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    Himmelstadt

    Gemeinde Himmelstadt stellt sechs Blühflächen zur Verfügung

    In der Himmelstadter Gemeinderatssitzung, die wegen Covid-19 im Pfarrzentrum stattfand, stellte Bürgermeister Herbert Hemmelmann auch verschiedene Anträge aus der Gemeinde vor.

    Dem Thema "Rettet die Bienen" steht die Gemeinde positiv gegenüber. Hemmelmann stellte sechs gemeindliche Flächen vor, die im Rahmen der Integrierten Ländlichen Entwicklung (ILE) für ein Blühflächenkonzept zur Verfügung gestellt werden können. Die Planung läuft über ein Planungsbüro, das Konzept wird gefördert. Bürgermeister Hemmelmann sieht eine Aufwertung dieser Flächen, auch wenn es die Gemeinde 1250 Euro kostet. Diesen Beschluss fassten die Räte einstimmig.

    Das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) zieht sich 2025 aus der Beförsterung von Gemeindewäldern über 200 Hektar zurück, dies trifft auch Himmelstadt. Der zuständige Revierförster Werner Trabold geht zum 30. April 2021 in den Ruhestand, seine Stelle wird nicht neu besetzt. In einem persönlichen Gespräch ließ sich Bürgermeister Hemmelmann die weitere Vorgehensweise von ihm erläutern. Aufgrund des Klimawandels wäre es sinnvoll, dass die Beförsterung beim AELF bleibt. Das wird die Gemeinde auch beantragen. Trabold hat die Gebiete Himmelstadt, Retzstadt und Thüngen betreut, demzufolge ist eine Kooperation mit diesen beiden Gemeinden anzustreben. Dem Beschluss wurde einstimmig zugestimmt.

    Kontrolle ist schwierig

    Aus der Bevölkerung kamen verschiedene Anträge. Am Faschingszug sollte verboten werden, Folienkonfetti und Plastikflaschen auf die Straßen zu werfen. Michael Radke stellte fest, dass an jede Gruppe die Bestimmungen ausgeteilt werden, eine Kontrolle sei schwierig. Wolfgang Kübert war schockiert über den vielen Dreck an der Mehrzweckhalle, und hier führt kein Zug vorbei. Jürgen Döll sah, dass auch Besucher Müll mitbrachten und von Wagen Wahlzettel geworfen wurden. Vor dem nächsten Gaudizug wird Hemmelmann ein Gespräch mit der Polizei führen.

    Mehr Abfalleimer

    Die Gemeinde soll auf allen Sitzbänken einen Appell auslegen, dass Müll, Warmhalteboxen und Pappbecher in die Abfalleimer gehören. Besonders schädlich sind Zigarettenkippen. Eine Zigarettenkippe verseucht etwa 40 Liter Wasser. Döll forderte, dass dann auch am Kalkofen ein Abfalleimer bereit stehen müsse. Bürgermeister Hemmelmann war dafür, auf allen Sitzbänken laminierte Appellzettel anzubringen und Abfalleimer zu ergänzen. Thomas Gerhard schlug vor, den Appell auf der gemeindlichen Internetseite zu veröffentlichen. Die zwölf Gemeinderäte waren einstimmig dafür.

    Im Bereich Mausberg III, in der Talreinstraße 24, möchten die Bauherrn ein Zweifamilienhaus mit Garage und Carport errichten. Die Baugrenze in nördlicher Richtung soll um ein Meter überschritten werden, die östliche Baugrenze um 0,30 Meter. Die Überschreitung der maximalen Gebäudetiefe von 0,17 Meter sei aufgrund der Normierung des Fertighausherstellers erforderlich. Des Weiteren wird eine verringerte Abstandsfläche zu der nördlich angrenzenden gemeindlichen Grünfläche gewünscht.

    Die Befreiung hätte für künftige Bauvorhaben in diesem Baugebiet Bezugsfallwirkung. Bürgermeister Hemmelmann gab an, dass die Grünfläche nicht bebaut werden kann. Ingrid Haimann schlug vor, eine offizielle Abstandsregelung mit aufzunehmen und durch Grundbucheintrag notariell festzuhalten. Dies wurde einstimmig befürwortet.

    Auf dem Grundstück Waldstraße 13, im Bebauungsgebiet Mausberg II, soll ein neues Einfamilienwohnhaus mit Stellplätzen errichtet werden. Hierfür braucht es Befreiungen, die der Gemeinderat einstimmig genehmigte. Die Eigentümer des Anwesens Hauptstraße 45 möchten am denkmalgeschützten Gebäude ein mit Ziegeln gedecktes Notdach errichten, um weitere Schäden zu vermeiden. Das Dach soll mit Ziegeln gedeckt werden, meinte Hemmelmann. Dem Antrag wurde einstimmig stattgegeben.

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