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    Lohr

    Michael Wehrwein aus Lohr wurde 70 Jahre alt

    Für seine Familie hat der evangelische Pfarrer Michael Wehrwein eine Chronik über sein Leben geschrieben.
    Für seine Familie hat der evangelische Pfarrer Michael Wehrwein eine Chronik über sein Leben geschrieben. Foto: Frank Zagel

    Als Michael Wehrwein im Jahr 1950 als Ältester von fünf Geschwistern im fränkischen Weinort Wiesenbronn zur Welt kam, sah es eher danach aus, dass er den landwirtschaftlichen Betrieb seiner Eltern übernehmen sollte. Doch schon als Jugendlicher hat er nur einen Berufswunsch: Pfarrer werden.

    Seine eigene Konfirmation bestimmte den beruflichen Werdegang von Michael Wehrwein maßgeblich.
    Seine eigene Konfirmation bestimmte den beruflichen Werdegang von Michael Wehrwein maßgeblich. Foto: Archiv Werweihn

    Am Sonntag feierte der ehemalige evangelische Dekan mit Ehefrau Ilse, drei Söhnen, Schwiegertochter und zwei Enkelkindern seinen 70. Geburtstag. 25 Jahre prägte Wehrwein als Pfarrer mit innovativen Ideen die lutherische Gemeinde in Lohr und dem bis Wildflecken reichenden Dekanat. Er initiierte den Gottesdienst im Festzelt der Spessartwoche, lief Anfang der 1990er Jahre erstmals als evangelischer Vertreter bei der Karfreitagsprozession mit und startete mit Dekanatskirchentagen.

    Als 14-Jähriger fand Wehrwein Trost in Gott

    Gerne spricht Wehrwein über seine Jugend am Fuße des Schwanbergs im Landkreis Kitzingen. Einen Silvaner aus einem Wiesenbronner Wengert (Weinberg) trinkt er noch immer am liebsten. Ein einschneidendes Erlebnis, welches sein weiteres Leben beeinflusste, sei seine eigene Konfirmation gewesen. Zum gleichen Zeitpunkt wurde sein jüngerer Bruder geboren. Bereits bei der Geburt schwer krank, starb er nur einen Tag nach der Weihung. Als 14-Jähriger fand Wehrwein seinen Trost in Gott. Die Kirche stand fortan im Fokus des jungen Mannes, der sich in der evangelischen Jugendarbeit einbrachte.

    Auch selber ist Wehrwein als Säugling nur knapp dem Tod entgangen. "Ich verdanke mein Leben dem Arzt und Gott", führt er aus. "Gott hatte darauf einen Anspruch auf mein Leben", so Wehrwein. Nach dem Abitur in Kitzingen besuchte er für knapp zwei Jahre die Kirchliche Hochschule in Neuendettelsau, studierte in Heidelberg und Erlangen. Dort lernte er seine Frau Ilse kennen, die er 1973 ehelichte.

    Langeweile kennt der Jubilar, der seit fünf Jahren berentet ist, nicht: Noch immer hält Wehrwein etwa 50 Predigten im Jahr und spricht auf Radio Charivari das Wort zum Tag. "Manchmal habe ich auch frei", sagt er lachend zu seinem Ruhestandsleben.

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