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    Marktheidenfeld

    Industriebetriebe kamen nicht: Aus Schlossfeld wird Gewerbegebiet

    Im Jahr 2000 hat der Stadtrat das "Industriegebiet Altfeld IV Schlossfeld" beschlossen, das inzwischen zur Hälfte belegt ist. Jetzt wird bedarfsgerecht umgeplant.
    Als 'Industriegebiet Altfeld IV' ist das Schlossfeld im Jahr 2000 an den Start gegangen. Etwa die Hälfte der Fläche ist besiedelt, allerdings nicht mit Industrie, sondern mit Gewerbe. Nun vollzog der Stadtrat auf Hinweis des Landratsamts eine entsprechende Planänderung. 
    Als "Industriegebiet Altfeld IV" ist das Schlossfeld im Jahr 2000 an den Start gegangen. Etwa die Hälfte der Fläche ist besiedelt, allerdings nicht mit Industrie, sondern mit Gewerbe. Nun vollzog der Stadtrat auf Hinweis des Landratsamts eine entsprechende Planänderung.  Foto: Büro Fleckenstein/Stadt Marktheidenfeld

    Im Februar 2019 hat der Marktheidenfelder Stadtrat beschlossen, den Bebauungsplan für das "Industriegebiet Altfeld IV Schlossfeld" zu ändern. Der Grund: Das Areal ist inzwischen zwar mit fünf Betrieben zur Hälfte belegt, aber eigentliche Industriebetriebe kamen nicht und werden, da die verbliebenen Grundstücke zu klein sind, auch nicht mehr kommen. Nun wird das Ganze ein Gewerbegebiet. Darauf hatte auch das Landratsamt gedrängt, informierte Landschaftsarchitekt Markus Fleckenstein (Lohr) die Bürgervertreter in ihrer Sitzung. 

    Fleckenstein hat seit dem Änderungsbeschluss die Beteiligung der Öffentlichkeit durchgeführt und unter anderem 29 Träger öffentlicher Belange um eine Stellungnahme gebeten. Wesentliche Einwände habe nur der Bauernverband, berichtete der Planer, der unter anderem den Verbrauch landwirtschaftlicher Flächen kritisiert. Da dieser Flächenverbrauch jedoch seit 20 Jahren im Bebauungsplan steht und sich jetzt räumlich nichts ändert, sieht Fleckenstein keinen Handlungsbedarf. Zudem werde – anders als im Jahr 2000 geplant – die ökologische Ausgleichsfläche nun aus dem Ökokonto der Stadt (2,6 Hektar bei Michelrieth) geholt und nicht mehr auf den ans Gewerbegebiet angrenzenden landwirtschaftlichen Flächen realisiert.

    Grundsätzlich ausgeschlossen wurden im Plangebiet Wohnnutzungen. Endlich umgesetzt werden sollen die Pflanzungen von Sträuchern und Bäumen, die schon vor fast 20 Jahren vorgesehen waren, aber nicht erfolgten. Die Kosten dafür, so Fleckenstein auf Nachfrage von Joachim Hörnig (FW), seien überschaubar.

    Fleckenstein berichtete auch, dass das Landratsamt Sorge hatte, was den Verkehr auf der Kreisstraße und an den Anschlüssen anbelangt. Schon jetzt habe sich der Verkehr dort gegenüber der Jahrtausendwende verdoppelt – was werde, wenn Schlossfeld voll belegt und das neue Gewerbegebiet Söllershöhe erst erschlossen seien? Doch der Planer konnte die Stadträte beruhigen, nachdem sich ein Verkehrsgutachter die Situation angeschaut hat: Der Verkehrsknotenpunkt könne so bleiben und werde auch noch höhere Verkehrslasten bewältigen. 

    Der Stadtrat stimmte geschlossen für die abgeänderte Version des Bebauungs- und Grünordnungsplans, der nun erneut in die Beteiligung der Öffentlichkeit geht.

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