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    Triefenstein

    Triefensteiner Regen-Rückhaltebecken: Lösung ist in Sicht

    Blick auf die Waldwiese, wo das Rückhalte-Becken nach einer neuen Planungsvariante seinen Platz finden soll und den Alpakas noch eine Äsungsfläche von 1600 Quadratmetern zur Verfügung steht.
    Blick auf die Waldwiese, wo das Rückhalte-Becken nach einer neuen Planungsvariante seinen Platz finden soll und den Alpakas noch eine Äsungsfläche von 1600 Quadratmetern zur Verfügung steht. Foto: Günter Reinwarth

    Dass das nach dem Wasserhaushaltsgesetz als kommunale Pflichtaufgabe eingestufte und seit Jahrzehnten diskutierte Projekt der "Einleitung von Niederschlagswasser aus dem Lengfurter Gewerbegebiet Oberes Eck" in den Hartgraben baldmöglichst in trockene Tücher gebracht werden kann, ist nach der jüngsten Gemeinderatssitzung unter Leitung von Bürgermeisterin Kerstin Deckenbrock durchaus wahrscheinlich.

    Der Hintergrund: Kerstin Deckenbrock hat für das schon als "unendliche Geschichte" eingestufte Regen-Rückhaltebecken nach Rücksprache mit dem Wasserwirtschaftsamt Aschaffenburg und dem Landratsamt Main-Spessart mit einer neuen Planung jetzt auch vom Gemeinderat "grünes Licht" erhalten. Sie legte dem Gremium eine Neuplanung vor, nach der das Becken, wie ursprünglich vorgesehen, auf der bekannten "Waldwiese" unter Einbeziehung eines Flurweges am Rande des Gewerbegebietes seinen Platz finden soll.

    Bei einer solchen Lösung würden auch künftig die Alpakas "in Frieden" ihren Äsungsbedarf erfüllen können, war in der Sitzung zu hören. Mit einer solchen Planung könne auch die Familie, die am Rande der Wiese mit zwei Baumhäusern ein interessantes Ferien-Domizil  anbietet und die "Alpaka-Weide" betreibt, leben – so war am Rande der Sitzung zu erfahren.

    Veto des Wasserwirtschaftsamtes

    Der Hauptgrund, warum jetzt die zuletzt "abgehakte Planungsvariante" einer Verlegung des Rückhaltebeckens in ein nahes Areal des Gemeindewaldes nicht mehr realisiert werden kann, war das Veto des Wasserwirtschaftsamts Aschaffenburg und der Kommunalaufsicht im Landratsamt Main-Spessart. Beide Behörden hatten dem Markt Triefenstein zu verstehen gegeben, dass die ihnen vorgelegte und beschlossene Planungsvariante "in mehreren Tatbeständen als rechtswidrig einzustufen ist". Ob dabei schützenswerte Teile des Eichen-Waldes, Verfahrens-Gründe oder möglicherweise fiskalische Aspekte, eine Rolle spielen, war nicht zu erfahren. Die neue Planung ermöglicht unter Einbeziehung eines angrenzenden gemeindlichen Feldweges den Erhalt einer 1600 Quadratmeter großen Wiesenfläche.

    Von den in der vergangenen Sitzung von Gemeinderat Bruno Hock (Freie Bürger) geäußerten Bedenken hinsichtlich eines schützenwerten Maulwurfsbestandes auf der Waldwiese war in der Sitzung am Dienstagabend nichts mehr zu hören. CSU-Gemeinderat Wolfgang Virnekäs wollte den häufig gehörten Vorwurf, der "alte Gemeinderat" sei in Sachen Rückhalte-Becken nicht aktiv geworden, nicht auf sich sitzen lassen. Man habe natürlich immer wieder nach Lösungen gesucht, machte der Kommunalpolitiker deutlich. Bürgermeisterin Deckenbrock teilte mit, dass auch sie sich in der "Causa Rückhaltebecken" stets um bürgerfreundliche und praktikable Lösungen bemüht habe.

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