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    Gemünden

    Zwei Jahre und neun Monate Jugendstrafe für 22-Jährigen

    Zwei Jahre und neun Monate Jugendstrafe sind die Quittung für einen 22-Jährigen aus dem Raum Karlstadt, der sich bereits Mitte Juli vor dem Jugendschöffengericht verantworten musste. Einen großen Teil dieser Zeit wird er in einer Entziehungseinrichtung verbringen, um am Ende frei von Drogen sein Leben gestalten zu können.

    Der junge Mann hatte bisher das, was man allgemein als ein „verkorkstes Leben“ bezeichnet geführt. Vier Einträge hatte er vor dieser Verurteilung im Bundeszentralregister für sich stehen. Darunter auch eine Bewährungsstrafe von zwei Jahren und drei Monaten. Diese wurde nun in das neue Urteil mit eingerechnet.

    Der jüngsten Gerichtsverhandlung lag der Besitz von Betäubungsmittel sowie ein Betrug zugrunde. Für 2190 Euro hatte der Heranwachsende einen Computer im Internet zum Kauf angeboten, das Geld kassiert, den PC aber nie geliefert.

    Die Wende im bisher kriminellen Leben brachte für den jungen Mann eine neue Freundin, die ihm in allen Lagen eine wertvolle Stütze ist. Dies wurde von der Bewährungshelferin wie auch der Jugendgerichtshilfe positiv berichtet. Zusätzlich wurde der 22-Jährige auch noch von einer Landgerichtsärztin begutachtet.

    Alle Ergebnisse flossen jetzt in die Fortsetzungsverhandlung am Amtsgericht Gemünden mit ein. Hier kam das Jugendschöffengericht unter dem Vorsitz von Richter Volker Büchs zu dem Urteil von zwei Jahren und neun Monaten Jugendstrafe. Für den jungen Mann ein steiniger Weg, denn in den kommenden zwei Jahren wird er je nach Erfolg in den Genuss schrittweiser Lockerungen kommen. Das Urteil ist aber noch nicht rechtskräftig.

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