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    Bad Mergentheim

    Bad Mergentheim bewirbt sich erneut für Landesgartenschau

    „Ja zur Landesgartenschau“ haben die Bürger der Stadt bereits beim Kommissionsbesuch 2018 gesagt. Jetzt geht Bad Mergentheim erneut ins Rennen. Foto: Stadt Bad Mergentheim

    Bad Mergentheim bereitet eine erneute Bewerbung um die Landesgartenschau im nun ausgeschriebenen Vergabezeitraum 2032 bis 2036 vor. Das hat der Gemeinderat beschlossen, wie es in einer Pressemitteilung heißt.    

    Das Konzept wird weiterhin unter dem Motto „Blühende Quellen – Natürlich in Bad Mergentheim“ stehen, aber in allen Themenfeldern überarbeitet, aktualisiert und um ganz neue Aspekte ergänzt. „Der dritte Anlauf ist für uns Ansporn, zu überzeugen und zu überraschen“, sagte Oberbürgermeister Udo Glatthaar. Bei der Vergabe-Entscheidung 2018 für die Jahre 2026 bis 2030 war Bad Mergentheim zunächst nicht zum Zuge gekommen.   

    Die Stadt ist jedoch stolz darauf, bereits beim letzten Mal ein modernes Stadtentwicklungskonzept vorgelegt zu haben, das Bad Mergentheim einen ökologisch-innovativen Weg in die Zukunft weist. „Es fußt nicht nur auf 500 Bürger-Ideen, sondern wurde in der Bewerbungsphase auch in großer Breite und überwältigender Geschlossenheit mitgetragen sowie von allen Experten als erstklassig bewertet. Daran ist in den vergangenen Monaten kontinuierlich weitergearbeitet worden“, erklärt Glatthaar.

    Ambitionierte städtebauliche Projekte 

    Stadtbaudirektor Bernd Straub verweist darauf, dass Bad Mergentheim bei vielen Aspekten der modifizierten Landes-Ausschreibung Konzepte vorzuweisen habe. „Die Neugestaltung des Gänsmarktes oder die Entwicklung des Auenlandes III als klimaneutrales Wohngebiet sind ambitionierte städtebauliche Projekte. Zudem haben wir uns bereits auf den Weg gemacht, Biodiversität und Nachhaltigkeit als Leitbilder städtischen Handelns zu verankern.“

    Bei der Frage nach neuen Verkehrssystemen hatte Bad Mergentheim bereits in der vergangenen Bewerbungsrunde mit der Seilbahn auf den künftig wieder zum Leben erweckten Ketterberg ein Ausrufezeichen gesetzt. „Die Seilbahn ist als ein Symbol für den Verkehr der Zukunft zu sehen, der im Jahr 2032 ganz anders aussehen wird als heute. Wir wollen hier eine Vorreiter-Rolle einnehmen und das in der neuen Bewerbung mit weiteren innovativen Mobilitäts-Konzepten untermauern“, kündigt Bernd Straub an.

    Mit der Landesgartenschau soll der Handlungsbedarf auf vielen Gebieten strukturiert werden, wodurch sich die Stadt einen Schub in ihrer Entwicklung verspricht: von der Aufenthaltsqualität einzelner Plätze bis zur Schaffung von dringend benötigtem Wohnraum oder der Einbindung verschiedener Gewässer ins Stadtbild. Letzteres geschieht im Zusammenspiel mit einem verbesserten Hochwasserschutz. Dazu wird die Idee eines Tauber-Stadtstrandes, die der Jugendgemeinderat mitgestaltet hatte, erneut Teil der Bewerbung sein, außerdem Konzepte für die Stadtteile sowie ein Klimaschutzkonzept.    

    Im Main-Tauber-Kreis war noch nie eine Landesgartenschau

    „Mit dem Landesprogramm im Rücken könnten viele Baustellen des wachsenden Mittelzentrums endlich angepackt werden“, fassen Glatthaar und Straub die große Chance zusammen. Sie sind zuversichtlich, nicht nur die Menschen vor Ort, sondern auch die Bewertungskommission und das Land zu überzeugen. Der Main-Tauber-Kreis war bisher noch nie Schauplatz einer Landesgartenschau, heißt es in der Mitteilung weiter. 

    Dabei setzt die Stadt im Prozess der Überarbeitung ihrer Konzeption erneut stark auf die Ideen und die Einbindung der Bürgerschaft. Auch wenn die Zeit bis zur spätesten Bewerbungs-Abgabe am 19. Dezember kurz ist, werden Einwohner und Gäste einbezogen und gehört. Als Partner ist weiterhin die „Planstatt Senner“ mit im Boot. Ein weiteres Bekenntnis dazu, dass mit der erneuten Bewerbung das Konzept der „Blühenden Quellen“ nicht verworfen, sondern fortentwickelt wird.

    Bearbeitet von Nico Christgau

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