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    Bad Mergentheim

    Freude beim Kinder- und Jugendhospizdienst in Bad Mergentheim

    Vorstandsvorsitzender Peter Vogel (Vierter von links) übergibt im Beisein zahlreicher ehrenamtlicher Helfer einen symbolischen Scheck an die Koordinatorinnen Silke Schlör (links) und Elsbeth Kiesel. Foto: Markus Haas

    Familien mit schwerkranken Kindern besuchen, sich um Geschwisterkinder kümmern, Eltern entlasten und Unterstützung anbieten: Diesen und weiteren Aufgaben stellt sich laut einer Pressemitteilung der Kinder- und Jugendhospizdienst "Sonnenschein".

    Ermöglicht wird dies durch eine Kooperation zwischen dem Malteser Hilfsdienst und dem Caritas-Krankenhaus in Bad Mergentheim. Das Ziel ist die ambulante Versorgung für sterbenskranke Kinder und Jugendliche sowie für deren Eltern und Geschwister im Main-Tauber-Kreis zu verbessern. Derzeit verfügt der Kinder- und Jugendhospizdienst über zwei hauptamtliche Koordinatorinnen und 25 ehrenamtliche Helfer, die sich als Paten oder Begleiter der Familien sehen.

    Helfen, wo Hilfe benötigt wird

    Die Mitarbeiter nehmen sich Zeit für Familien mit Kindern und Jugendlichen, die eine lebensverkürzende Krankheit haben, und unterstützen sie überall, wo Hilfe benötigt wird. Die beiden hauptamtlichen Palliativfachkräfte beraten Familien und koordinieren ihre Unterstützung. Danach kommt, sofern gewünscht, ein qualifizierter, ehrenamtlicher Mitarbeiter in die Familie.

    Einzige Voraussetzung sei, dass sich die Familie melde, erklärt Koordinatorin Elsbeth Kiesel. Ihre Erfahrung: "Manche Angehörige melden sich kurz nach dem Zeitpunkt der Diagnose, andere erst sehr viel später." Oft geht die Begleitung über Jahre. Derzeit sollen weitere Ehrenamtliche ausgebildet werden, so dass mehr Helfer für den Dienst bereitstehen.

    Trauercafé ermöglicht Austausch

    Um den Austausch der Betroffenen zu fördern, wurde 2016 im Mehrgenerationenhaus in Lauda in der Josef-Schmitt-Straße das Trauercafé eröffnet. Sie treffen sich alle sechs Wochen abwechselnd am Freitagabend oder Samstagnachmittag.

    Die Sparkasse Tauberfranken hatte im Herbst vergangenen Jahres entschieden, die Weihnachtsspendenaktion der neuen Stiftergemeinschaft Tauberfranken zugunsten des Kinder- Jugendhospizdienstes auszurufen. Vorstandsvorsitzender Peter Vogel konnte jetzt einen symbolischen Spendenscheck über 4300 Euro an die beiden Koordinatorinnen Silke Schlör und Elsbeth Kiesel übergeben.

    Bearbeitet von Jürgen Sterzbach

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