• aktualisiert:

    Triefenstein

    Grünes Licht für Antrag von Cremare

    Beim Tierbestatter Cremare im Lengfuter Gewerbegebiet Oberes Eck wird ein anderer Verbrennungsofen installiert.
    Beim Tierbestatter Cremare im Lengfuter Gewerbegebiet Oberes Eck wird ein anderer Verbrennungsofen installiert. Foto: Günter Reinwarth

    "Aus Vier mach Wir", das hatte Kerstin Deckenbrock verkündet, als sie sich um das Bürgermeisteramt in Triefenstein beworben hatte. Die neue Rathaus-Chefin hatte damit angedeutet, dass ihr ein besseres Zusammenwachsen der vier Ortsteile am Herzen liegt.

    Mit der ersten Sitzung des Gemeinderates in der Rettersheimer Bocksberg-Halle hat die Kommunalpolitikern jetzt ihr Versprechen in die Praxis umgesetzt. Der nächste Sitzungstermin steht nach der Sommerpause am 15. September um 19.30 Uhr in der Homburger Schlossscheune auf dem Programm.

    Die mit dem nötigen Corona-Abstand platzieren Besucher-Stühle waren allesamt voll besetzt. Mit gut drei Dutzend Zuhörern war das Interesse an der Kommunalpolitik erstaunlich groß. In der Vergangenheit waren bei einer Sitzung des Gemeinderates noch nie so viele Besucher "ganz Ohr" gewesen. Die 19 Tagesordnungspunkte indes wurden zum großen Teil mit "Verwaltungs-Routine" "abgearbeitet" und konnten so von der Bürgermeisterin relativ rasch über die Runden gebracht werden.

    Nicht allen Besuchern war offensichtlich bekannt, dass es in Lengfurt seit einigen Jahren im Gewerbegebiet ein Tierkrematorium mit dem Namen Cremare gibt. Das Unternehmen hatte bei der Regierung von Unterfranken eine "immissionsschutzrechtliche Genehmigung" beantragt, informierte die Bürgermeisterin ihre Kolleginnen und Kollegen am Ratstisch. Konkret ging es um den Austausch eines Verbrennungsofens und um die Änderung der "Abluftbehandlungstechnik". Wenn auch technische Details für den einen oder anderen Zuhörer nicht nachzuvollziehen waren: Das Gremium hatte keine Bedenken, das von der Regierung gewünschte gemeindliche Einvernehmen zu erteilen. Es gehe im Prinzip nur um den Austausch eines Verbrennungsofens bzw. um die Installation einer Anlage durch einen anderen Hersteller, informierte Deckbrock das Gremium weiter.

    Cremare ist seit zweieinhalb Jahren in der Tierbestattung tätig. Dem Unternehmen mit Sitz in Wesel am Niederrhein und mehreren deutschen Niederlassungen liege ein "würdevoller Umgang mit verstorbenen Tieren am Herzen", wird auf der Internet-Seite versprochen.

    Zwei Mal wöchentlich bequem per E-Mail:
    Abonnieren Sie jetzt den kompakten Main-Spessart-Newsletter!

    Kommentare (0)

      Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!