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    Großrinderfeld

    Eine neue Heimat in Großrinderfeld

    Brigitte und Friedbert Günther feiern Diamantene Hochzeit. Foto: Renate Geiger

    Als junges Paar sind sie als Lehrer ins Schulhaus nach Ilmspan eingezogen. Dieser Satz reicht aus, um in Großrinderfeld schnell zu erfahren, wer gemeint ist. Brigitte und Friedbert Günther feiern das Fest der Diamantenen Hochzeit. Die beiden Pädagogen sind vielen gut bekannt, arbeiteten sie doch jahrzehntelang als Lehrer und begleiteten zahlreiche Heranwachsende Großrinderfelder auf ihrem Lebensweg.

    Friedbert Günther wurde als Sohn eines Lehrers in Mosbach geboren. Er wuchs im kleinen fränkischen Dorf Poppenhausen auf und ging dort in die Grundschule. Danach besuchte er das Gymnasium in Tauberbischofsheim, absolvierte 1955 sein Abitur und studierte in Heidelberg Pädagogik. Während des Studiums lernte er seine Kommilitonin Brigitte Sonnberger kennen. Sie war in Kaplitz (Böhmerwald, heutiges Tschechien) geboren und kam 1945 durch Flucht und Vertreibung über Österreich nach Walldürn.

    Nach dem Besuch des Gymnasiums in Buchen studierte auch sie in Heidelberg. Sie verliebten sich und nach dem Examen war klar, dass sie heiraten würden. Günther erhielt eine Stelle in Schlossau, während Sonnberger in Üssigheim als Lehrerin eingesetzt wurde. 1958 verlobte sich das Paar, ein Jahr darauf gaben sie sich in der Wallfahrtskirche in Walldürn das Ja-Wort.

    Das Ehepaar engagierte sich politisch und kirchlich

    Ilmspan wurde für das Paar zu einer neuen Heimat. Friedbert Günther wurde zunächst Alleinlehrer, dann Schulleiter. Die Wohnung des Paares war über der Schule, der Lehrer für alles verantwortlich, was die Schule betraf. In Ilmspan wurden vier Kinder geboren: Jutta, Klaus, Astrid und Johannes. Hier fand das Ehepaar viele Nachbarn und Freunde, die den Lebensweg des Paares bis heute begleiten.

    1971 wurde die Schule geschlossen. Nach einigen Jahren in Gerchsheim wurde Friedbert Günther Lehrer in Großrinderfeld. Dort baute die Familie 1974 ihr eigenes Haus. Großrinderfeld wurde Lebensmittelpunkt und eine neue Heimat. Das Ehepaar engagierte sich sowohl in der politischen als auch in der Pfarrgemeinde. Friedbert Günther wurde Organist und Chorleiter. Brigitte Günther war als Gemeinderätin und im Frauenkreis aktiv. Nach einer 15 Jahre langen Pause arbeitete sie in Gerchsheim wieder in ihrem Beruf.

    Ehrenamtspreis der Gemeinde Großrinderfeld

    Friedbert Günther blieb Großrinderfeld treu. In der neu gebauten Grundschule wirkte er als Schulleiter bis zu seinem Ruhestand 1997. Das Ehepaar war auch im Ruhestand ehrenamtlich tätig. Friedbert Günther leitete die Außenstelle der Volkshochschule und den Lehrersingkreis in Tauberbischofsheim.

    Das Hobby von Brigitte Günther ist die Kunstgeschichte. Gelegentlich macht das Paar kleinere Bildungsreisen. Vor 14 Jahren gründete sie eine "Komm-mit-Gruppe", in der sich meist alleinstehende Frauen zweimal im Monat treffen. Frauen galt ihr Engagement schon immer, über 20 Jahre lang leitete sie den Frauenkreis in Großrinderfeld. Das Ehepaar hat den Ehrenamtspreis der Gemeinde Großrinderfeld erhalten.

    Auch für andere Hobbys gab es immer wieder Gelegenheit. Täglich ein Spaziergang, Schwimmen insbesondere in den Sommermonaten und ab und an ein Tag im Thermalbad. Auch ihrer Leidenschaft für das Reisen ging das Ehepaar nach. An erster Stelle steht jedoch die Familie. Sie ist auf neun Enkelkinder angewachsen.

    Bearbeitet von Renate Geiger

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