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    Wombach

    Faschingsvereine starten wieder Proben - jedoch ohne Diagonale

    Zum vierten Mal nach dem Corona-Lockdown trainierten die Tänzerinnen der Frammersbacher Prinzengarde vor wenigen Tagen in der Narhalla.
    Zum vierten Mal nach dem Corona-Lockdown trainierten die Tänzerinnen der Frammersbacher Prinzengarde vor wenigen Tagen in der Narhalla. Foto: Gabi Nätscher

    Auch das Gardetraining der Faschingsvereine hat wieder begonnen. Die Tänzerinnen waren vom Corona-Lockdown nicht so sehr betroffen, da im März ohnehin bei den meisten nach den Turnieren eine Pause geplant gewesen war. Rechtzeitig zum üblichen Probebeginn wurden die Verbote wieder gelockert. Seit Anfang Juni läuft das Gardetraining nun wieder.

    "Corona ist gut gefallen: Nur ein Turnier Ende April konnte nicht stattfinden und normalerweise beginnen wir dann eh erst im Juni wieder mit den richtigen Proben für den nächsten Gardetanz", berichten die Trainerinnen der Frammersbacher Prinzengarde, Annika Stenger und Laura Bischoff. "Vorher machen wir Aufwärm- und Dehnübungen sowie Kräftigungstraining. Aber das konnten die Mädels auch alleine daheim machen."

    Das Menschliche fehlte

    So begannen sie, nachdem am 8. Juni die Erlaubnis ausgesprochen war, gleich am darauffolgenden Freitag mit dem Training in der Narhalla. Denn: "Wir müssen uns schon regelmäßig treffen, denn uns fehlt sonst auch menschlich etwas. Wir brauchen einfach das Freitags-Training, egal, ob wir schon konkret einen Tanz einstudieren oder nicht."

    Die Trainerinnen haben die Zeit genutzt, um die Musik herauszusuchen und schon mal die entsprechenden Schritte zu planen. Als man dann eine Freundin treffen durfte, drehten die beiden Videos, die sie den anderen acht Mittänzerinnen, die zwischen 18 und 27 Jahre alt sind, zukommen ließen.

    Angepasster Tanz

    Jetzt proben sie nach strengen Regeln mit Abstand. "Diagonale und Reihen dürfen wir erst mal nicht machen. Wir haben unseren Tanz entsprechend angepasst, aber hoffen nicht, dass es bis Fasching so bleiben wird. Wir sind einfach froh, dass wir wieder trainieren dürfen. Wir hatten nämlich schon auch Angst, dass wir im Juni nicht starten können. Und jetzt ist es nicht gewiss, ob die Faschingssession überhaupt stattfinden wird. Und wenn, dann wird es vielleicht nicht wie früher sein", sagen die beiden Trainerinnen.

    "Dass Fasching ganz normal wie früher gefeiert wird, ist unwahrscheinlich", sagt auch Nadine Volkert, Trainerin der KCW-Garde in Wombach und Tochter des Vereinsvorstands Egbert Roth. "Wir hoffen, dass wir irgendwie feiern können und irgendwo mal tanzen, aber wir wissen nichts. Das kann man ja auch jetzt noch nicht vorhersagen." Die Wombacher begannen ihr Training zunächst im Freien, aber auch hier unter Auflagen. "Da hat jeweils eine Trainerin mit nur vier Gardemädchen trainiert, zwei Wochen lang, dann kamen zum Glück die Lockerungen. Das Wombacher Vereinsheim ist groß genug, um die Abstandsregeln einzuhalten, also trainieren wir schon fast wieder normal."

    "Aufheben ist auch möglich"

    Auch in Wombach wurden zuvor Videos verschickt. "Die Kinder wollten auch proben", sagt Volkert über das Dutzend Jugendliche im Alter von 14 bis 17 Jahren. Sie und Trainerin Tanja Hoffmann haben sich auch Videos der Mädchen zurückschicken lassen, um ihnen ein Feedback zu gehen, was allen viel Spaß gemacht habe. So wird auch hier das Beste aus der Situation gemacht. "Der Tanz wird halt auch nicht 'schlecht', also aufheben für nächstes Jahr ist auch möglich", tröstet Nadine Volkert sich selbst und ihre Gardemädchen.

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