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    Thüngen

    Auftrag zur Klärschlammräumung vergeben

    Zum Sitzungsbeginn des Marktgemeinderates besichtigten die Ratsmitglieder den gemeindlichen Bauhof. Bürgermeister Lorenz Strifsky (Zweiter von links) die personellen Veränderungen und die Einsatzgebiete der neuen Bauhofmitarbeiter vor. Demnach wird Lars Schmelz (Fünfter von links) ab 1. Oktober die Bauhofleitung übernehmen und Marco Eckert (Zweiter von rechts) wird der neue Klärwärter.
    Zum Sitzungsbeginn des Marktgemeinderates besichtigten die Ratsmitglieder den gemeindlichen Bauhof. Bürgermeister Lorenz Strifsky (Zweiter von links) die personellen Veränderungen und die Einsatzgebiete der neuen Bauhofmitarbeiter vor. Demnach wird Lars Schmelz (Fünfter von links) ab 1. Oktober die Bauhofleitung übernehmen und Marco Eckert (Zweiter von rechts) wird der neue Klärwärter. Foto: Ernst Schneider

    Bei der Besichtigung des Bauhofs stellte Bürgermeister Lorenz Strifsky dem Gemeinderat die personellen Veränderungen und die Einsatzgebiete der neuen Bauhofmitarbeiter vor. Lars Schmelz wird ab 1. Oktober die Bauhofleitung übertragen, und Marco Eckert wird nach entsprechendem Lehrgang neuer Klärwärter.

    Auf Anfrage von Marktgemeinderat Bernd Müller sagte der Bürgermeister, dass die ehemals gebraucht gekaufte Straßenkehrmaschine nicht mehr instandgesetzt werden könne. Es sei ein Rechenexempel, ob man eine Reinigungsfirma mit den Arbeiten beauftrage oder eine Ersatzmaschine anschaffe. Ein Rundgang durch den Bauhof und Besichtigung der Sozialräume mit Toiletten, jeweils mit Umkleide für Damen und Herren sowie einer Behinderten-Toilette, schloss sich an. Strifsky erklärte, dass diese Räumlichkeiten auch bei kleineren Dorffesten zur Verfügung stünden.

    Im Verlauf der Ortseinsicht wurden auch eine Bauvoranfrage zum Umbau mit Aufstockung einer Gerätehalle zu einer Einfamilienwohnung, nähe Augasse, sowie der Bauantrag zum Neubau eines Einfamilienhauses mit Doppelcarport und Lagerraum, ebenfalls Nähe Augasse, erörtert und die Gegebenheiten in Augenschein genommen. In der nachfolgenden Sitzung gab der Marktgemeinderat mehrheitlich sein Einverständnis zum Umbau der Gerätehalle. Allerdings muss noch das Abwasserproblem gelöst werden. Die Genehmigung des Bauantrages zum Neubau des Einfamilienwohnhauses wurde einstimmig zurückgestellt, weil die Erschließung des Grundstückes noch nicht aktuell gesichert ist.

    Der Bauantrag zur Errichtung eines Balkons, Am Kies 1, in Thüngen wurde auf Antrag von Ratsmitglied Bernd Müller wegen mangelnde Informationen mehrheitlich zurückgestellt, der Bauantrag Am Wendelsberg 28, Neubau eines Einfamilienhauses mit Doppelgarage, wurde auf eine der nächsten Sitzungen des Ratsgremiums verschoben.

    Kosten werden aufgeteilt

    Bürgermeister Lorenz Strifsky erläuterte, dass nach der letztmaligen Klärschlammräumung in der gemeindlichen Kläranlage im Jahr 2012 im ersten Klärteich eine erneute Räumung anstehen würde und noch im September erfolgen solle. Im Haushaltsplan seien dafür 50 000 Euro vorgesehen. Die Kosten werden, so wie alle anderen Kosten der Kläranlage, nach den tatsächlichen Jahresschmutzwassermengen zwischen der Stadt Karlstadt und dem Markt Thüngen aufgeteilt. Nach dem derzeitigen Schlüssel sind dies je 50 Prozent.

    Auf Beschlussvorschlag der Verwaltung erteilte der Marktgemeinderat mit einer Gegenstimme der Firma Wedel aus Burgoberbach den Auftrag über die landwirtschaftliche Verwertung des Klärschlammes. Die Auftragssumme wird je nach Trockenhubesstanzgehalt des Klärschlammes zwischen 40 000 und 50 000 Euro liegen. Die Auftragserteilung erfolgt jedoch vorbehaltlich der Zustimmung des Wasserwirtschaftsamtes Aschaffenburg, des Landratsamtes Main-Spessart und der Analyse des Instituts Dr. Nuss, dass die vorgeschriebenen Werte für die Aufbringung des Klärschlammes eingehalten werden. 

    Die Tagesordnungspunkte " Generalsanierung Grundschule Thüngen – Bauteil B, Vergabe Mauerwerksanierungsarbeiten" sowie "Vergabe der Einblasdämmung" wurden bereits in der Sitzung vom 27. Juli behandelt. Allerdings konnten fachspezifische Fragen aus dem Rat bezüglich Dämmwert, Ableiten der Kondensationsfeuchte und dergleichen nicht geklärt werden. Deshalb wurden diese Punkte vertagt.

    Ausschreibung aufgehoben

    Da in der Sitzung im Juli beschlossen wurde, eine Fotovoltaikanlage auf das Dach des Schulgebäudes zu installieren, ist die Dämmung des Mauerwerks nicht mehr nötig. Der Aufwand für die Dämmung würde sich erst in rund 60 Jahren amortisieren, so Bürgermeister Strifsky nach Rückfrage bei einer Fachfirma. Um die staatliche. Förderung zu erhalten, müssen einige energetische Voraussetzungen erfüllt werden. Der Bau der PV-Anlage zählt hier dazu, so dass die Ausgaben von rund 10 000 Euro für die Einblasdämmung eingespart werden können. Somit wird die Ausschreibung aufgehoben.

    Die Ausschreibung für die Sanierung des Mauerwerks wird ebenfalls aufgehoben. Weil die Dämmung nicht ausgeführt wird, sind nur wenige Schäden an den Außenmauern zu sanieren, und es erfolgt eine kleinere Ausschreibung mit der Einholung von drei Angeboten. Beide Entscheidungen ergingen einstimmig.

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