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    GROßRINDERFELD

    Blasrohrschießen als Ferienprogramm

    Mit dem Blasrohr auf Scheiben zielen, ist gar nicht so einfach, machte den Kindern aber riesigen Spaß Foto: Matthias Ernst

    Seit vielen Jahren bietet der Schützenverein Großrinderfeld in den Sommerferien Kindern die Möglichkeit, den Schießsport ein wenig besser kennenzulernen und sich in Geschicklichkeit zu üben. In diesem Jahr waren es knapp 30 Kinder, so viele wie noch nie, die sich auf einen abwechslungsreichen Nachmittag freuten.

    Schützenmeisterin Birgit Hauck und ihre Helfer hatten sich zehn Stationen ausgedacht, an denen sich die Kinder beweisen konnten. Gefragt waren Geschicklichkeit und Ausdauer. Beim Nägel klopfen beispielsweise war viel Zielvermögen und das richtige Augenmaß gefragt. Aber es gab auch typische Schützenaufgaben.

    Mit einem Infrarotgewehr konnte man seine Zielsicherheit testen, mit dem Lichtgewehr sogar an einem echten Schießstand. Ungebrochen auch die Attraktivität des Bogenschießens mit speziellen Kinderbögen und Pfeilen.

    Unbekannte Sportart

    Der Renner war aber das Blasrohrschießen. Erstmals beim Schützenverein Großrinderfeld im Einsatz ist diese neue Sportart in Baden-Württemberg noch völlig unbekannt, sagt Hauck. Sie hatte sich die notwendigen Utensilien beim bayerischen Sportschützenbund besorgt. Die haben Blasrohrschießen schon länger im Programm, denn bereits im kindlichen Alter könne man mit dem Blasrohr auf Zielscheiben schießen.

    Dabei gibt es beim Blasrohrschießen keine Altersbeschränkung. Egal ob Kind, Jugendlicher, Erwachsener oder Senior, alle haben Spaß an der Sportart. Sogar Inklusion ist hier ohne Probleme möglich, beschreibt Hauck das Spektrum. Der Sport sei beispielsweise ideal für Rollstuhlfahrer. Die waren beim Kinderprogramm des Schützenvereins Großrinderfeld nicht dabei und trotzdem machte es viel Spaß mit dem 1,21 Meter langen Blasrohr zu zielen und die Scheiben möglichst im gelben, inneren Bereich zu treffen.

    „Sind das Giftpfeile?“, wollte der achtjährige Tim wissen, als er die Blasgeschosse das erste Mal sah. Er kennt Blasrohre bisher nur zum Jagen in der afrikanischen und südamerikanischen Wildnis.

    Keine Giftpfeile

    In Großrinderfeld waren es natürlich keine Giftpfeile, sondern eben echte Sportgeräte mit stumpfer Spitze und einem richtunggebenden Kunststoffteil. Gezielt wird auf drei Scheiben und die zu treffen mit den sechs Pfeilen pro Durchgang, ist gar nicht so einfach. Blasrohrschießen fördert das Konzentrationsvermögen und vergrößert unter anderem das Lungenvolumen.

    In Bayern gibt es schon richtige Turniere und auch der Schützenverein Großrinderfeld will sein Angebot erweitern und Blasrohrschießen als zusätzliche Sparte in sein Programm aufnehmen. Die Ferienkinder wollen jedenfalls alle wiederkommen und mitmachen beim Aufbau einer neuen Abteilung und vielleicht gibt es ja auch in Baden-Württemberg demnächst eigene Wettkämpfe im Blasrohrschießen. Schützenmeisterin Birgit Hauck ist jedenfalls überzeugt, dass sie geeignete Gegner für ihre neue Abteilung finden wird.

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