgermeister Jürgen Lippert in Aussicht, die städtische Verkehrsüberwachung verstärkt in Langenprozelten einzusetzen und notfalls eine Tonnagebeschränkung und ein einseitiges Parkverbot in der Langenprozeltener Straße von der Kirche St. Wendelin bis zum Ortsausgang in Richtung Lohr zu erlassen. "Damit hätte ich kein Problem", sagte der Bürgermeister vor 35 Zuhörern im Pfarrheim.

    Schwerlastverkehr im Sandweg

    Angeschnitten hatte das Thema Heribert Amrhein: Der früher einmal sogar auf sieben Tonnen beschränkte Sandweg werde durch den Container-Verkehr des Depots in der ehemaligen Firma Ruco-Profil über die Maßen beansprucht. Zu beobachten sei, dass Lastwagenfahrer wegen parkender Fahrzeuge auf den Gehsteig ausweichen. Es sei zu befürchten, dass in der Saison Radfahrer gefährdet werden. Viel unternehmen könne die Stadtverwaltung da nicht, meinte Bürgermeister Lippert. Immerhin müssen die Anlieger nach Abschaffung der Straßenausbaubeiträge in Bayern nicht mehr für etwaige Reparaturen aufkommen – auch nicht für Änderungen an der Straßenbeleuchtung, erfuhr Stadtrat Martin Geßner auf Nachfrage.

    Karl Rüb erhielt die Zustimmung einiger Besucher für seine Klage über Lastwagenfahrer, die in Langenprozelten übernachten oder die Märkte am Kreisel beliefern und unnötiger Weise scheppernd durch die gesamte Ortsdurchfahrt in Richtung Lohr fahren – sie könnten rücksichtsvollerweise den Kreisverkehr und die Umgehungsstraße benutzen. Thomas Höfling knüpfte daran an und monierte, dass nachts rund 40 Autos verbotenerweise zur Hälfte auf dem Gehweg in der Ortsdurchfahrt geparkt werden, manche – wie auch jenem Mittwochabend – entgegen der Fahrtrichtung. Jürgen Lippert erwiderte, dass die Stadtverwaltung mit einer Tonnagebeschränkung und einem einseitigen Parkverbot reagieren könne, der Erfolg solcher Maßnahmen jedoch von der Kontrolle abhänge. 

    Kritik an "Rumpelstrecke" Würzburger Straße

    Günther Fischlein bedauerte, dass die vor Kurzem in der Würzburger Straße aufgezogene neue Fahrbahndecke nur ein Teilstück betraf, der Rest der "Rumpelstrecke" sei geblieben. Er schlug zur Befestigung des Seitenstreifens der Jahnstraße zwischen dem Spielplatz und der Turnhalle, die Heribert Amrhein kritisiert hatte, die Verwendung  von Rasengittersteinen anstelle von Splitt vor. Von großen Löchern im Gehweg nahe der Kirche berichtete Anton Schiebel. Des Weiteren schlug er vor, die Einbahnstraße Spitzengarten für Radfahrer entgegen der Fahrtrichtung zu öffnen. Die schlechte Beschilderung des Radwegs bemängelte Günther Fischlein, auswärtige Radler würden sich oft verfahren.

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