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    Karlstadt

    Von Basteltüten bis Zirkus online: Was der Kreis für Jugendliche tut

    Hüpfburgen, Kinderschminken und gemeinsame Akrobatiknummern im Circuscamp sind dieses Jahr nicht möglich. Doch die kommunale Jugendarbeit Main-Spessart hat andere Ideen.
    Schlange stehen für eine Vorstellung im Zirkus Ciccolino wie 2019 wird es dieses Jahr nicht geben. Das Projekt der Kommunalen Jugendarbeit Main-Spessart findet 2020 als 'Online-Zirkus' statt. 
    Schlange stehen für eine Vorstellung im Zirkus Ciccolino wie 2019 wird es dieses Jahr nicht geben. Das Projekt der Kommunalen Jugendarbeit Main-Spessart findet 2020 als "Online-Zirkus" statt.  Foto: Diana Lehnert

    Bernhard Metz ist verärgert. Das Thema Jugendarbeit falle derzeit einfach hinten runter, sagt der Kreisjugendpfleger. Diese Woche hat die bayerische Staatsregierung neue Beschlüsse zu den Einschränkungen in der Corona-Krise gefasst: Die Jugendarbeit wurde nur kurz erwähnt. 

    Er wünscht sich, dass – so wie zum Beispiel für die Gastronomie – auch für Jugendzentren Regelungen gefunden werden, um diese wieder zu öffnen. Viele Gemeinden ließen ihre Jugendtreffs derzeit zu beziehungsweise sagten Veranstaltungen für Kinder und Jugendliche ab, weil sie damit auf der sicheren Seite seien, erläutert Metz.

    Doch nicht alles fällt ins Wasser oder ist aussichtslos: So findet zum Beispiel das Circuscamp in den Pfingstferien online statt. Über die Online-Plattform "Zoom" soll live vor- und auch nachgemacht werden und es gibt Anleitungen zum Nachbasteln von Requisiten. "Im Idealfall gibt es dann eine echte Aufführung mit den einstudierten Darbietungen später im Jahr", so Metz. Auch das Dancecamp in den Sommerferien könnte ähnlich ablaufen. 

    Abgesagt ist ein Angebot schneller, als kurzfristig auf die Beine gestellt

    Für das Spielmobil, das normalerweise immer in den Sommerferien durch den Landkreis fährt und von den Gemeinden gebucht werden kann, sucht Tanja Fischer von der Kommunalen Jugendarbeit bereits jetzt schon Ferienjobber zur Betreuung. "Wir haben entschieden, jetzt schon in die Planung zu gehen. Denn abgesagt ist so ein Angebot schneller, als kurzfristig auf die Beine gestellt", erläutert sie. Klar ist, dass das Konzept des Spielmobils im Corona-Jahr anders aussehen muss als sonst. Für Kinderschminken und die Hüpfburg sieht es schlecht aus. Momentan überlegt und kalkuliert Tanja Fischer an "Basteltüten to go". Diese könnten gefüllt mit Ideen und Material an die Gemeinden ausgegeben werden können. Auch muss wohl in diesem Jahr mit Anmeldungen gearbeitet werden, sollte das Spielmobil in einer Gemeinde vorfahren. Sonst konnte immer kommen, wer gerade Lust und Zeit hatte. 

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