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    Arnstein

    Sorgen bei den Anliegern der Bayernstraße

    Die Straßenränder in der Bayernstraße von Arnstein sollen mit vielfältigen halbhohen Pflanzen begrünt werden. Anwohner befürchten Raser in der breiten Straße. Der Stadtrat besah sich die Situation vor Ort.
    Die Straßenränder in der Bayernstraße von Arnstein sollen mit vielfältigen halbhohen Pflanzen begrünt werden. Anwohner befürchten Raser in der breiten Straße. Der Stadtrat besah sich die Situation vor Ort. Foto: Günter Roth

    In der jüngsten Sitzung des Arnsteiner Stadtrats ging  es unter anderem um die hintere Erschließung der Altstadt. 

    Die "Neue Mitte" der Innenstadt von Arnstein nimmt Gestalt an. Sowohl die Gebäude der Rewe als auch des Discounters Aldi sind als Rohbau fertig, ebenso die Verkehrswege für die Warenanlieferungen. Fertiggestellt sind auch die neue Fahrbahngestaltung sowie der kombinierte Fuß- und Radweg in der Bayernstraße, durch die sich künftig der Lieferverkehr bewegen wird. Bei ihrem Ortsrundgang nahmen die Stadtratsmitglieder gemeinsam mit Bürgermeister Franz-Josef Sauer die derzeitige Situation in Augenschein.

    Fahrbahn sehr breit: Anwohner fürchten Raserei

    Da fällt zunächst die Fahrbahnbreite in den Fokus. Was für den Lieferverkehr günstig sein wird, bereitet einigen Stadträten und Anwohnern durchaus Sorge, zumal sich die vorgesehenen Anliegerparkplätze optisch in den zu begrünenden Nischen befinden. Die Befürchtung, dass hier bald recht schnell gefahren werden könnte, scheint nicht unbegründet. Man werde dies aufmerksam beobachten, sagte Sauer. Außerdem wurde auf Höhe des fußläufigen Zugangs zum Einkaufszentrum eine Verkehrsinsel als optischer und physischer Teiler eingefügt.

    Probleme haben einige Anlieger mit den durchaus kuriosen Eigentumsverhältnissen am Straßenrand. Die nördliche Böschungsmauer und der dahinter liegende kleine Hang scheint zu den Häusern zu gehören und wird auch meist von den Bewohnern gepflegt, ist aber bis fast zur Hauswand im Besitz der Kommune. Das führt bei Einfahrten ins Grundstück oder in die Garagen zu Irritationen, denn die vorgesehene Pflasterung wird bis zur Grenze von der öffentlichen Hand durchgeführt. Dabei müssen allerdings auch kleine Höhenunterschiede abgesprochen werden.

    Unzufrieden mit der Begrünung: Stauden statt Bäume

    Unzufrieden waren einige Anwohner mit der Begrünung der Seitenflächen am Straßenrand. Aus früheren Ankündigungen hatte man angenommen, dass hier niedrige Bäume als Sicht- und Lärmschutz angepflanzt würden. Der Stadtgärtner Jonas Züll informierte über die Grundzüge der aktuellen Planungen. Die Ansaat soll mit Mischungen langlebiger, heimischer Stauden erfolgen, die bis zu 1,50 Meter hoch werden. Diese seien auf trockene Magerstandorte abgestimmt, würden sich selbst vermehren und eine Vielzahl verschiedener Insekten anlocken. Den Einwand der Anlieger, man habe stattdessen dort Bäume versprochen, relativierte er und meinte, ein mittelhohes grünes Band sei wesentlich besser gegen Lärm als vereinzelte Bäume.

    Am westlichen Ende der Bayernstraße ist neben der Zufahrt zum Verkehrskreisel bei Heugrumbach ein kurzer kombinierter Rad- und Fußweg vorgesehen, der auf den Weg zum Kreisverkehr führt. Auch dieser wird wie das Areal nördlich des Kreisels fachmännisch begrünt.

    Bauanträge: Ein klärendes Gespräch soll noch geführt werden

    Außerdem ging es in der Sitzung um Bauanträge: In Altbessingen ist ein Rinderunterstand mit einer Lagerfläche für Heu und Stroh geplant. Da das Vorhaben im Außenbereich liegt und öffentliche Belange dem nicht entgegenstehen, gilt es als privilegiert und wurde deshalb ohne Gegenstimme bewilligt. In Gänheim soll in der Bergstraße eine bestehende Scheune teilweise abgebrochen und nach anschließender Wiedererrichtung zu Wohn- und Abstellraum einschließlich einer Terrasse genutzt werden.

    Problemlos auch das Vorhaben in der Schraudenbacher Straße von Arnstein, wo ein Einfamilienhaus mit Carport und Geräteschuppen geplant ist. Ein Zweifamilienwohnhaus mit Garage und Carport wird in Büchold An der Ziegelei errichtet. Hier mussten Befreiungen wegen der Baugrenze, der Dachform und einer höheren Stützmauer ausgesprochen werden.

    Mit einem Bauantragsteller am Bücholder Höhlenweg soll jedoch noch ein klärendes Gespräch gesucht werden, da hier einige Fragen bezüglich der nachbarschaftlichen Akzeptanz offen blieben.

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