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    Fellen

    Bau eines Nasslagerplatzes für Holz genehmigt

    "Eigentlich sollte der Holzeinschlag ausschließlich im Herbst bis Ende Februar eingeschlagen und aufgearbeitet werden", sagte der Rienecker Forstunternehmer Dr. Georg Sax in der Gemeinderatssitzung. "Die Sägewerke möchten aber das ganze Jahr über mit Rundhölzern beliefert werden." Er legte einen Bauantrag zur Errichtung eines Nasslagerplatzes zur Beregnung von Rundhölzern auf seinen Grundstücken im Rengersbrunner "Haslergrund" vor. Mit dieser Methode können Rundhölzer ohne Wertverlust bis zum endgültigen Verkauf gelagert werden.

    Waldbild wird sich ändern

    Bürgermeisterin Zita Baur erinnerte daran, dass Dr. Sax im "Heegstall" ein Ferienhaus mit angrenzenden Fischteichen erworben hat. Dort soll das Nasslager errichtet werden, welches besonders aufgrund des verstärkt vom Borkenkäfer geschädigten Holzes wertvolle Dienste erweist. "Die dichten Nadelholzkulturen im Sinngrund sind anfällig gegen Waldschädlinge, und das Waldbild wird sich in den kommenden zehn Jahren gewaltig ändern", gab Sax einen trüben Zustandsbericht über den Forst. Wenn jedoch die Holzstämme mit Wasser beregnet werden, gehe der Borkenkäfer kaputt. Wasser ist die einzige Chance, Holz zu konservieren. Beim Nasslager sei ein völliger Verzicht auf Pestizide oder andere Chemikalien möglich, und die Holzqualität bleibe erhalten, warb Sax für sein Vorhaben.

    Erschließungsweg selbst ausbauen

    Das zur Beregnung benötigte Wasser entnimmt der Bauwerber der eigenen Quelle, während die Abwässer, die mit ausgeschwemmten Schwebstoffen durchsetzt sind, erst die drei benachbarten Fischteiche mit Größen von 2500 bis 10 000 Kubikmetern durchlaufen und dann als sauberes Wasser in den Bach "Fella" eingeleitet werden. Sax hofft auf baldige Genehmigung des Wasserwirtschaftsamtes. Er möchte den Erschließungsweg zum Nasslager selbst mit einer starken Beschotterung zur Nutzung von schweren Transportfahrzeugen ausbauen. Täglich werden 40 Lkw-Fuhren Rundhölzer angeliefert und die gleiche Menge wird wieder abgefahren, sagte Sax zum erwarteten Verkehrsaufkommen. Zudem unterhalten die Bayerischen Staatsforste bereits einige solcher Nasslagerplätze in der Region.

    Rund 1000 Kubikmeter Holz

    Insgesamt sollen auf dem Nassplatz rund 1000 Kubikmeter Holz gelagert und bewässert werden. Das Holz stammt aus seinen eigenen Beständen und aufgekauften Hölzern seines Forstunternehmens. Dass auch Holz der örtlichen Forstbetriebsgemeinschaft beregnet werden könnte, schloss Sax aus Kapazitätsgründen aus. Letztlich erteilte das Gremium dem Bauantrag mit einer Gegenstimme das gemeindliche Einvernehmen.

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