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    Röttbach

    Röttbach: Ein erster Blick in die schicke neue Mehrzweckhalle

    Die Architektin Michaela Meißner führte Bürger und Gemeinderäte durch die komplett sanierte Halle. In Kreuzwertheim darf eine Baugenossenschaft 16 neue Wohnungen bauen.
    Die Röttbacher Mehrzweckhalle.
    Die Röttbacher Mehrzweckhalle. Foto: Martin Hogger

    Schick ist sie geworden, die komplett sanierte Mehrzweckhalle in Röttbach. Dabei wollte man anfangs nur die Heizung und die mit OSB-Platten notdürftig verkleidete Wand sanieren. Wie das so ist bei Sanierungen, kamen auch bei der Röttbacher Halle immer mehr Probleme hinzu, vor allem dass sie zwar als Mehrzweckhalle genutzt wurde, so aber gar nicht genehmigt war. Dann hat man es lieber gleich ordentlich gemacht."Es war ein mutiger Weg. Die Entscheidung hätten wir heute sicher nicht mehr treffen können", sagte Kreuzwertheims Bürgermeister Klaus Thoma am Mittwochabend bei einem Ortstermin in der Halle. 

    Die Röttbacher Mehrzweckhalle.
    Die Röttbacher Mehrzweckhalle. Foto: Martin Hogger

    Rückblickend sei die Entscheidung aber richtig gewesen. Man habe die ortsbildprägende Halle auf Stand eines Neubaus gebracht. "In Röttbach haben wir nun eine echte Mehrzweckhalle und ein Bürgerhaus unter einem Dach." Die Halle ist aber nicht nur für die Röttbacher gedacht. Durch den zweiten Raum ist der Belegungsplan viel luftiger geworden. Auf Basis des Originalplanes will sich Thoma mit Interessierten an einen Tisch setzen. Dazu ist aber noch Zeit. Weil noch einige Prüfungen anstehen, wird die Halle erst nach den Sommerferien für Sport freigegeben werden können. 

    Der Preis für die Halle ist nur auf dem ersten Blick ein stattlicher. Nach derzeitigen Stand liegen die Kosten bei 2,38 Millionen Euro. Das sind 14 Prozent mehr als 2017 geschätzt und liege, betont Architektin Michaela Meißner, vor allem an der allgemeinen Verteuerung von Elektro- und Handwerksarbeiten. Aber: Von dem Preis müssen noch 622 000 Euro abgezogen werden, die die Marktgemeinde über das ELER-Programm für die Halle bekommt. "Das ist die zweithöchste Fördersumme aller unterfränkischen Gemeinden", verkündete Thoma. 

    Die Röttbacher Mehrzweckhalle.
    Die Röttbacher Mehrzweckhalle. Foto: Martin Hogger

    Blau ist die Hauptfarbe

    Was hat sich nun geändert in der fast neuen Halle? Das zeigte Architektin Michaela Meißner beim Rundgang. Der neue blaue Hallenboden findet sich als Thema im gesamten Gebäude wieder, vor allem in den Türen. Die Verkleidungen der Hallenwände sind aus Holz und sorgen für eine gute Akustik. Nur eins darf man in der Halle nicht, da sie zu klein ist: schnelle Sportarten wie Handball und Fußball spielen.

    Mattgraue Fliesen  lassen die Gänge edel wirken. Neu ist der Küchenbereich, der sogar einen extra Schankraum, eine Kühlzelle und, auf expliziten Wunsch des Bürgermeisters, eine Durchreiche hat. Geheizt wird mit Pellets. Die Kegelbahn im Keller musste komplett Technikräumen weichen. Nicht zu vergessen darf man den angebauten Multifunktionsraum.

    Bau- und Umweltausschuss tagte vor der Begehung

    16 Wohnungen sollen In den Rennäckern 2-4 entstehen. So sollen sie aussehen. Eine digitale Abbildung gab es leider nicht.
    16 Wohnungen sollen In den Rennäckern 2-4 entstehen. So sollen sie aussehen. Eine digitale Abbildung gab es leider nicht. Foto: Martin Hogger

    Wenn nach den Sommerferien die Mehrzweckhalle fertig ist, wird es wahrscheinlich eins noch nicht geben, obwohl es sich jeder im Bau- und Umweltausschuss wünscht: eine geteerte Ortsstraße "Neue Heide" bis zu den neuen Parkplätzen. Das würde das Gesamtbild abrunden. Etwa 25 000 Euro brutto würde die Asphaltierung der etwa 200 Quadratmeter kosten. Da der Ansatz für Straßenunterhalt im Haushalt für 2019 komplett ausgeschöpft ist, müsste der Ansatz für 2020 erhöht werden. Der Ausschuss empfahl dem Gemeinderat in einem Beschluss, dem nachzukommen. Man solle aber, der Corona-Krise geschuldet, erst mal den Finanzausschuss abwarten. 

    Nicht abwarten braucht das Heimstättenwerk. Die gemeinnützige Baugenossenschaft will 16 Wohnungen In den Rennäckern 2-4  errichten. Es sollen zwei Gebäude mit je acht Wohneinheiten werden, die zwischen einem und drei Zimmer sowie 55 bis 80 Quadratmeter groß sein sollen. Jeder kann theoretisch Mieter werden, es gibt keinen Mietpreisdeckel. Sozialverträglich sollen die Quadratmeterpreise jedoch sein. 

    Zu den 16 Wohnungen werden auch 16 Stellplätze hinzukommt. Weil auf dem Grundstück selbst nicht mehr genug Platz ist, soll die erste Zufahrt zur Straße geschlossen werden. Der Ausschuss stimmte dem Vorhaben zu. Die Nachbarsunterschriften sind noch einzuholen. 

    Weitere Vorkommnisse des Abends

    • Elmar Huth darf seine Maschinenhalle auf seinem Hof in Unterwittbach abreißen und durch einen fast doppelt so großen Anbau ersetzen.
    • Marc Dieter Keiner darf einen Carport in der Kreuzstraße in Kreuzwertheim errichten. 
    • Es gab Beschwerde, dass die vom Gemeinderat eingesetzte Verkehrsüberwachung viel zu kleinlich sei, unter anderem ein in einer Einbahnstraße in  die falsche Richtung geparktes Auto aufgeschrieben habe. Thoma versprach, dies beim nächsten Treffen anzusprechen. 
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