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    Zellingen

    Größeres Architekturbüro erhält Zuschlag für FG-Halle

    Seit wenigen Tagen ist der neue Parkplatz an der Würzburger Straße in Zellingen nutzbar. Die Betonmauern (im Vordergrund) werden noch mit Naturstein verkleidet, die Begrünung erfolgt im Herbst.
    Seit wenigen Tagen ist der neue Parkplatz an der Würzburger Straße in Zellingen nutzbar. Die Betonmauern (im Vordergrund) werden noch mit Naturstein verkleidet, die Begrünung erfolgt im Herbst. Foto: Jürgen Kamm

    Bei der Sanierung der Friedrich-Günther-Halle gibt es einen Stabwechsel. Aufgrund der europaweiten Ausschreibung (VgV-Verfahren) vergab der Gemeinderat die Leistungen ab der Leistungsphase vier (von Genehmigungs- und Ausführungsplanung bis zur Bauüberwachung und Gewährleistungsverfolgung) an das Büro GKP-Architekten aus Würzburg. Mit den bisherigen Planungen bis zur Leistungsphase drei (von der Grundlagenermittlung bis zur Entwurfsplanung mit Kostenberechnung) hatte die Gemeinde das Architekturbüro Gruber-Hettiger-Haus aus Karlstadt beauftragt.

    Die europaweite Ausschreibung war nötig, weil das Planungshonorar voraussichtlich den dafür angesetzten Schwellenwert von 221 000 Euro überschreiten wird. Beworben haben sich dabei nur die beiden genannten Architekturbüros, wobei GKP-Architekten bei der Bewerbungsprüfung am 17. Juni mit 40 Punkten besser abschnitt.

    Kompetent und kostenbewusst

    Die beiden Geschäftsführer und zwei Bauleiter habe er beim Vergabegespräch am 3. August als fachlich kompetent und kostenbewusst erlebt, berichtete Bürgermeister Stefan Wohlfart. Es handle sich um ein größeres Büro, dass alles in Eigenregie leisten werde. Neben der Grundsatzfrage, wieso sich der Gemeinderat gegen einen Abriss und Neubau entschied, habe es auch Hinweise auf mögliche Probleme mit der Statik und mit Schadstoff belasteten Bauteilen gegeben.

    Dazu bemerkte Gemeinderat Wieland Gsell, in den bisherigen Leistungsphasen sei schon einiges überprüft worden. Dazu erklärte der Bürgermeister, das betreffe nur die sichtbaren Teile. Zum Beispiel könne man sich bei Rippendecken nie sicher sein, ob sie wirklich so gebaut wurden, wie es der Plan vorgab.

    Neubau deutlich reizvoller

    Gemeinderat Philipp Kromczynski kennt das Büro GKP Architekten aus seiner beruflichen Praxis und ergänzte, dass es 25 Mitarbeiter habe und somit ein größeres Architekturbüro sei.

    Warum es im Vergleich zum Retzbacher Kindergarten, wo sich über zehn Architekturbüros an dem Wettbewerb beteiligen, so wenig Bewerbungen gab, fragte Gemeinderat Jürgen Keller. Er erhielt die Antwort, bei einer Sanierung könnten Architekten recht wenig Kreativität einbringen, ein Neubau sei da deutlich reizvoller. Am Ende vergab das Gremium den Auftrag einstimmig.

    Zum Parkplatz gegenüber des Zellinger Rathauses an der Würzburger Straße gab Wohlfart bekannt, dass der Tiefbau abgenommen und die Parkplätze freigegeben wurden. Ganz fertig sei er noch nicht, die "nackten" Betonmauern würden noch mit Naturstein verkleidet, die Begrünung wird erst im Herbst gepflanzt. Auch die zweite Einspeiseleitung ins Trinkwassernetz, ein großes Projekt für Zellingen, wurde kürzlich abgenommen.

    Kontrolle der Flurgrenzen

    Fünf Tage nachdem der Gemeinderat eine neue Satzung zur Beauftragung der Feldgeschworenen beschloss, berichtete der Bürgermeister, dass er mit ihnen bereits erste Termine für die Kontrolle der Flurgrenzen festgelegt habe. Jeweils im 14-tägigen Wechsel sollen sie in Zellingen, Retzbach und Duttenbrunn begangen und kontrolliert werden. Bis jede Grenze und jeder Grenzstein überprüft wurde, wird es etwa fünf Jahre dauern.

    Weiter berichtete Wohlfart, dass für den Spielplatz und die Begrünung des neuen Wohngebietes "An der Kapelle" ein Vergabegespräch stattfand.

    Bei den kurzen Anfragen bat Gemeinderat Michael Zull, dass die Linien auf der Straße beim Retzbacher Pennymarkt nachgezogen werden. Sie sollen Autofahrer auf radfahrende Kinder von der Überführung aufmerksam machen, die die Straße auf dem Weg zum Training kreuzen. Außerdem gab er den Wunsch nach Schatten auf dem Spielplatz im Retzbacher Wohngebiet "Krautgarten" durch einen Baum oder ein Sonnensegel weiter. Wohlfart sieht ein Sonnensegel wegen der Vandalismusgefahr kritischer als einen Baum.

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