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    Mittelsinn

    Erste Beschlüsse des neuen Mittelsinner Gemeinderates

    Bürgermeister Peter Paul verabschiedete mit Dank und Präsenten Alexander Otte (links) und Karl Krämer (rechts) aus dem Mittelsinner Gemeinderat.
    Bürgermeister Peter Paul verabschiedete mit Dank und Präsenten Alexander Otte (links) und Karl Krämer (rechts) aus dem Mittelsinner Gemeinderat. Foto: Jürgen Gabel

    In der ersten Zusammenkunft des neu gewählten Gemeinderates verabschiedete Bürgermeister Peter Paul die beiden  Kommunalpolitiker Alexander Otte und Karl Krämer aus ihrem Mandat, da sie entweder nicht mehr zur Wahl angetreten waren oder entsprechend dem Wählerwillen anderen Bewerbern ihren Platz freimachen mussten. Beiden überreichte Paul ein Luftbild ihrer Heimatgemeinde, Urkunde, Weinpräsent sowie das Gemeindewappen als Anstecknadel.

    Der Bürgermeister dankte Alexander Otte für sein sechsjähriges Engagement zum Wohl der Gemeinde und erinnerte an seine oftmaligen ehrenamtlichen Einsätze als Handwerker. Jüngstes Projekt waren die beiden Holzgepäckstücke, die der Schreinermeister für Erinnerungsstätten der Mittelsinner Judendeportation schuf.

    24 Jahre wirkte Karl Krämer im Gemeinderat, davon eine Periode als Dritter Bürgermeister und stand bei der diesjährigen Kommunalwahl nicht mehr zur Verfügung. Als Bauhofleiter stand er in der langen Zeit dem Ratshauschef immer mit Rat zur Verfügung.

    Förderantrag für das Haus Spessartweg 1 genehmigt

    Im Gewerbegebiet hat ein Interessent das Grundstück "In den Auwiesen 11" erworben und legte jetzt einen Bauantrag zur Errichtung von zwei Lagerhallen für den Vertrieb von Schmuckreisig und Fertigung von floristischen Gestecken vor. Einmütig erteilte der Rat das gemeindliche Einvernehmen.

    2019 brachte Mittelsinn ein kommunales Förderprogramm auf den Weg: So gewährt die Gemeinde für Investitionen zur Erhaltung und Nutzung vorhandener Bausubstanz Zuwendungen, um leer stehende Gebäude zu sanieren und bewohnbar herzurichten. Damit soll die Revitalisierung der Altorte unterstützt werden. Zehn Prozent der förderfähigen Kosten oder maximal bis zu 5000 Euro beträgt der Zuschuss. Kriterium für eine Förderung ist unter anderem, dass das Gebäude vor mindestens 50 Jahren errichtet worden ist. In der Zusammenkunft hatte der Rat über einen Förderantrag von Natalie Kuhn und Marc Haupert zu beraten, die das Haus Spessartweg 1 für Wohnzwecke sanieren möchten. Ohne Gegenstimme gab das Gremium dem Antrag statt.

    Örtliche Nachbarschaftshilfe "Helfende Hand"

    Bürgermeister Paul freute sich, dass die örtliche Nachbarschaftshilfe "Helfende Hand" bei den Kleinprojekten des "Regionalbudgets 2020" den größten Zuspruch sammelte, den ersten Platz holte und mit einer Förderung von 10 000 Euro bedacht wurde. Dieser Betrag soll für den Kauf eines Fahrzeugs verwendet werden, sagte Bürgermeister Paul in der Gemeinderatssitzung. 15 000 Euro setzte er als Verfügungsrahmen für den Kauf an, sodass er die fehlenden 5000 Euro über eine "Betteltour" auftreiben möchte. Das Vorzeigeprojekt der Kommune, das "überall hilft wo Not am Mann ist", sollte von allen Kosten befreit sein. Die Gemeinde soll die Kosten für Zulassung, Steuer und Versicherung übernehmen, möglicherweise sogar das Benzin, schlug Marco Blum vor.

    Mit der Barrierefreiheit für den Mittelsinner Bahnsteig sieht es schlecht aus

    Während der Komplettsperrung der Sinngrund-Bahnstrecke im Jahr 2024 sollen die Bahnhöfe barrierefrei ausgebaut werden, berichtete Peter Paul weiter. Obersinn kann bereits auf eine Zusage hoffen, aber für Mittelsinn gäbe es schlechte Prognosen. Zumindest eine Machbarkeitsstudie möchte die Bahn bis zum Spätherbst vorlegen. "Der Mittelsinner Bahnsteig ist mit Kinderwagen, für Behinderte mit Rollatoren, Rollstühlen oder für Fahrradpassagiere nicht erreichbar", klage der Bürgermeister.

    Paul berichtete von einer Spende über 1500 Euro der Hans-August-Fischer-Heimatstiftung, die für das neue Urnenfeld verwendet werden soll.

    Der Start des Großprojekts Kanalbau in der Brunnenstraße soll im Juni erfolgen, prognostizierte Paul. Rechtzeitig vorher erhalten die Anlieger ein Schreiben wegen nötiger Sperrungen.

    Ergebnisse der Geschwindigkeitsmessungen im "Auraer Grund"

    Die von Anwohnern festgestellten deutlich überhöhten Geschwindigkeiten von Autofahrern im "Auraer Grund" war Grund für die kurzzeitig aufgestellte Geschwindigkeitsmessanlage, erklärte Bürgermeister Peter Paul. In den zwei Wochen konnten 19 200 Messungen durchgeführt werden, die einen Durchschnittswert von 33 Stundenkilometern ergaben. Der Ausreißer war jedoch eine nachts ermittelte Geschwindigkeit von 82 Stundenkilometern. Hans-Georg Linke erinnerte daran, dass vorschriftsmäßig 30 Stundenkilometer fahrende Autos von Rasern einfach überholt werden.

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