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    Neuendorf

    Schnelleres Internet für Neuendorf

    Das Internet in Neuendorf soll schneller werden. Der Gemeinderat beschloss deshalb eine Beteiligung am Bundesprogramm Breitbandausbau und der Bayerischen Gigabitrichtlinie.
    Das Internet in Neuendorf soll schneller werden. Der Gemeinderat beschloss deshalb eine Beteiligung am Bundesprogramm Breitbandausbau und der Bayerischen Gigabitrichtlinie. Foto: Thomas Josef Möhler

    Das Internet in Neuendorf soll schneller werden. Der Gemeinderat hat daher am Dienstag eine Beteiligung am Bundesprogramm Breitbandausbau und der Bayerischen Gigabitrichtlinie beschlossen. Für den Breitbandausbau stünden neue Fördermittel zur Verfügung, berichtete Bürgermeister Karlheinz Albert. Damit solle auf eine Datenübertragungsrate von maximal einem Gigabyte aufgerüstet werden. Die Zuschusshöhe betrage 90 Prozent. Das Programm sei wichtig für die Stärkung des ländlichen Raums.

    Albert rechnet damit, dass die Verlegung eines Glasfaseranschlusses bis zur Grundstücksgrenze pro Grundstück 5000 bis 6000 Euro kostet, so dass für die Gesamtgemeinde rund 1,8 Millionen Euro Kosten zusammenkämen. Wegen der Komplexität sei das Vorhaben nicht kurzfristig zu realisieren, sondern müsse über mehrere Jahre gestreckt werden.

    Unumgängliche Beteiligung

    Das habe für die Gemeinde den Vorteil, dass die Kosten auf mehrere Haushaltsjahre verteilt werden könnten. Der Bürgermeister hält eine Beteiligung Neuendorfs für unumgänglich. Die Corona-Krise mit Homeschooling und Homeoffice habe gezeigt, dass Bedarf für höhere Datenübertragungsraten vorhanden sei.

    Nach einer Kostenbeteiligung der Bürger erkundigte sich Thomas Hepp. Nach Angaben von Albert wird das Glasfaserkabel als Service der Gemeinde bis an die Grundstücksgrenze verlegt. Der Hausbesitzer müsse erst dann in die eigene Tasche greifen, wenn er tatsächlich anschließen wolle.

    Der Breitbandausbau werde wie in den Runden zuvor ausgeschrieben. Da nicht zu erwarten sei, dass ein Anbieter den Ausbau auf eigene Kosten übernehme, müsse die Gemeinde die Deckungslücke bezahlen, wofür sie den staatlichen Zuschuss bekomme. 2. Bürgermeister Bernd Ries sorgte sich, dass die Gemeinde womöglich die Kosten vorstrecken muss. Laut Albert hat der Staat eine zeitnahe Zwischenfinanzierung zugesagt. Das bedeute, dass Teile des Zuschusses vor Abschluss des Ausbaus abgerufen werden könnten.

    Der Bürgermeister bestätigte die Vermutung mehrerer Gemeinderäte, dass für die Glasfaserverlegung Straßen aufgegraben werden müssen. Leerrohre seien bislang nur in einigen Straßen verlegt worden, erfuhr Markus Helfrich. Mit seinem einstimmigen Ja billigte der Gemeinderat die Beteiligung an den Programmen und ermächtigte den Bürgermeister, die nächsten Schritte einzuleiten. Dazu gehört auch die Suche nach Partnern für eine interkommunale Zusammenarbeit.

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    Bearbeitet von Thomas Josef Möhler

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