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    WENKHEIM

    Feinste Speisen aus Wenkheim für bundesweit renommierte Hotels

    Cordon Bleu am Fließband,da ist noch viel Handarbeit gefragt. Foto: Matthias Ernst

    Geflügellebermousse mit Portweinspiegel im Baumkuchenmantel klingt nach absoluter Spitzengastronomie oder nach der Kreativität einer Kochbrigade eines Top Catering Anbieters. Und doch ist dies nur ein Produkt von vielen, welche die Wenkheimer Firma Seubert-Feinkostmanufaktur in ihrem Sortiment hat. Bereits seit 1970 produziert die Firma hochfeine Fertigprodukte für Gastronomen und Kantinen. Renommierte Hotels wie Hilton, Dorint, Maritim oder Steigenberger stehen auf der Kundenliste des Mittelständlers aus dem Welzbachtal. Doch auch die Versorgung der Caterer moderner Fußballarenen übernimmt Seubert-Feinkostmanufaktur gerne und immer häufiger. Daneben zählen auch Daimler, Audi oder BMW zu ihren Kunden. Die Mitarbeiter in deren Kantinen essen viel häufiger Produkte von Seubert, als ihnen sicherlich bewusst ist.

    Unternehmen setzt auf Handarbeit

    Das „Manufaktur“ im Firmennamen ist dabei mehr als ein Marketingausspruch, es ist Programm. Wo immer möglich wird auf Handarbeit der 75, größtenteils langjährigen, Mitarbeiter gesetzt. Maschinen kommen nur da zum Einsatz, wo sie der Qualität unserer Produkte nicht schaden, verdeutlicht Seniorchef Walter Seubert. Er gründete die Firma zusammen mit seiner Frau in einer ehemaligen Wurstküche in Wenkheim.

    Die Idee dazu hatte er bei seinen beruflichen Aufenthalten in den USA und in der Karibik. In den 60er Jahren gab es dort schon Fertigprodukte, die den großen Hotels zugeliefert wurden. Diese Idee brachte er mit nach Deutschland. „Der Anfang war ziemlich schwer“, erinnert sich Seubert. Er fuhr anfangs nach Frankfurt von Hotel zu Hotel und pries seine Produkte bei den Küchenchefs an. Die waren mehr als skeptisch. Erst als sich die Hilton-Gruppe entschied, Produkte von Seubert zu kaufen, war der Bann gebrochen. Eine Zeit lang produzierte das Unternehmen sogar für die Lufthansa. „Geflügelbrust Kiew“ hieß das Erfolgsprodukt. „Teilweise lieferten wir bis zu 50 000 Portionen im Monat“.

    So wurde der Betrieb in Wenkheim immer größer und es wurde ständig angebaut. Jetzt geht an diesem Standort nichts mehr. Man will in Kürze umziehen, zumal einige Anwohner teilweise wenig Verständnis für den Gewerbebetrieb aufbringen. Vor allem der Lieferverkehr ist ein echtes Problem, weshalb sich Walter Seubert und sein Sohn Marcus entschlossen, ins Gewerbegebiet „Geisgraben“ nach Gerchsheim umzusiedeln.

    Frische und regionale Produkte

    Man muss dringend erweitern, den die Nachfrage der Kunden ist ungebremst. Die haben die Firma jetzt zur besten Marke im Bereich „Convenience“ gewählt. Bei dem unabhängigen Wettbewerb der Allgemeinen Hotel- und Gastronomie Zeitung ließen sie so renommierte Firmen wie Nestlé, Unilever oder Dr. Oetker hinter sich. In den Bereichen Qualität, Image und Serviceleistung belegte die Wenkheimer Firma die Spitzenposition und errang damit den Gesamtsieg. „Der Preis hat uns vollkommen unvorbereitet getroffen“, sagte der kaufmännische Leiter Kalle Seifert, der über soviel Kundenzufriedenheit mehr als überrascht, aber auch stolz ist.

    Seubert-Feinkostmanufaktur legt Wert auf eine große Produktpalette, die Verwendung von frischen und meist regionalen Produkten, der Verzicht auf künstliche Zusatzstoffe und eine schnelle Reaktionszeit. So gibt es neben den bekannten Hauptgerichten aus Geflügel, Wild, Schwein oder Rind auch viele Vor- und Nachspeisen. Eine Reihe an Produkten entsteht auf Kundenwunsch, auch im sogenannten „Care-Bereich“.

    Darunter versteht man Seniorenresidenzen, Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen. So bleibt man als Unternehmen jung, trotz der fast 50 jährigen Tradition.

    Ausgeliefert wird bundesweit

    Während Seniorchef Walter Seubert sich langsam immer weiter aus der Firma zurückzieht, ist Sohn Marcus mitten im Geschäft und in der Produktion. Geht mal eine Maschine kaputt, kümmert er sich persönlich um eine schnelle Reparatur. Schließlich muss die Produktion weiterlaufen.

    „Wir liefern täglich selbst mit eigenen Fahrzeugen in weite Teile des Bundesgebietes und natürlich auch nach Würzburg, das macht uns sehr flexibel“, erläutert Walter Seubert, während gerade eine Lieferung für das Maritim Hotel in Würzburg vorbereitet wird. Es ist diese Schnelligkeit und Flexibilität, die die Kunden an der Seubert-Feinkostmanufaktur schätzen.

    Hähnchenbrust wird im großen Stil im Rundbecken von beiden Seiten in heißem Öl herausgebacken. Foto: Matthias Ernst
    Fast zu schade zum Essen: „Cube von Thunfischmousse” – typisches Fingerfood aus dem Hause Seubert-Feinkostmanufaktur für die Spitzengastronomie Foto: Matthias Ernst

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