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    Grünsfeld

    Galerie Kirchner: Ausstellung von Wlodimierz Swed

    Freudige Gesichter: Ursula Quast (Journalistin) als Rednerin, Wlodek Szwed und Klaus Kirchner. Foto: Galerie Kirchner

    Der Maler und Grafiker Wlodiminierz Szwed ist mit seiner mittlerweile vierten Ausstellung kein Unbekannter mehr in der Galerie Kichner. Szwed, Jahrgang 1959, stammt aus dem polnischen Tschenstochau, ging 1984 nach Deutschland und lebt heute im nahen Schorndorf. Auf den ersten Blick sieht man in dieser Ausstellung vor allem Flächen, rechteckige Bilder mit unterschiedlich strukturierten Oberflächen. Auf Leinwand, Karton und Papier sind gleichförmige Schichtungen von Öl und Acryl zu sehen, die weiter mit Graphit, Ruß oder Eisenpulver überarbeitet sind. Als Novum wird jetzt auch Zellstoff als Rohmaterial eingesetzt.

    Farbe wird dabei nur äußerst zurückhaltend verwendet. In manchen Arbeiten erkennt man bei näherem Hinsehen typographische Muster, winzige senkrecht oder horizontal verlaufende Ketten von Druckbuchstaben, die sich nur wenig vom Untergrund abheben.

    Vergleich mit Johann Sebastian Bach

    Dass die Arbeiten von Wlodimierz Szwed einerseits das Resultat eines handwerklichen Prozesses sind und dass sie überhaupt in ihrer Entstehung viel mit Musik zu tun haben – dies konnte man der Vernissageeinführung der Journalistin Ursula Quast entnehmen. In ihrer Laudatio zog sie Parallelen seiner Kunst zu derjenigen von Johann Sebastian Bach. Quast bescheinigte den Arbeiten Wlodimierz Szweds eine "Verbindung von Leidenschaftlichkeit, Ordnung und Reduktion", wie sie auch in der Musik Bachs zu finden sei.

    Die Ausstellung mit Arbeiten von Wlodimierz Szwed in der Galerie Kirchner ist zu den üblichen Öffnungszeiten noch bis Sonntag, 9. Dezember, 15 bis 18 Uhr zu sehen.

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