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    Bronnbach

    Bronnbacher Gartentage der Gegensätze

    Die 3. Bronnbacher Gartentage waren geprägt von viel Kunsthandwerk gepaart mit klösterlicher Atmosphäre Foto: Matthias Ernst

    Welch ein Konntrastprogramm war das denn? Die 3. Bronnbacher Gartentage hatten wirklich alles zu bieten. Die alten Klostermauern mit ihrem eigenen Charme, der Abteigarten mit seiner barocken Ausrichtung und der Saalgarten mit den Skulpturen aus Cortenstahl von Herbert Mehler auf der einen Seite und die Verkaufspavillions mit Waren für Garten und Heim beim Gartenmarkt auf der anderen Seite. Beides ergänzte sich und hatte zusammen mit den Wetterkapriolen zu kämpfen.

    Kam der Samstag mit Hagel, Regen und tief hängenden Wolken noch sehr düster daher, klarte es am Sonntag richtig auf und die Sonne schien, als hätte sie noch nie etwas anderes getan. Dementsprechend waren auch die Besucherzahlen. Am Samstag Vormittag bis zum Nachmittag verirrten sich nur wenige Besucher in die weitläufige Anlage, der Sonntag hingegen war ausgesprochen gut besucht. Die Menschen lieben eben das ehemalige Zisterzienserkloster im Taubertal.

    Es waren nicht nur Besucher aus der unmittelbaren Umgebung gekommen, auch von weiter her kamen ganze Busladungen, so wie der SPD-Ortsverein aus dem Odenwald oder die Reisegruppe aus Aschaffenburg. "Die Mischung von Kultur und Einkaufserlebnis macht es aus, dass wir heute hier sind", sagte beispielsweise Helga Seubert. Sie interessierte sich für einen handgefertigten Besen aus Ziegenhaar, den sie dann auch bei der Besenmacherei Baumgärtner erstand. Es wurde neben dem üblichen Gewächsen und Pflanzen viel Kunsthandwerk geboten, sei es bei der Papierwerkstatt oder bei der "kleinen Drogerie" und Holzschnitzereien für Haus und Hof.

    Entstanden war die Idee für die Bronnbacher Gartentage anlässlich der Eröffnung des Abteigartens im Jahr 2016. Damals knallte die Sonne förmlich vom Himmel, so heiß war es. In diesem Jahr erlebte man eben mal echtes "Aprilwetter", auch wenn es schon Mai ist. Aber die Aussteller waren nicht unzufrieden am Ende des Wochenendes, auch wenn sich einzelne Beschicker mehr versprochen hatten.

    Auch der Archivverbund hatte seine Pforten geöffnet. Ort gab es neben Führungen durch die Magazine einen Bücherflohmarkt, der immer wieder Besucher anzog, die sich über die Geschichte der Umgegend informieren wollten. Wer sich entspannen wollte, konnte dies bei guter Musik von "Mr. Clarino" Matthias Ernst und seinen Freunden vor der Klosterkirche tun oder sich in den Biergarten zurückziehen, wo das Team des Hotels Bronnbach Köstlichkeiten vorbereitet hatte.

    Am Samstag Abend wurde die Ausstellung mit Skulpturen des bekannten Würzburger Bildhauers Herbert Mehler im Saalgarten eröffnet. Der Höchberger Percussionist Thomas Hupp ließ dabei den Cortenstahl mit seinen Schlagwerkzeugen erklingen und mehrere Tänzerinnen zeigten dazu anmutige Bewegungen, zuerst im Josefsaal, dann auch im Freien. Warum sie im kalten nassen Gras allerdings barfuß tanzen mussten, war nicht sofort klar. Doch ihnen machte die Kühle nichts aus, oder sie waren professionell genug, dass man es ihnen nicht anmerkte, dass sie froren. Die Gäste der Vernissage drängte es dann allerdings schnell wieder nach drinnen. Die abendliche Kühle forderte ihren Tribut. Die Ausstellung ist übrigens zu den normalen Öffnungszeiten des Klosters bis zum 28. September zu besichtigen.

    Insgesamt waren die 3. Bronnbacher Gartentage also wieder ein Erfolg und sollen dem Vernehmen nach im kommenden Jahr eine Fortsetzung finden.

    Trotz ungemütlicher Wetterbedingungen wurde bei den Bronnbacher Gartentagen gefachsimpelt. Foto: Matthias Ernst
    Was wären Gartentage ohne die dazugehörigen Pflanzen. Foto: Matthias Ernst
    "Mr. Clarino" Matthias Ernst und seine Freunde unterhielten bei kühlen Temperaturen mit flotter Musik Foto: Matthias Ernst

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