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    Karlstadt

    Borkenkäfer schwärmen aus

    In den nächsten Tagen mit einem großen Schwärmflug der Borkenkäfer zu rechnen. Das Foto zeigt einen Borkenkäfer Ips typographus, bekannt als Buchdrucker.
    In den nächsten Tagen mit einem großen Schwärmflug der Borkenkäfer zu rechnen. Das Foto zeigt einen Borkenkäfer Ips typographus, bekannt als Buchdrucker. Foto: Rudolf Vornehm

    In den Landkreisen Aschaffenburg, Miltenberg und Main-Spessart ist in den nächsten Tagen mit einem großen Schwärmflug der Borkenkäfer zu rechnen, heißt es in einer Pressemitteilung. Die Förster des Amtes für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) Karlstadt appellieren deshalb an die Waldbesitzer, in den kommenden Wochen gründlich zu kontrollieren, ob ihre Fichtenwälder befallen sind.

    Auch Bruchholz entfernen

    „Befallene Stämme müssen rasch aufgearbeitet und dann entrindet oder mindestens 500 Meter aus dem Wald transportiert werden“, erklärt Dr. Wolfgang Netsch, stellvertretender Leiter des Bereichs Forsten des AELF. Zudem sei es ratsam, die Baumkronen zu häckseln, denn die Käfer nutzen schon Äste ab drei Zentimetern Durchmesser als Brutstätte. Aber auch bisher nicht aufgearbeitetes Bruch- oder Windwurfholz aus vorausgegangenen Stürmen ist für die Käfer ideales Brutmaterial und sollte daher zügig entfernt werden. Diese sogenannte „saubere Waldwirtschaft“ ist laut Netsch die einzig wirksame und bewährte Methode, um eine Massenvermehrung zu verhindern, die auch größere Waldflächen zum Absterben bringen kann. Beratung und Unterstützung bei der Bekämpfung bieten neben den Förstern des AELF auch die forstwirtschaftlichen Zusammenschlüsse.

    Braunes Bohrmehl

    Wie die Symptome eines Borkenkäferbefalls aussehen und was dann zu tun ist, wird erstmals auch in zwei Kurzvideos der Bayerischen Forstverwaltung erklärt. Die typischen Merkmale sind gut erkennbar: Frischer Befall zeigt sich durch braunes Bohrmehl, das aussieht wie Schnupftabak. Es sammelt sich auf Rindenschuppen, am Stammfuß, in Spinnweben oder auf der Bodenvegetation. In der Folge färben sich die Kronen braun und die Rinde blättert ab.

    In solchen Fällen sei es wichtig, auch benachbarte Bäume intensiv zu untersuchen. Heuer sei besonders große Wachsamkeit geboten, um eine starke Vermehrung der Käfer zu verhindern. Denn wegen der idealen Lebensbedingungen im letzten Jahr haben mehr Käfer als sonst im Boden und unter der Rinde befallener Fichten überwintert, heißt es in der Mitteilung weiter.

    Da die Bekämpfung des Borkenkäfers und der Erhalt der Wälder im Interesse der gesamten Gesellschaft liegen, unterstützt die Staatsregierung die Waldbesitzer bei dieser Herausforderung mit  finanziellen Mitteln. „Und darüber hinaus stehen unsere Revierförster jedem bestmöglich mit Rat und Tat zur Seite“, ergänzt Netsch.

    Detailinfos zur Borkenkäferbekämpfung, zu den Fördermöglichkeiten und den Ansprechpartnern gibt es unter www.aelf-ka.bayern.de. Hier finden sich auch die beiden neuen Video-Tutorials.

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    Bearbeitet von Michaela Moldenhauer

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