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    Gerchsheim

    Gewerbeschau: Erfolg nach zwölf Jahren Pause

    Schon bei der offiziellen Begrüßung durch den Vorsitzenden des Gewerbevereins Michael Grund war das Gewerbegebiet Geißgraben gut besucht Foto: Matthias Ernst

    Mit so einem Erfolg hätten die Verantwortlichen des Gewerbevereins Großrinderfeld nie gerechnet. Über 5000 Besucher kamen bei schönstem Herbstwetter zur Gewerbeschau ins Gewerbegebiet Geißgraben. Die letzte Gewerbeschau, so Vorsitzender Michael Grund bei seiner Begrüßung auf dem Gelände der Firma Karls Säfte, war vor zwölf Jahren. Seitdem hatte es eine große Pause gegeben.

    Der Gewerbeverein war 2001 gegründet worden, um einen Austausch der Gewerbetreibenden untereinander zu erleichtern und sich gegenseitig zu unterstützen, wenn Probleme auftauchen.

    Seit der letzten Schau hat sich einiges getan auf dem Berg. Einige Firmen sind dazu gekommen und das Gebiet hat sich insgesamt erweitert. Auch deshalb fielen die vielen Besucher in dem weitläufigen Gebiet nicht so auf. "Man kann sehen, was die Gewerbetreibenden in der Großgemeinde alles zu bieten haben", lud Bürgermeisterstellvertreter Sven Schultheiß die Besucher ein, sich einen Überblick zu verschaffen. Unter ihnen war auch "Altbürgermeisterin" (Schultheiß) Anette Schmidt, die in ihrer Zeit als Bürgermeisterin Großrinderfelds viel für die Verwirklichung der Gewerbeschau unternommen hatte.

    Neben den Dienstleistungen gab es für jede Altersklasse auch Angebote zur Unterhaltung. So konnten sich die Kinder in der Miniaturwelt bei der Firma Heer mit kleinen Baggern und Radladern oder auf mehreren Hüpfburgen austoben. Außerdem gab es Tiere aus Luftballons und ein historisches Karussell im Hof von Bittermann + Weiss Holzbau.

    Großer Anziehungspunkt war die erst vor einer Woche eröffnete Produktionsstätte der Seubert Feinkostmanufaktur. Gerne hätte man den Neubau besichtigt, aber aus lebensmittelhygienischen Gründen sei das leider nicht möglich, erklärte Firmenchef Marcus Seubert. Doch dafür wurden die angebotenen Speisen förmlich aus den Händen gerissen. 

    Großer Andrang herrschte bei der Firma Seubert Feinkostmanufaktur. Die Produktionsräume konnten aus hygienischen Gründen nicht besichtigt werden, dafür ging das Essen weg wie warme Semmeln. Foto: Matthias Ernst

    Viele Firmen, die sonst eher keinen Publikumsverkehr haben, wie Pro Arte fine acoustics GmbH, wo man hochwertige und preiswerte Gitarren ausprobieren konnte oder Teichmann Aquaristik mit seinen Wassertieren, öffneten ihre Tore für die Öffentlichkeit.

    Auch der Naturschutzbund hatte einen Stand mit Bildern von Aktivitäten der letzten Jahre aufgebaut und warb für das Bürgerbegehren zum Artenschutz. Der Sozialverband VdK informierte zu sozialen Themen und möglichen Hilfen durch den Verein. Für Freunde historischer Traktoren gab es bei Timo Erlenbach eine Ausstellung und die Möglichkeit der Verkostung verschiedener Honigsorten. Außerdem präsentierten sich die Helfer vor Ort als schnelle Einsatzgruppe des DRK, mussten aber zum Glück nirgends eingreifen.

    Mehrere örtliche Vereine halfen bei der Bewirtung. "Es war ein gelungener Tag", sagte Heiko Wülk, Mitorganisator der Gewerbeschau. Man will jetzt wieder regelmäßig auf den Geißberg einladen. 

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