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    Karlstadt

    Staupevirus bei Füchsen in Main-Spessart nachgewiesen

    In letzter Zeit berichteten Jäger im Landkreis immer wieder über Füchse, die sich auffällig verhielten und danach verendeten beziehungsweise geschossen wurden. Zwei dieser Tiere wurden zur näheren Untersuchung an das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit nach Oberschließheim eingesandt. Bei beiden wurde das Staupevirus nachgewiesen, heißt es in einer Pressemitteilung.

    Staupe ist nicht auf den Menschen übertragbar. Bei Hunden und hundeartigen Tieren, wie zum Beispiel Füchsen, kann diese jedoch zu schweren, meist tödlich verlaufenden Infektionserkrankungen führen. Die Übertragung des Erregers erfolgt in der Regel durch direkten Tierkontakt.

    Bei der Staupe verlieren die Wildtiere schon wegen der schweren Störung des Allgemeinbefindens die Scheu vor dem Menschen oder sie zeigen aufgrund der Entzündung des Nervensystems Lähmungserscheinungen oder haben Krämpfe.

    Allen Hundehaltern, insbesondere Jägern mit Hunden, werden folgende Vorsichtsmaßnahmen empfohlen:

    • Keinen verhaltensauffälligen oder verendeten Fuchs ohne ausreichend Hygienemaßnahmen (Handschuh, Mundschutz) anfassen.
    • Hunde, insbesondere in unübersichtlichem Gelände, zum Beispiel umgeben von Hecken oder Buschwerk an die Leine nehmen.
    • Der eigene Hund sollte gegen die Staupe geimpft sein, die Grundimmunisierung ist regelmäßig aufzufrischen. Im Zweifel gibt der niedergelassene Tierarzt nach einem Blick in den Impfpass darüber Auskunft, ob der Impfschutz erneuert werden muss.
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    Bearbeitet von Lena Berger

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