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    Karbach

    Achim Müller bleibt Vorsitzender der VG Marktheidenfeld

    Die VG-Vorsitzenden: Bürgermeister Michael Gram (von links) aus Rothenfels wurde zum Zweiten Vorsitzenden gewählt. Achim Müller, der das Amt bereits seit drei Jahren innehat, wurde zum Vorsitzenden wiedergewählt und Urspringens Bürgermeister Volker Hemrich, Dritter Vorsitzender der VG Marktheidenfeld.
    Die VG-Vorsitzenden: Bürgermeister Michael Gram (von links) aus Rothenfels wurde zum Zweiten Vorsitzenden gewählt. Achim Müller, der das Amt bereits seit drei Jahren innehat, wurde zum Vorsitzenden wiedergewählt und Urspringens Bürgermeister Volker Hemrich, Dritter Vorsitzender der VG Marktheidenfeld. Foto: Heidi Vogel

    Achim Müller ist weiterhin Vorsitzender der Verwaltungsgemeinschaft Marktheidenfeld. Der Birkenfelder Bürgermeister setzte sich am Donnerstagabend in geheimer Wahl mit 16 zu zwölf Stimmen gegen seinen Karbacher Bürgermeisterkollegen Bertram Werrlein durch. Zum Ersten Stellvertreter wählte die Gemeinschaftsversammlung in der Karbacher Mehrzweckhalle Michael Gram, das Ortsoberhaupt von Rothenfels, der sich denkbar knapp mit 15 zu 14 Stimmen gegen Urspringens Bürgermeister Volker Hemrich durchsetzte. Hemrich konnte anschließend bei der Wahl zum Zweiten Stellvertreter 26 Stimmen auf sich vereinigen. Sowohl Erlenbachs Bürgermeister Georg Neubauer, wie auch Agnes Engelhardt, Bürgermeisterin von Bischbrunn, die beide als Kandidat für den Zweiten Stellvertreter vorgeschlagen worden waren, stellten sich nicht zur Verfügung.

    Eine kurze Diskussion entwickelte sich unter den 29 stimmberechtigten Mitgliedern bei der Festsetzung der Entschädigung des Gemeinschaftsvorsitzenden. Bislang erhielt der VG-Vorsitzende 1000 Euro zuzüglich einer pauschalen Fahrtkostenentschädigung von 100 Euro pro Monat. Nachdem die VG Marktheidenfeld mit neun Mitgliedsgemeinden und rund 15 000 Einwohnern zu den größten in Bayern zählt und die Entschädigung in den letzten sechs Jahren nicht erhöht wurde, hatten sich die Bürgermeister im Vorfeld der Sitzung auf eine Anhebung auf 1200 Euro plus Dynamisierung ausgesprochen.

    Andreas Wolf aus Urspringen wandte ein, eine Erhöhung um 20 Prozent gerade angesichts der Corona-Krise und der angespannten Finanzlage in den Gemeinden zu überdenken. VG-Geschäftsführer Helmut Fuchs verwies darauf, dass die Erhöhung in etwa der ausgebliebenen Dynamisierung in den letzten sechs Jahren entspreche. Hafenlohrs Bürgermeister Thorsten Schwab begründete die Erhöhung mit dem enormen Zeitaufwand für den VG-Vorsitzenden. Bei zwei Gegenstimmen sprach sich die Versammlung für die Erhöhung auf 1200 Euro aus.

    Lediglich eine Gegenstimme gab es bei der Festsetzung der Entschädigung für die Stellvertreter, wonach Gram 100 Euro und Hemrich 50 Euro erhalten sollen, sowie beim Beschluss zur Satzung über die Entschädigung für ehrenamtliche Tätigkeit in der VG. Hier ist beispielsweise ein Sitzungsgeld in Höhe von 25 Euro festgelegt.

    Einstimmig fiel hingegen der Beschluss über die Geschäftsordnung für die Gemeinschaftsversammlung, bei der lediglich der Paragraf 30 zusätzlich aufgenommen wurde. Dieser stellt klar, dass die Regelungen des Geschäftsganges der Gemeinschaftsversammlung auch für die Ausschüsse anzuwenden sind. Nachdem das Gremium die Bürgermeister, darunter auch Neuling Johannes Albert aus Roden, als Standesbeamte bestellt hatte, beschlossen die Mitglieder, Verwaltungsfachwirtin Yvonne Kaufmann zur Standesbeamtin in der VG zu bestellen. Kaufmann ist seit 1. Mai bei der VG tätig und wird das Aufgabengebiet von Heiko Müller übernehmen, der in die Kämmerei wechselt.

    Geschlossen stimmten die Vertreter für die Änderung der am 11. Dezember 2019 beschlossenen Haushaltssatzung. Damals war eine Verpflichtungsermächtigung in Höhe von drei Millionen Euro für die Sanierung des Verwaltungsgebäudes festgesetzt worden. Dies hatte das Landratsamt nicht genehmigt, da Verpflichtungsermächtigungen erst veranschlagt werden dürfen, wenn Bauunterlagen vorliegen. Da in diesem Jahr mit den Umbaumaßnahmen ohnehin nicht begonnen wird, wurde der Betrag auf null Euro herabgesetzt.

    Ebenfalls einstimmig fiel der Beschluss, einen Antrag auf Gewährung einer Förderung im Rahmen digitales Rathaus zu stellen. Wie Achim Müller bereits eingangs erwähnte, ist die Optimierung der EDV, neben der Ertüchtigung des VG-Gebäudes und der aktuellen Corona-Krise, einer der Schwerpunkte, die es zu stemmen gilt. Das neue Programm zur Erweiterung der Online-Dienste, wie beispielsweise zur Kindergartenanmeldung via Internet, kostet 16 000 Euro, wobei für die VG nach Abzug der Förderung lediglich 1600 Euro verbleiben.

    Bezüglich der Sanierung des VG-Gebäudes erläuterte Stellvertretender Geschäftsführer Florian Hörning, dass es aufgrund des gewählten VGV-Verfahrens eines Gremiums bedürfe, welches die Gespräche für die Vergabe der Planungsleistung und die Auftragserteilung vornehmen müsse. Relativ schnell waren sich die Gemeinschaftsvertreter einig, dass die drei Gemeinschaftsvorsitzenden sowie Agnes Engelhardt, Bertram Werrlein, Thomas Heusslein und die beiden Geschäftsleiter Helmut Fuchs und sein Stellvertreter Florian Hörning dem neu installierten Gremium angehören sollen.

    Dem Rechnungsprüfungsausschuss gehören Oliver Straub, Stefan Schwind, Andreas Wolf, Ralf Freund und Richard Roos, der auch den Vorsitz innehat, an.

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