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    Tauberbischofsheim

    Ein neuer Corona-Fall im Main-Tauber-Kreis am Sonntag

    Eine Ärztin verpackt an einer Drive-in-Teststation einen Abstrich von einem Patienten in eine Plastiktüte. Menschen mit Covid-19-Verdacht können sich hier nach Voranmeldung testen lassen.
    Eine Ärztin verpackt an einer Drive-in-Teststation einen Abstrich von einem Patienten in eine Plastiktüte. Menschen mit Covid-19-Verdacht können sich hier nach Voranmeldung testen lassen.
    Foto: Daniel Reinhardt, dpa

    Im Main-Tauber-Kreis ist am Sonntag ein weiterer Fall einer Coronavirus-Infektion gemeldet worden. Auch die Median Klinik Hohenlohe in Bad Mergentheim ist betroffen.

    Das schreibt das Landratsamt in einer Pressemitteilung. Die betroffene Person lebt im Gebiet der Stadt Tauberbischofsheim und wurde in ein Krankenhaus aufgenommen. Zugleich werden die Kontaktpersonen ermittelt. Für sie wird häusliche Isolation angeordnet.

    Gleichzeitig ist ein Fall aus der Statistik für den Main-Tauber-Kreis gefallen. Es stellte sich heraus, dass die betroffene Person ihren Hauptwohnsitz außerhalb des Landkreises hat. So verändert sich die Anzahl der bestätigten Fälle im Vergleich zu Samstag nicht.

    Median Klinik Hohenlohe in Bad Mergentheim betroffen

    Von den bisher gemeldeten Fällen entfallen zwei auf Patienten der Median Klinik Hohenlohe in Bad Mergentheim. Diese und ein Verdachtsfall aus dem Kreis der Patienten mussten ins Caritas-Krankenhaus in Bad Mergentheim eingeliefert werden.

    Darüber hinaus zeigen weitere Patienten und Mitarbeiter der Rehaklinik Symptome einer Coronavirus-Infektion. Für die Mitarbeiter mit Symptomen wurde durch das Gesundheitsamt des Main-Tauber-Kreises häusliche Isolation angeordnet.

    Das weitere Personal darf nur noch mit vollständiger Schutzausrüstung arbeiten. Mitarbeiter ohne Symptome dürfen sich nur noch zwischen ihrer Wohnung und dem Arbeitsplatz bewegen und sind insofern ebenfalls isoliert. Gleichzeitig ist somit der Klinikbetrieb sichergestellt.

    Insgesamt sind in der Median Klinik derzeit 130 orthopädische Patienten und 36 internistisch-geriatrische Patienten mit vier Begleitpersonen untergebracht. Sie wurden in ihren Patientenzimmern isoliert und dürfen die Klinik derzeit nicht verlassen.

    Das Gesundheitsamt hat eine sofortige Abstrichuntersuchung sämtlicher Patienten und Mitarbeiter angeordnet. Die Proben werden umgehend ausgewertet. Jeglicher Besuch in der unter Quarantäne gestellten Klinik ist strikt untersagt. Das Landratsamt hat zur Unterstützung der Einrichtung bereits Atemschutzmasken zur Verfügung gestellt.

    Land ändert Corona-Verordnung erneut

    Das Land Baden-Württemberg hat seine Corona-Verordnung erneut geändert. Die neue Fassung ist an diesem Sonntag, 29. März, in Kraft getreten.

    Unter anderem wurde klargestellt, dass die Notbetreuung für Kinder auch während der Ferien gewährleistet ist. Voraussetzung bleibt, dass beide Erziehungsberechtigte oder die oder der Alleinerziehende in Bereichen der kritischen Infrastruktur tätig sind.

    Alleinerziehenden gleichgestellt sind Erziehungsberechtigte dann, wenn die oder der weitere Erziehungsberechtigte aus schwerwiegenden Gründen an der Betreuung gehindert ist. Die Entscheidung über die Zulassung einer solchen Ausnahme trifft unter Anlegung von strengen Maßstäbe die Gemeinde, in der die Einrichtung ihren Sitz hat.

    Weitere Bereiche zählen zur kritischen Infrastruktur

    Noch einmal geändert wurde auch die Definition, welche Bereiche zur kritischen Infrastruktur zählen. Dazu gerechnet werden nun unter anderem auch der Katastrophenschutz sowie die Einheiten und Stellen der Bundeswehr, die im Rahmen der Corona-Pandemie im Einsatz sind.

    Poststellen und Paketdienste dürfen ihren Betrieb aufrechterhalten.

    Dies gilt nicht, wenn sie in zu schließenden Einrichtungen betrieben werden und dort beim Umsatz nur eine untergeordnete Rolle spielen. Sie dürfen generell nicht in Frisörgeschäften, Tattoo- und Piercing-Studios, Massage-, Kosmetik- und Nagelstudios, Studios für kosmetische Fußpflege sowie Sonnenstudios betrieben werden.

    Zutritt steuern und Warteschlangen vermeiden

    Wenn eine Einrichtung nicht geschlossen werden muss, hat sie bei einem Kundenverkehr in geschlossenen Räumen darauf hinzuwirken, dass im Rahmen der Gegebenheiten vor Ort der Zutritt gesteuert und Warteschlangen vermieden werden.

    Insbesondere ist darauf hinzuwirken, dass ein Abstand von möglichst zwei Metern, mindestens 1,5 Metern zwischen den Kunden eingehalten wird, sofern keine geeigneten Trennvorrichtungen vorhanden sind. Davon ausgenommen sind Tätigkeiten, bei denen eine engere körperliche Nähe nicht zu vermeiden ist, zum Beispiel in Zahnarztpraxen.

    Ein neuer Paragraf regelt zudem den Umgang mit Verstößen gegen die Verordnung der Landesregierung über infektionsschützende Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Virus Sars-Cov-2.

    Die Verordnung des Landes Baden-Württemberg über infektionsschützende Maßnahmen in ihrer aktuellen Fassung steht im Internet unter www.main-tauber-kreis.de/coronavirus

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    Bearbeitet von Jürgen Sterzbach

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