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    Tauberbischofsheim

    Drei Florettfechterinnen verlassen Tauberbischofsheim

    Bild: v. lk. Die deutsche Nationalmannschaft 2017: Anne Sauer, Leonie Ebert, Eva Hampel und Carolin Golubytskyi Foto: Heiko Becker (HMB Media/ Heiko Becker)

    Die Florettfechterinnen Leonie Ebert, Anne Sauer und Carolin Golubytskyi verlassen den FC Tauberbischofsheim. Nun weiß man auch wohin: Sie wollen in der neuen Saison für den knapp sechs Kilometer entfernten Fechtclub Werbach im baden-württembergischen Main-Tauber-Kreis antreten - aber weiter in Tauberbischofsheim trainieren.

    "Ausschließlich auf das Fechten konzentrieren"

    Der Vereinswechsel war seit Wochen erwartet worden. Doch auf unsere Anfrage hatten sich die Fechterinnen zunächst nicht über die Gründe für diesen Schritt äußern wollen. 

    “Diese Entscheidung wurde aus sportlicher Sicht getroffen“, teilten sie am Dienstag lediglich in einer Presseerklärung mit: „Wir stehen zu unserer Region und sind sicher, dass wir hier das notwendige Umfeld vorfinden, um uns ausschließlich auf das Fechten konzentrieren zu können“, so die Athletinnen. Alle drei stammen aus der Region: Leonie Ebert kommt aus Würzburg, Carolin Golubytskyi aus Königheim und Anne Sauer stammt aus Reinhardsachsen. 

    Vereinswechsel aufgrund Querelen um Trainer

    Die einstmals erfolgreichen Fechter waren im Juli erstmals seit 1971 ohne irgendeine Medaille von der WM in China zurück gekehrt. Seit Jahren gibt es unterschiedliche Vorstellungen darüber, wie die deutschen Klingenkünstler wieder in die Erfolgsspur zurück kehren können. Das Trio strebt die Teilnahme an den Olympischen Spielen 2020 in Tokio an. Ihre Trainingseinheiten werden die drei weiter in Tauberbischofsheim absolvieren. 

    Ebert, Sauer und Golubytskyi ziehen mit ihrem Vereinswechsel formal die Konsequenzen aus Querelen um zwei Trainer an der einstigen Medaillenschmiede. Der italienische Erfolgstrainer Andrea Magro war - trotz massivem Protest der Fechterinnen- aus Kostengründen entlassen worden. Zudem waren von Tauberbischofsheimer Fechterinnen Vorwürfe der sexuellen Belästigung durch einen anderen Trainer laut geworden - was sich weder beweisen noch widerlegen ließ.

    Auch Marketingchefin Rita König - einstmals selbst Fechterin und Vertraute der Sportlerinnen - verlässt die einstige Medaillenschmiede zum Jahresende. „Grund hierfür sind hauptsächlich geplante Strukturveränderungen bei der Sport-Marketing Tauberbischofsheim GmbH in den nächsten Monaten“, schrieb König in einer Stellungnahme. 

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