• aktualisiert:

    Lohr

    Kinder begutachten drei Lohrer Spielplätze

    Trotz der Schutzmasken haben die beiden Antons und Oskar Spaß dabei, drei Spielplätze in Lohr kritisch bewerten zu dürfen.
    Trotz der Schutzmasken haben die beiden Antons und Oskar Spaß dabei, drei Spielplätze in Lohr kritisch bewerten zu dürfen. Foto: Frank Zagel

    Sind Lohrs Spielplätze sauber und sicher genug, wie ist der Zustand der Spielgeräte und was könnte noch verbessert werden? Diesen Fragen nahmen sich Kinder im Alter von sechs bis zwölf Jahren im Rahmen des Ferienspaßes des Lohrer Juze an. Das Fazit fiel größtenteils positiv aus. Der Spielplatz an der Anlage schnitt am besten ab.

    Die Leiterin des Juze, Kerstin Heine, hatte gemeinsam mit ihrem Betreuungsteam einen Fragenkatalog erstellt. Diesen durften die etwa 50 Kinder, aufgeteilt in fünf Gruppen, direkt vor Ort an den Spielplätzen der Anlage, an der Wöhrde und in der Fischergasse beantworten.

    Auf der großen Korbschaukel am Spielplatz an der Wöhrde haben sich zwei Antons und Oskar platziert. "Wir schaukeln gerne", sagt einer der Jungen namens Anton. Das Testen der Spielplätze macht den siebenjährigen Jungs Spaß. "Endlich können wir auch mal sagen, was man besser machen kann", ergänzt der andere Anton. Neben den Schaukeln stehen laut der Befragung vor allem Rutschen und Klettergerüste hoch im Kurs.

    Alte Kaugummis

    An zu vielen vorbeifahrenden Autos stören sich die Kinder an der Anlage und in der Fischergasse, der Spielplatz an der Wöhrde punktet hingegen mit seiner ruhigen Lage. Am saubersten wurde mit fünf von fünf Sternen der Spielplatz an der Anlage bewertet. In der Fischergasse wurden alte Kaugummis und zu wenige Mülleimer moniert.

    Zu den drei Jungs an der Schaukel am Wöhrde-Spielplatz gesellt sich Charlotte. Auch sie freut sich, dass ihre Meinung gefragt ist. "Am meisten mag ich Klettergerüste", sagt die Siebenjährige, "und klettern kann ich auf jedem Spielplatz." Eine Seilbahn, wie auf dem Mainspielplatz in Sendelbach, fände nicht nur sie toll. Auch ein Wasserspielgarten, gerade an heißen Tagen, wäre für das Mädchen und ihre Freunde "sehr schön".

    Die Betreuer freuten sich über das rege Interesse der Kinder. Gemeinsam gaben sie die Fragen vor, die von ihrer jungen Gruppe – der älteste ist acht Jahre – zu beantworten waren.

    Für etwa 30 Minuten spielten die Kinder an den verschiedenen Stationen, erklärt Leopold Bosky, der gemeinsam mit Mariam Altabah und Milena Wolf die Gruppe betreute. Für diese schnitt der Spielplatz an der Anlage am besten ab. Vor allem die drei Rutschen und der natürliche Bachlauf kamen dort bei den Kindern gut an.  Mariam Altabah wirft ein, dass die Bewertung die Kreativität bei den Kindern beflügele. "Wenn die Kinder selber angeben dürfen, was noch besser sein könnte, haben sie tolle Ideen."

    Verbesserungsvorschläge gibt es neben Wasserspielplätzen und Seilbahnen genügend. Sand könnte durch Kieselsteine ersetzt werden, ist auf einem Bogen vermerkt. Ein Trampolin, ein Labyrinth und mehr Karusselle oder Wippen werden vorgeschlagen. Dennoch scheinen die Kinder größtenteils mit dem Angebot zufrieden zu sein.

    Auswertung an Bürgermeister

    Die ausgewerteten Antworten wollte Kerstin Heine dem Bürgermeister übergeben. Eine fachlichere Expertise zur Situation an Lohrs Spielplätzen kann sich Mario Paul sicherlich nicht wünschen.

    Zwei Mal wöchentlich bequem per E-Mail:
    Abonnieren Sie jetzt den kompakten Main-Spessart-Newsletter!

    Bearbeitet von Frank Zagel

    Kommentare (0)

      Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!