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    Arnstein

    Die Realschule Arnstein entlässt ihre Zehntklässler

    Die Absolventen der Michael-Ignaz-Schmidt Schule in Arnstein.
    Die Absolventen der Michael-Ignaz-Schmidt Schule in Arnstein. Foto: Peter Sprenger

    Die 66 Schülerinnen und Schüler der drei zehnten Klassen der Michael-Ignaz-Schmidt Schule in Arnstein wurden coronabedingt auf eine etwas andere Art und Weise verabschiedet. Die Entlassfeier mit anschließendem Abschlussball musste ebenso entfallen wie der normalerweise im Vorfeld stattfindende Tanzkurs an der Schule, heißt es in einer Pressemitteilung.

    Mit verschiedenen Maßnahmen wurde sichergestellt, dass die Zeugnisvergabe in einem festlichen Rahmen, aber unter Berücksichtigung der gebotenen Hygienerichtlinien erfolgte. Die Teilnehmer konnten das Geschehen von ihren Sitzplätzen aus verfolgen.

    Die Zeremonie begann mit einer stimmungsvollen Gedankenreise, die von den Religionslehrern vorbereitet worden war. Alle Anwesenden wurden auf eine Wanderung mitgenommen, die nachdenklich machte. Die dabei erwähnten Fußspuren zogen sich als Motiv durch die gesamte Veranstaltung und wiesen nicht zuletzt auch den Schülern am Boden aufgeklebt den Weg, als sie nach den Ansprachen ihre Zeugnisse entgegennahmen.

    Die Macht von Optimismus

    Doch zunächst begrüßte die stellvertretende Schulleiterin Christiane Freiburg die Festredner. Den Anfang machte die Schulleiterin Elisabeth Stumpf. Sie gratulierte allen Schülerinnen und Schülern zur bestandenen Abschlussprüfung und verwies dabei auch auf den Anteil der Eltern und Lehrer an diesem Erfolg. Eindringlich hob sie die Macht des Optimismus und die Bedeutung positiven Denkens in allen Lebenslagen hervor.

    Denn trotz der Widrigkeiten der vergangenen Monate bestand für die diesjährigen Abgänger die einmalige Chance, sich auf sehr intensive Weise sogenannte Soft Skills anzueignen, die heutzutage als Schlüsselkompetenz im Berufsleben gelten. So hätten sie bei Fähigkeiten wie Selbstmotivation, Selbstorganisation und im Bereich der digitalen Kompetenz enorm dazugelernt. Ganz im Sinne des Liederwunsches der Schülerinnen und Schüler, welcher daraufhin folgte, wünschte sie diesen Offenheit und Neugier "Auf das, was da noch kommt".

    Die Rede des Bürgermeisters Franz-Josef Sauer wurde digital eingespielt. In seiner Videobotschaft warf er die Frage auf, was einen nach einem Abschluss in Coronazeiten noch erschüttern könne und übermittelte die herzlichen Glückwünsche der Stadt Arnstein - auch stellvertretend für den Landrat. Auch die Elternbeiratsvorsitzende, Frau Six, sieht die Absolventen bestens gerüstet für die berufliche Zukunft und betonte, wie stolz diese sein könnten.

    Vom Zweiten Vorsitzenden des Fördervereins der Realschule Arnstein, Herrn Wolf, wurden Parallelen zwischen den 20er Jahren des vorigen Jahrhunderts und heute gezogen und er appellierte an die Schüler, mit Leidenschaft in den neuen Lebensabschnitt einzutreten und gleichzeitig immer den sicheren Hafen der Heimat zu schätzen.

    Positives Resümee

    Der Schülersprecher Robin Pfeuffer zog in einigen Rückblenden ein sehr positives Resümee seiner Schulzeit und meinte, dass alle froh seien, an diese Schule geschickt worden zu sein. Dies dürfe er gewiss auch im Namen seiner Mitschüler sagen.

    Es folgte die Ehrung der besten Abschlussarbeiten und der Klassen- und Jahrgangsbesten. Da auf musikalische Live-Auftritte verzichtet werden musste, wurden bei der Zeugnisvergabe die Lieder eingespielt, die die Klassen sich gewünscht hatten. Zusammen mit ihrem Zeugnis durften sich die Schüler auch ein Notfallglas abholen, das die Fachschaft Religion vorbereitet hatte. Die Zeugnisse der Mittleren Reife wurden von den jeweiligen Klassenleitern überreicht und dabei wurde das außerschulische Engagement zahlreicher Absolventen gewürdigt.

    Film als Überraschung

    Abgerundet wurde die Feier durch einen Film, den das Lehrerkollegium gemeinschaftlich als Überraschung aufgenommen hatte. Einige Lehrer, die Sekretärinnen und der Hausmeister stellten zu dem Soundtrack von Queens "We will rock you" ihr schauspielerisches und rhythmisches Talent unter Beweis. Eine aus dem Ruder laufende Lehrerkonferenz sorgte dabei ebenso für Lacher wie die Darbietungen einzelner Fachschaften.

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    Bearbeitet von Michaela Moldenhauer

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