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    Gemünden

    Zwei Gründe zur Freude bei Lohr Element: Jubiläum und Neubau

    Grund zur Freude (von links) Bürgermeister Jürgen Lippert und die Geschäftsführer Klaus Roth und Stefanie Träger. Foto: Ferdinand Heilgenthal

    Gleich doppelten Grund zum Feiern hatte die Firma Lohr-Element im Langenprozeltener Gewerbegebiet: Das 25-jährige Betriebsjubiläum und die Fertigstellung des neuen Verwaltungsgebäudes nach zwei Jahren Planungs- und Bauzeit. Die Geschäftsführer Stefanie Träger und Klaus Roth begrüßten neben den Mitarbeitern langjährige Wegbegleiter und Partner aus der regionalen Wirtschaft, treue Kunden und Lieferanten. Bürgermeister Jürgen Lippert, der die Glückwünsche der Stadt Gemünden überbrachte, würdigte die Investitionen der Firma, die Schalungs- und Bodenplattensysteme herstellt: "Hier steckt viel Innovation drin. Das Unternehmen zeigt, dass da etwas vorangeht und der Neubau spiegelt das wider." Die kirchliche Segnung des Gebäudes fand bereits einige Tage vorher statt.

    Stefanie Träger nannte den Gründer des Unternehmens, Harald Hagedorn, einen "Tüftler und Visionär". Er war als Fahrer einer Gerüstbaufirma viel unterwegs und machte sich auf seinen Fahrten zu den Baustellen Gedanken, wie man beim Bauen einiges erleichtern könnte. Eine Deckenrandschalung war das erste Produkt, das 1994 in der Garage einer Spedition in Lohr entstand. Nach dem Anfangserfolg konzipierte der befreundete Wirt einer Lohrer Musikkneipe die erste Fertigungsstraße und nach langem Suchen sei es die Raiffeisenbank gewesen, die einen Kredit von 30 000 D-Mark gab. In Langenprozelten fand das Jungunternehmen ein neues Gelände. Die Firma erlebte auch Rückschläge, die jedoch immer überwunden wurden. Im Jahr 2008 starb Firmengründer Harald Hagedorn, 2015 seine Frau Elfriede. Heute beschäftigt das Unternehmen 65 Mitarbeiter, die 1,2 Millionen laufende Meter Deckenschalung produzieren und 1 300 Standardartikel vermarkten.

    Diese Leistungen würdigte Diplom-Ingenieur (FH) Oliver Freitag, Bereichsleiter Innovation und Umwelt bei der Industrie- und Handelskammer Würzburg-Schweinfurt, mit Dankesworten und einer Urkunde. Architektin Daniela Wagner aus Marktheidenfeld bedankte sich für die "tolle Zusammenarbeit" und spendete Tassen mit der Aufschrift "Ich bin ein Lohr-Element." Weil die mit Klinkerriemchen verkleidete Außenfassade etwas Besonderes ist, hatte die Geschäftsführung in einem Preisausschreiben gefragt, wie viele Teile verbaut wurden. Die genaue Zahl 45 936 wurde durch den anwesenden Notar Klaus Hohmann bestätigt.

    Im Foyer die Wand mit den Portraits der Mitarbeiter Foto: Ferdinand Heilgenthal

    "Wir haben im neuen Verwaltungs- und Schulungsgebäude mit 840 Quadratmetern auf zwei Etagen modernste Heiz-, Kühl- und Elektrotechnik verbaut. Dabei sind 14 Kilometer Kabel verlegt worden; alles wurde durch regionale Handwerker geleistet", erklärte Klaus Roth vor dem Rundgang, der im Foyer begann. Dort blickt der Besucher auf eine Wand aus Holzklötzchen mit den Portraits der Mitarbeiter und der Bezeichnung ihrer Funktion – eine Darstellung ohne hierarchische Ordnung. 

    Nach dem offiziellen Teil feierten Geschäftsleitung, Mitarbeiter und Gäste in der festlich geschmückten Produktionshalle 1, die als solche an diesem Abend nicht zu erkennen war. Für die musikalische Unterhaltung sorgten die drei Musiker von "Troubardix". 

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