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    Helmstadt

    Bedenken wegen der Verkehrsanbindung der Deponie

    Bedenken wegen der Verkehrsanbindung der Deponie

    Auf dem Areal der ehemaligen Ziegelei beabsichtigt die Firma Beuerlein die Errichtung einer Deponie Klasse 1. Zurzeit betreibt die Firma Beuerlein bereits eine genehmigte Tongrube in diesem Bereich, die erweitert und als DK1 Deponie ausgebaut werden soll. Hierüber wurde die Gemeinde Helmstadt schon im Jahr 2019 informiert. Es wurde mittlerweile eine Infoveranstaltung durchgeführt und ein Infostand auf dem Gelände errichtet. Für die Genehmigung ist das Bergamt Nordbayern zuständig. Aktuell läuft das Planfeststellungsverfahren, zu dem die Gemeinde bis zum 30. September ihre gemeindlichen Belange einreichen kann.

    Die Gemeinderäte waren sich in ihrer jüngsten Sitzung einig, dass die Firma Beuerlein sehr offen und ehrlich Einblick in ihre Planungen gibt. Bedenken gibt es in Hinblick auf die Verkehrsanbindung. Die W31 müsste aufgrund des zu erwartenden höheren Lkw-Aufkommens eventuell ausgebaut werden, eine Abbiegespur müsste geschaffen werden und Geschwindigkeitsbegrenzungen sind anzudenken. Des Weiteren wünscht sich der Gemeinderat eine Beschränkung der Öffnungszeiten auf 8 bis 18 Uhr.

    Bestimmte Stoffe ausgeschlossen

    Wichtig ist, dass schriftlich garantiert wird, dass keine Einlagerung der folgenden Stoffe erfolgt: Asbeststoffe, Kunststoffe und andere Gefahrenstoffe, künstliche Mineralfasern, radioaktive Materialien, Schwermetalle, Abfälle aus Kernkraftwerken. Die Einlagerung derartiger Stoffe ist laut der Firma Beuerlein aber nicht beabsichtigt. Wenn die Einlagerung beendet ist soll eine Renaturierung erfolgen.

    Die Räte beschlossen, innerhalb der nächsten zwei Wochen in Zusammenhang mit der Firma Beuerlein nochmals eine Infoveranstaltung für die Bürger durchzuführen. Außerdem wird der Markt Helmstadt eine Fristverlängerung bis zum 20. Oktober für die Abgabe der Stellungnahme beantragen, damit die Wünsche und Einwände der Bürger umfassend eingebracht werden können. Die Gemeinderäte können ihre Stellungnahmen schriftlich bis zu dieser Infoveranstaltung abgeben.

    Wasserentnahmen geplant

    Voraussetzung für die geplante Grundwasserentnahme aus den beiden alten Tiefbrunnen I und II sind der Einbau von Drucksonden sowie  die Abnahme der Anlage durch einen privaten Sachverständigen in der Wasserwirtschaft (PSW). Bis jetzt konnten diese Voraussetzungen noch nicht erfüllt werden. Damit im Falle eines trockenen Septembers die Wasserentnahme für private Nutzer möglich ist, hat der Markt Helmstadt eine vorzeitige Grundwasserentnahme von 1000 Kubikmetern beantragt, die auf den Monat September beschränkt ist. Diese Entnahme hat das Wasserwirtschaftsamt Würzburg genehmigt. Bürgermeister Tobias Klembt wird in der kommenden Woche die neue Wasserentnahmestelle eröffnen.

    Die noch ausstehenden Arbeiten zur Ermöglichung einer dauerhaften Wasserentnahme für die private und landwirtschaftliche Nutzung (Einbau Pumpe, Drucksonden, Behebung elektrischer Probleme, Abnahme durch Sachverständigen und dergleichen) werden im Herbst und Winter erfolgen.

    Pfosten nach Bedarf öffnen

    Von der CSU-Fraktion des Gemeinderats wurde ein Antrag auf Entfernung des Absperrpfostens in der Verbindung der Straßen "Im Kies" und "Am Graben" (Nähe Rathaus) eingereicht. Hintergrund ist, dass Bürger angefragt hatten. Insbesondere bei Veranstaltungen im Rathaus wie Hochzeiten wäre eine Durchfahrt wünschenswert, um unter anderem die Parkplätze besser zu erreichen.

    Die Räte hatten Bedenken wegen des Sicherheitsrisikos für die Kirchenbesucher. Der Pfosten könne bei Bedarf entfernt werden.  Die Straße ist außerdem für den Begegnungsverkehr zu eng. Ziel des Pfostens war ursprünglich eine Verkehrsberuhigung. Der Gemeinderat beschloss, es bei der Schließung der Straße zu lassen und den Pfosten stehen zu lassen, sie aber bei Bedarf großzügig tageweise zu öffnen.

    Die Vereine wünschen sich, die Welsbachhalle in Holzkirchhausen im Winter für sportliche Übungen, Generalsversammlungen und ähnliches unentgeltlich nutzen zu dürfen. Da die Hans-Böhm-Halle und die Schulturnhalle Corona-bedingt schon ziemlich ausgelastet sind, erachtet die Gemeinde die Nutzung als sinnvoll. Die Entscheidungen sollen aktuell aufgrund der sich ständig wechselnden Lage spontan gefällt werden. Eventuell soll zukünftig ein Konzept für die Nutzung erstellt werden.

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    Bearbeitet von Mechtild Buck

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