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    Rieneck

    Unterstützung für die Jugendherberge Burg Rieneck

    Der Gemündener SPD-Bundestagsabgeordnete Bernd Rützel (links) steht in ständigem Kontakt mit Pit Kallmeyer auf Burg Rieneck.
    Der Gemündener SPD-Bundestagsabgeordnete Bernd Rützel (links) steht in ständigem Kontakt mit Pit Kallmeyer auf Burg Rieneck. Foto: Edith Rützel

    Der Gemündener Bundestagsabgeordnete Bernd Rützel (SPD) ist im Schatten der Burg Rieneck aufgewachsen: „Die Jugendherberge auf der Burg in finanziellen Schwierigkeiten zu sehen, schmerzt.“ Seit einem Bericht über Corona-bedingte Probleme der Jugendherberge Burg Rieneck steht er laut Pressemitteilung in ständigem Kontakt mit Pit Kallmeyer, dem dortigen Leiter. Erste Erfolge gemeinsamer Anstrengungen geben Anlass zu verhaltenem Optimismus.

    Rützel und Kallmeyer sind sich einig, dass es zunächst galt, Sicherheit für die Beschäftigten zu schaffen. Das sei mit den Corona-Regelungen zum Kurzarbeitergeld (KuG) gelungen. Die Evangelische Kirche, zu deren Netzwerk „Himmlische Herbergen“ auch die Burg Rieneck zählt, stockt das KuG auf 80 Prozent auf.  Das sei wichtig für die Mitarbeitenden und entlaste die Burg bei den laufenden Kosten, die sehr hoch sind. Kallmeyer: „Das denkmalgeschützte Haus und die Außenanlagen müssen auch ohne Belegung mit Gästen unterhalten werden.“ Hoffnung setzte er auf eine Zusage der bayerischen Staatsregierung vom 31. April, Jugendherbergen bis zum 31. Juli für 60 Prozent der ausfallenden Einnahmen zu entschädigen. Diese Ankündigung wurde bislang aber nicht umgesetzt, so die Mitteilung.

    Rützel, der auch Mitglied im Tourismusausschuss des Deutschen Bundestages ist, dazu: „Ich habe im Tourismusausschuss des Deutschen Bundestages und in vielen Gesprächen immer wieder auf die Situation der Jugendherbergen und deren einmaliges unbedingt zu erhaltendes Angebot, hingewiesen. Nun gibt es Bewegung! Dennoch – auch der Freistaat muss seine Zusagen einhalten. Es kann nicht sein, dass Versprechungen gemacht werden, für deren Einlösung der Bund einspringt.“

    Rützel hatte sich Anfang Mai auch an den Ratsvorsitzenden der Evangelischen Kirche, den Bayerischen Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm, mit der Bitte um Unterstützung für die Burg Rieneck gewandt. Die Antwort folgte bereits am nächsten Tag mit Informationen zum „Notfonds Corona-Hilfen der Evangelischen Landeskirche Bayern“. „Der Bund, die Länder und die Einrichtungsträger müssen an einem Strang ziehen, um Lösungen für die Jugendherbergen finden“, meint der Abgeordnete. In Bayern sollen die Jugendherbergen zu Pfingsten wieder mit Einschränkungen öffnen dürfen. 

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    Bearbeitet von Michaela Moldenhauer

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