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    Lohr

    Selbsthilfe-Infotag in der Berufsfachschule für Pflege

    Selbsthilfe-Infotag am Bezirkskrankenhaus (von links) Claudia Hahne-Ebert, Martin Morgenstern, Simone Hoffmann und Prof. Dr. Dominikus Bönsch.
    Selbsthilfe-Infotag am Bezirkskrankenhaus (von links) Claudia Hahne-Ebert, Martin Morgenstern, Simone Hoffmann und Prof. Dr. Dominikus Bönsch. Foto: Brigitte Henning

    Der Corona-Krise ist es zu verdanken, dass der geplante Projekttag „Selbsthilfe selbstverständlich werden lassen“ am vergangenen Freitag anders als gewohnt stattfinden musste. Wie in den Vorjahren sollten die  Auszubildenden in der Pflege an unterschiedlichen Workshops teilnehmen, um so am Erfahrungswissen der Ansprechpartner von fünf Selbsthilfegruppen zu partizipieren, heißt es in einer Pressemitteilung. Um die Hygieneregeln einzuhalten, wurde der Infotag in den Festsaal verlegt, mit ausreichendem Abstand zwischen den Schülern des Examenskurses.

    Nach der Begrüßung durch den Ärztlichen Direktor Dominikus Bönsch, präsentierte Simone Hoffmann, Leitung BRK Selbsthilfebüro Main-Spessart, einen Überblick über die Aktivitäten der Selbsthilfegruppen. Sie zeigte die Angebote der Selbsthilfe auf und hob deren Wirkungsweisen, im sozialpolitischen, gesundheitspolitischen, aber vor allem auch im individuellen Kontext hervor. „Selbsthilfe selbstverständlicher werden lassen und mitzudenken“, diesen Wunsch richtete Hoffmann an die Auszubildenden, die sie als zukünftige Multiplikatoren in der Praxis sieht.  

    Dass Selbsthilfe seit Jahren im Bezirkskrankenhaus einen hohen Stellenwert einnimmt, verdeutlichte Claudia Hahne-Ebert, Leitung der Sozialen Dienste und Selbsthilfebeauftrage am Bezirkskrankenhaus. Das Konzept „Selbsthilfefreundlichkeit und Patientenorientierung im Gesundheitswesen“ fördert die Zusammenarbeit von Selbsthilfe und Gesundheitswesen, damit Patienten von der Erfahrungskompetenz Gleichbetroffener profitieren können. Dadurch können sie frühzeitig Entlastung und Unterstützung finden, für ihr Leben mit einer Krankheit bzw. mit einer Sucht.

    Seit fünf Jahren setzt das Bezirkskrankenhaus dieses Konzept um und erhielt hierfür bereits die zweite Auszeichnung zum „Selbsthilfefreundlichen Krankenhaus“. Dadurch konnten viele Möglichkeiten der Kooperation und Kommunikation zwischen Selbsthilfe, Patienten und den Professionellen geschaffen werden.

    Der Selbsthilfe-Infotag ist seit 15 Jahren ein wichtiger Baustein in der Ausbildung an der Berufsfachschule für Pflege. Im kommenden Jahr soll er wieder in seinem gewohnten Format stattfinden.

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    Bearbeitet von Lena Berger

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